PRESSEMITTEILUNG

Region sieht sich verhohnepipelt

Gorleben-Gegner kündigen Proteste an

Nur wenige Tage vor Ablauf des Hauptbetriebsplans hat das Landesbergamt Clausthal-Zellerfeld offensichtlich noch nicht über den Antrag entschieden, ob über den 30. September hinaus das Erkundungsbergwerk Gorleben weiter ausgebaut werden darf. Einen entsprechenden Antrag hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Veranlassung des Bundesumweltministeriums bereits im Juni beim Landesbergamt gestellt. Wie das BfS im Juli auf Anfrage der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) mitgeteilt hatte, sollte der Hauptbetriebsplan bis Ende des Jahres verlängert werden. Ohne einen Hauptbetriebsplan, egal welchen Inhalts, dürfte in Gorleben nicht einmal ein Offenhaltungsbetrieb stattfinden.

Der ehemalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte vor zwei Jahren das Gorleben-Moratorium aufgekündigt und damit den Gorleben-Streit mächtig angeheizt.

Die Gemüter im Wendland lassen sich auch nicht beruhigen, denn sowohl die Ergebnisse der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben werden gesichert und alle Ankündigungen aus Regierungskreisen und der Opposition, bei einem Neustart der Endlagersuche einen Bau- und Erkundungsstopp in Gorleben vorzuschalten, erwiesen sich als „hohles Gerede“, unterstreicht Wolfgang Ehmke (BI). Die Aktenfunde, die belegten, dass Gorleben von Anfang aus rein politischen Gründen gewählt wurde und die angekündigte Fortsetzung der Castor-Transporte trügen zur massiven Verstimmung bei: „Man fühlt sich nur noch verhohnepipelt“.

Am Samstag wollen die Gorleben-Gegner aus Protest gegen das Weiterwurschteln in Gorleben und das „unheimliche Schweigen“ Bundesumweltministers Peter Altmeier (CDU) den Protest wieder auf die Straße tragen. Verschiedene Aktionsgruppen haben im Raum Gorleben „Aktionen“ angekündigt, die BI will bei Einbruch der Dunkelheit am Endlagergelände gegen 19 Uhr mit einer Videoprojektion „Licht ins Dunkel bringen“.

Wolfgang Ehmke, Tel. 0170 510 56 06

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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