PRESSEMITTEILUNG

Vor 30 Jahren:

Erster Atommüll in Gorleben

Am 8. und 9. Oktober 1984 wurden aus dem Atomkraftwerk Stade die ersten Atommüllfässer in das Zwischenlager Gorleben gebracht. „Mindestens 2000 Polizisten versetzten das Wendland in den Ausnahmezustand“, hieß es damals in einer Broschüre der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Zu der Zeit hatte man sich nicht vorstellen können, dass zur Eskorte von Castor-Transporten bis zu 20.000 Polizist_innen im Einsatz wären. Im Orwell-Jahr 1984 prophezeite der Zukunftsforscher Robert Jungk „Sonderzonen“, ein Überwachungsnetz und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit und der Freiheitsrechte in Verbindung mit Atommülltransporten.
„All das haben wir in den folgenden 30 Jahren zwar erlebt, wir haben uns aber das Recht auf Bewegungs- und Demonstrationsfreiheit immer wieder erkämpft“, schreibt die BI. Wenn nun E.on, Vattenfall und Co. ankündigen, dass sie an weiteren Castor-Transporten nach Gorleben festhalten, dann sei man selbstverständlich wieder auf Straße und Schiene.
Ungelöst sei 30 Jahre später immer noch das Atommüllproblem, trotzdem werde  noch Atommüll produziert.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wir halten das für unverantwortlich. Das Desaster nimmt immer deutlichere Formen an: aus Zwischenlagern werden Dauerlager, die Pilot-Konditionierungsanlage wird ins Spiel gebracht, um Behälter zu öffnen und zu schauen, was in einem Castor nach 40 Jahren Lagerung los ist, und immer noch wird der Salzstock Gorleben als potentielles Endlager gehandelt. Wenn es heute heißt, 2050 würde ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland den Betrieb aufnehmen, dann sagen wir, auf die nächsten 30 Jahre Widerstand!“

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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