Bericht von der Atommüllkonferenz in Budapest, 15.12.2016

Eine Zusammenfassung der Berichte der eintägigen Atommüll-Konferenz in Budapest wird es vor Weihnachten auf dieser Webseite geben: http://www.joint-project.org/. Nur soviel schon einmal: es gibt sie noch, die Atom- Hardliner. Neben sehr interessanten Referaten von Vladimir Slivyak und Gabriele Mraz wurde vom Direktor der Direktoren des Iter Projektes, gleichzeitig General Direktor für Energie der Eurpäischen Kommission, Massimo Garribba, das Märchen von der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Atomprojekten aufgeführt.

Attila Aszódi, Regierungsbeauftragter „fuer die Aufrechterhaltung der Kapazitaet des AKW Paks“ war auch da und phantasierte – aus dem Publikum – etwas von weiteren AKW Bauten in Ungarn, Sicherheit und Bürgerwillen. Fukushima ist an ihnen komplett vorbeigerauscht, ohne eine klitzekleine Konsequenz zu hinterlassen, denn die Herren Atomdinosaurier reden noch immer von Verantwortung und Sicherheit im Zusammenhang mit Atommülllagerung, es ist schier unglaublich, welches Weltbild für unsere kommenden 40.000 Generationen einen Schutz vor Radioaktiven Gefahren Pate steht, sie haben einfach NIX begriffen.

Die Konferenz wurde organisiert vom Joint Projekt, gefördert vom Österreichischen Bundesministerium für Landwirtschaft, Forst, Umwelt und Wassermanagement und der grasroot foundation. Moderiert hat Patricia Lorenz. Ihr Fazit auf facebook: Atommüll ohne Lösung, seit 60 Jahren, EU Richtlinie soll das ändern. Zur Konferenz in Budapest wird es eine Nachlese geben.

Mein Kommentar: als ob eine EU Richtliniedas Atommüll- Dilemma lösen könnte.

Garribba haben wir ordentlich aus dem Tritt gebracht; er hat stolz verkündet, dass in Finnland die Pläne und die Umsetzung eines Atommüll- Endlagers am weltweit weitesten fortgeschritten seien und daneben ein Neubau eines AKW durch Areva (der französische pleite Atomkonzern) stattfindet. Das kritische Publikum hat bemängelt, dass keine Öffentlichkeitsbeteiligung stattfindet, nur ansatzweise eine Information. Die Antwort auf die Frage, ob Garribba den Unterschied zwischen dem Einbringen der Expertise durch Atomkraftgegner*innen nach Stop der Atommüllproduktion davon unbterscheiden könne, den Weiterbetrieb durch das vermeintliche Lösen der Atommüllproblematik zu legitimieren, blieb er schuldig. Er sei nur ein „civil servant“.

Vladimir Slivyak betonte, das russische Atomgesetz erlaube nicht die Endlagerung von importiertem Atommüll- wovon die Atomiker in Ungarn aber bisher fest ausgehen.

Gute Nachricht: wir werden nicht tatenlos zusehen, wir bleiben dran an der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen weltweit, und um eine Lagerung des Atommülls nicht billig, sondern so wenig schlimm wie möglich, streiten wir auch!!

mit Patricia Lorenz, Günter Hermeyer, Olga Kalisova, Reinhard Uhrig, Paula Stegmüller.
Danke an Martin Fejer http://estost.photoshelter.com/image/I00003vqo7OKoYZo

Programm der Konferenz:
http://www.joint-project.org/upload/file/Programme_Nuclear_Waste_WS.pdf

Kerstin Rudek, BI Lüchow-Dannenberg

6.10. – Hambacher Forst

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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