Altlasten der Erdgasförderung im Südkreis Lüchow-Dannenberg – wann werden diese beseitigt?

Informations- und Diskussionsveranstaltung Freitag, 13. April 2018, um 19.00 Uhr, im Fehlhaus Wustrow Referenten: Landwirt Andreas Rathjens aus Groß Meckelsen, Lk. Rotenburg Wasserwirtschaftsingenieur Bernd Ebeling aus Krummasel Es lädt ein: AG Fracking der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde von 1966 bis 1995 und ab 2012 Erdgas aus ca. 3.500 m Teufe zwischen Gistenbeck und Volzendorf im Südkreis gefördert. Dabei fielen Bohrschlämme und die erheblich giftigeren Produktionsschlämme an. Ein Teil der Bohrschlämme und der Produktionsschlämme beinhalten gefährliche Abfälle und Abwässer. In diesen sind viele Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium, Blei, Barium und Arsen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xenol (BTEX) sowie radioaktive Stoffe wie etwa Radium (Ra-226, Ra-228), Blei-210, Polonium-210 und das radioaktive Gas Radon-222 enthalten.

Die Bohrschlämme wurden meistens neben den Bohrplätzen in Schlammgruben abgekippt oder zu den zentralen Gruben bei Güstritz und Luckau gebracht. Durch die Bohrschlammgrube bei Luckau wurde jahrzehntelang das Grundwasser verschmutzt. Diese Altlast wird dieses Jahr komplett ausgekoffert und auf abgedichteten Deponien entsorgt. Zwischen Güstritz und Satemin wurden in die größte Grube Lüchow-Dannenbergs ca. 30.000 m3 Produktions- und Bohrschlämme abgelagert. Dort ist durch das Grundwassermonitoring nicht ausgeschlossen, dass giftige Sickerwässer das Grundwasser kontaminieren.

Bei 17 weiteren Bohrplätzen ist nicht klar, ob dort noch Bohrschlämme lagern und Boden und Grundwasser verschmutzten. Weitere Hotspots an Altlasten sind die ehemalige Erdgasstation Gistenbeck (Benzol, Quecksilber im Boden), der Köhlener Mühlenbach (Quecksilber) und zehn verfüllte Erdgasbohrungen. In diese Bohrungen wurden radioaktive und schwermetallhaltige Abfälle verklappt. Insbesondere im Bereich Wustrow wurden bis zu 25 Tonnen gefährliche Abfälle in einzelne Bohrungen verfüllt.

Werden diese Bohrungen irgendwann undicht? Ist unser Grund- und Trinkwasser in Gefahr? Hier eine Übersicht:

Bildschirmfoto 2018-04-23 um 23.16.12

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Rückfragen richten Sie bitte an:

Dipl.-Ing. (FH) Bernd Ebeling
Mob. +49 (0) 171 5011762
ebeling@awa-ingenieure.de

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6.10. – Hambacher Forst

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