Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Widerstandsjahr 2019 in Gorleben eingeläutet

Traditionell wurde am 1. Januar das neue Widerstandsjahr mit einem „Protest-Empfang“ an den Atomanlagen in Gorleben eingeläutet. Eine wachsende Zahl von Menschen folgten dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) – in diesem Jahr waren es über hundert.

Zunächst müsse man an zwei nicht gehaltene Versprechungen für das Jahr 2018 erinnern, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke bei seiner kurzen Rede, in beiden ging es um das Thema „Mauer“. Fast zwei Jahrzehnte nach dem Terrorangriff auf die Twin Towers in New York sei die Sicherung des Zwischenlagers durch eine zusätzliche Schutzmauer immer noch nicht erfolgt.

„Auch wenn wir davon ausgehen, dass eine 10 Meter hohe Mauer nichts gegen terroristische Angriffe aus der Luft bewirkt, wäre es ein Gewinn“, so Ehmke. Nicht eingelöst wurde das weitere Versprechen, die Mauer um das „Endlager“-Bergwerk abzureißen: „Die eine Mauer muss her, die andere weg!“

Wolf-Rüdiger Marunde stellte für das Jahr 2019 ein großes Projekt des Gorleben-Archivs vor: „Gorleben-Treck – 40 Jahre danach“. 1979 führte der legendäre „Gorleben-Treck“ nach Hannover schließlich dazu, dass auf den Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben verzichtet wurde. Er sei die Initialzündung für eine ganze Reihe von Entwicklungen im Landkreis gewesen, von ökonomischen bis hin zu neuen Formen der direkten Demokratie. Dazu wird es parallele Ausstellungen im Kreishaus Lüchow und im Historischen Museum in Hannover geben.

Derzeit laufe das Standortauswahlverfahren für ein Atommüll-Endlager nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Beabsichtigt sei, in zwei bis drei Jahren die möglichen Standortregionen auszuweisen, und zu befürchten sei, darin waren sich Marunde und Ehmke einig, dass Gorleben entgegen aller geologischen Einwände bis zum Schluss im Verfahren gehalten werde.

Chancen sich auszutauschen und politisch weiter Druck zu machen, gäbe es  im Widerstandskalender 2019 zahlreiche.

Ehmke: „Die gilt es klug zu nutzen, bis die Katze aus dem Sack ist.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06
Fotos: Ingrid & Werner Lowin
Video: Gorleben Rundschau

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