Alte Allianz erneuert: BGR-Altlasten nicht geklärt

Am Mittwoch, 22. August 2018, unterzeichneten die Chefs der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Ralph Watzel, eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Standortauswahl bei der Endlagersuche und bei den bisherigen Endlager-Projekten Asse, Konrad und Morsleben.

„Die Zusammenarbeit erfolgt auf Grundlage der Rolle der BGR als zentrale Institution der Bundesregierung auf dem Gebiet der Geowissenschaften und der durch die BGE gesetzlich normierten wahrzunehmenden Aufgaben des Bundes nach dem Standortauswahlgesetz und dem Atomgesetz“, heißt es in der Erklärung dieser Institutionen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit bei der Standortsuche sei geplant, dass die BGR spezifische Fragestellungen im Auftrag der BGE untersucht und hierdurch die BGE bei der Suche nach einem Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für eine Anlage zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle unterstützt. Des Weiteren wird die BGR im Auftrag der BGE Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aufgabenbezogen durchführen.

Aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ist das ein schlechtes Zeichen:

„Die bisherige Rolle der BGR in Sachen Gorleben bedarf einer umfassenden Aufarbeitung und Klärung. Eine Kooperation ohne die Aufarbeitung dieser Altlasten lässt darauf schließen, dass der umstrittene Salzstock Gorleben-Rambow weiter als heimlicher Favorit gehandelt wird.“

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke verweist darauf, dass es die BGR war, die jahrzehntelang die „Salzlinie“ bei der Endlagersuche favorisierte. Jahrelang hat die BGR – oft im Verbund mit der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) – an geologischen Expertisen gearbeitet, die die Eignungshöffigkeit des Salzstocks Gorleben-Rambow als nukleares Endlager belegen sollen.

Diese Arbeit gipfelte gar in einer Eignungsaussage. Die fragliche Studie wurde im Geologischen Jahrbuch 2008 veröffentlicht. Dort heißt es: „Trotz der noch nicht abgeschlossenen Erkundung des Erkundungsbereiches 1 (EB 1) kann nach den bisherigen Untersuchungen festgestellt werden, dass aus geowissenschaftlicher Sicht keine Erkenntnisse aus dem Salinar gegen die langzeitsicherheitliche Eignung des Salzstocks Gorleben für die Endlagerung radioaktiver Abfälle vorliegen.“

Ehmke: „Wir können keinen Kurswandel bei der Endlagersuche erkennen.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

6.10. – Hambacher Forst

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