PRESSEMITTEILUNG
Aus Gorleben lernen heißt, auf den Schacht KONRAD verzichten
Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer sollte die Notbremse ziehen, meint die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in Übereinstimmung mit der AG Schacht Konrad. Meyer will bis Ende des Jahres über einen Antrag von Umweltverbänden entscheiden, die den Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses fordern.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) geht nach Presseberichten inzwischen davon aus, dass der Umbau des ehemaligen Erzbergwerks zu einer Atommülldeponie für schwach- und mittelaktive Abfälle rund 5,5 Milliarden Euro kosten wird. Bis zur Fertigstellung des Schacht KONRAD würden weitere rund 2,64 Milliarden Euro benötigt werden. Bis Ende 2022 waren laut BGE schon rund 2,83 Milliarden Euro in die Errichtungsphase geflossen.
„Ein Fass ohne Boden“, meint die BI. Das komme davon, wenn man an den fragwürdigen 70er Jahre-Projekten festhält, statt ein einheitliches wissenschaftsbasiertes Suchverfahren für alle Arten radioaktiver Abfälle voranzutreiben.
„In Gorleben wurden bereits ca. 2 Mrd. Euro ins Salz gesetzt. Dort hatte man trotz der Kenntnisse um die geologische Situation, den Wasserkontakt des Salzstocks, ein Bergwerk aufgefahren, um dort die hochradioaktiven Abfälle verbuddeln zu können“, erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Bis Ende 2020 dieser Salzstock fast 40 Jahre später wissenschaftsbasiert beim Neustart der Endlagersuche aussortiert wurde. Das sollte die Lehre für den Umgang mit dem Schacht KONRAD sein. Ehmke: „Wir werden nicht müde, auch von der BGE einen Plan B zu fordern – das Scheitern des Schacht KONRAD ist doch absehbar.“
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