Tücken und Lücken der Endlagersuche

Mangelnde Transparenz lastet die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) der neuen Endlagerbehörde, der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) an. Rückfragen zum Stand des Rückbaus unter Tage in Gorleben seien wochenlang unbeantwortet geblieben, moniert die BI.
60 Behörden hat die BGE nach eigenen Angaben angeschrieben. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Besonders wichtig waren uns die Fragen nach dem Stand der Rückmeldungen aus den Bundesländern, die aufgefordert waren, in einem ersten Schritt Ausschlussgebiete für die Endlagersuche auszuweisen.“ Die geologischen Angaben glichen zudem einem Flickenteppich, wenn Daten Dritter, also von Firmen, die geologische Daten für die Suche nach Erdgas und Erdöl gewonnen oder gar von den Landesbehörden erworben haben, nicht erhoben werden. So mache die Arbeit des BGE keinen Sinn, ohne diese Daten sei eine Endlagersuche nicht zu machen.
Die Daten zu den Gasvorkommen unter dem Salzstock Gorleben-Rambow hüte offensichtlich die Gaz de France, die sich diese Explorationsrechte auf der anderen Elbseite erworben hat. „Ein Kriterium, das schon jetzt zur Anwendung kommen muss, ist, ob es über einem Salzstock einen Einbruchsee gibt, wie in Rudow. Ein weiteres Ausschlusskriterium ist unseres Erachtens, ob eine Endlagerregion von glazialen Ereignissen betroffen ist,“ fordert die BI ein. Fragen nach einem derartigen Raster, durch das potentielle Endlagerregionen fallen oder nicht, blieben jedenfalls unbeantwortet. Ehmke:“Wenn es fair zuginge, müsste Gorleben schon im ersten Schritt herausfallen.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Update: von den 54 verbliebenen Bergleuten sollen 18 bleiben

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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