Castor-Streit: Hendricks setzt sich gegen Seehofer durch

Mit einer kleinen Überraschung endete der Poker um die Frage, wohin die 26 Castor-Behälter aus den Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) La Hague und Sellafield verbracht werden. Offensichtlich hat nun Bayern einem Verteilungsschlüssel zugestimmt, sieben der Behälter mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus Sellafield würden demnach in das Zwischenlager beim AKW Isar aufgestellt. Bisher hatte sich Bayern strikt geweigert, an der Zwischenlagerung der WAA-Abfälle beteiligt zu werden, erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Die BI verweist zugleich auf die Fülle ungelöster Fragen bei der Zwischenlagerung der Atomabfälle. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hatte die Betriebserlaubnis für Brunsbüttel kassiert. Brunsbüttel war ebenfalls als ein Lagerplatz für den WAA-Müll gehandelt worden. Die Betriebserlaubnis für das Lager in Lubmin/Greifswald muss ebenfalls neu beantragt werden, weil die Atomanlagen nicht hinreichend gegen Einwirkungen Dritter gesichert sind. Dazu kommen ungelöste Fragen hinsichtlich der Reparatur defekter Castor-Behälter.

“Eine Einigung, wo die letzten Castor-Behälter mit WAA-Abfällen gelagert werden könnten, stand seit Ostern 2014 aus. Dass es Umweltministern Barbara Hendriks (SPD) gelungen ist, Horst Seehofer umzustimmen, ist bemerkenswert. Wir hätten gern gewusst, ob es eine Gegenleistung Hendriks gibt. Ob aus dieser Geste am Ende abzuleiten ist, dass Bayern sich auch öffnet, wenn es um die entscheidende Frage, nämlich die Endlagerung von Atommüll geht, wird man sehen”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 501 56 06

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NDR zu 40 Jahre
Martin Donat im Interview, Beitrag zu 40 Jahre Gorleben:
Abschalten!
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende