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„Setsuden“ – von Japan lernen

Die drei letzten AKW in Deutschland sollen möglicherweise über den 31.12.22 hinaus am Netz bleiben. Wer wissen will, wie man Energie in Krisenzeiten spart, dem sei ein Blick nach Japan empfohlen, das mit der Katastrophe von Fukushima 2011 eine beispiellose Stromversorgungskrise durchgemacht hat. Damals wurde unter dem Slogan „Setsuden“ (dt.: „Stromsparen“) eine nationale Energiesparbewegung ins Leben gerufen. Wenn es derartige gesellschaftliche Anstrengungen in der BRD gäbe, wäre die Atomdebatte obsolet.


Wir hatten uns bereits an das Bundesumweltministerium mit der Anregungen gewandt, sich anzuschauen, wie in Japan auf die Dreifachkatastrophe im März 2011 reagiert wurde. In einem ORF-Bericht wird dieser Frage nachgegangen:

„Ein Beben der Stärke 9.0, ein Tsunami, daraufhin der Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima: Am 11. März 2011 wurde Japan von einer dreifachen Katastrophe heimgesucht. Der Tag ging als Fanal für die Atomkraft in die Geschichte ein – international weniger beachtet wurden die langfristigen Folgen für Japans Energiesystem, das mit einem Schlag auf den Kopf gestellt wurde.

Mit dem Desaster verlor der für die Region Tokio und damit fast 30 Millionen Stromkunden zuständige Energieproduzent TEPCO abrupt rund 20 Prozent seiner Stromerzeugungskapazitäten. Verantwortlich waren nicht nur die Schäden an mehreren Atomreaktoren, sondern auch an der Infrastruktur für den Stromtransport und an thermischen Kraftwerken. Bedeutungsschwer war auch die sukzessive Abschaltung von fast allen Atomreaktoren des Landes, die in den Monaten nach der Katastrophe erfolgte. Bis zu dem Super-GAU hatte Japan mehr als ein Drittel seines Energiebedarfs mit Atomkraft gedeckt.“

Hier geht es weiter: https://orf.at/stories/3279403/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

 

 

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Wolfgang Ehmke

Wolfgang ist langjähriger Pressesprecher der BI.