Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

IMG-20190915-WA0002

„Bürgerbeteiligung“ ist eine Farce

Die Diskussion über Sicherheitsanforderungen, die ein künftiges Atommüllendlager für hochradioaktive Abfälle erfüllen muss, endete am 14./15. September mit einem Eklat. zur Presseerklärung

Vern. 3

Amateurfotographie und Gorleben-Widerstand

Ingrid und Werner Lowin stellen ab dem 3. Oktober Bilder von Protesten gegen die Atommüll-Transporte ins Wendland im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg aus. – mehr

gorlebenstopp

Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als im Februar 1977 der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein „nukleares Entsorgungszentrum“ bestimmte. Gorleben oder gar nichts! Das war seine Devise. (mehr …)

Asse-1

Endlagersuche: Stellungnahme zu Sicherheitsanforderungen

Welchen Stellenwert haben Kommentare? Wohin soll der Müll aus der Asse-II und aus Gronau? Was passiert nach 500 Jahren? „Vergessen und Verschwinden lassen“ heißt offenbar die Devise. Der Referentenentwurf zur Endlagersicherheitsanforderung-Verordnung wirft viele Fragen auf. Unsere Stellungnahme.

Luftaufnahme des Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

Streit um Sicherheit des Zwischenlagers

Die Niedersächsische Atomaufsicht wiederholt die „ewig gestrige Auffassung“, dass allein die Castorbehälter ausreichen, um den enthaltenen hochaktiven Müll gegen Unfälle oder Terrorschläge zu sichern. Jetzt kommt ein weiteres Sicherheitsrisiko auf die Bevölkerung zu, attestiert die BI: eine verschlafene Atomaufsicht. – zur Presseerklärung

Gorleben Atomtransport 20.8.2019, Foto: K. Rudek

Atommülltransport erreicht Gorleben

Am Dienstag Abend (20. August) wurde in Gorleben Atommüll angeliefert, nach Angaben des Fahrers kam der LKW aus Karlsruhe. Dort wird auf dem Gelände des ehemaligen Forschungszentrums in großem Stil Atommüll konditioniert und gelagert – und durch den Abbau der dortigen Atomanlagen auch noch produziert. (mehr …)

Auf der Suche nach Inhalten?

PRESSEMITTEILUNGEN

Mit dem Bus nach Lingen!

19. Oktober 2019

Es sind nur noch wenige Tage bis zur überregionalen Demo in Lingen am Samstag, den 26. Oktober, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – nicht nur in Lingen, sondern auch an vielen anderen Orten von Belgien über Aachen, Bonn, Duisburg und Münster bis zum Schacht Konrad und ins Wendland.

Mehr Lesen

Klimakrise: Atomkraft – kein Klimaretter

7. Oktober 2019

Aus Anlass der heute beginnenden Konferenz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO https://www.iaea.org/atoms4climate in Wien, bei der die Rolle der Atomenergie für die Eingrenzung des Klimawandels beraten werden soll, veranstaltet Global 2000 mit dem internationalen Antiatombündnis „Don’t nuke the climate“, eine Protestaktion und eine Gegenkonferenz.

Mehr Lesen

Fehlende Mädchen – Strahlenschäden als Ursache?

26. September 2019

Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weist seit 2018 nur noch die Gesamtzahl der Geburten aus. Über die Gründe kann man spekulieren, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Mehr Lesen

TERMINE & AKTIONEN

So., 20.10.2019, 13.00 UhrGorlebenSonntagsspaziergang um das Bergwerk
So., 20.10.2019, 14.00 UhrGorleben, an den KreuzenSeit 1989 wird an jedem Sonntag um 14 Uhr im Wald nahe dem sogenannten Erkundungsbergwerk eine Andacht gehalten.
Mo. 21.10.19 Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache
Sa. 26.10.2019LingenDemonstration gegen den Weíterbetrieb der Brennelementefabrik Lingen & das AKW Emsland

GORLEBEN RUNDSCHAU

Warten, warten, warten! Manchmal erinnert mich die derzeitige Diskussion um Gorleben ein wenig an das Theaterstück „Warten auf Godot“. Da sitzen Wladimir und Estragon in ihren Mülltonnen und warten auf Godot, der aber niemals kommt.

Wir warten auf das Godot-daten-, pardon: Geodatendatenüberlassungsgesetz. Welche Bedeutung das im Endlager-Suchprozess hat, beschreibt Autor Dieter Schaarschmidt in diesem Heft.

Gar nicht zu warten brauchten wir dagegen auf neue Aufregung mit dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Die Ausstellung im Historischen Museum in Hannover zum Gorleben-Treck vor vierzig Jahren wurde unverhofft zur Kulisse einer BfE-Veranstaltung, mit der die Behörde das neue Endlagersuchgesetz vorgestellt hat. Warum uns diese Vermischung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) mit dem Treck nach Hannover aufregt, beschreibt Martin Donat in seinem langen und sehr persönlich gehaltenen Artikel. Warten können wir aber jetzt schon wieder auf die nächste Kulturelle Landpartie, und deshalb gibt es in diesem Heft viele Fotos von der diesjährigen KLP – als Erinnerungshilfe und um das Warten auf die nächste KLP zu verkürzen.

Wir warten, vielleicht im Gegensatz zum Rest Deutschlands, auch auf die Benennung der Teilgebiete; denn wenn das Politikerwort unseres Ministerpräsidenten Weil und des damaligen Umweltministers Stefan Wenzel noch gilt, dann fliegt Gorleben nach der Benennung der Teilgebiete Ende 2020 aus dem Verfahren. Denn das vom StandAG versprochene faire und transparente Verfahren kann tatsächlich nur zum Ausschluss von Gorleben führen, das haben uns die beiden Herren schon 2016 in Gedelitz so zugesagt. Das Video dazu gibt es noch auf unserer Internetseite.

Also warten wir gespannt weiter und nutzen natürlich diese Wartezeit, um uns kreativ und argumentativ wie gewohnt munter und unverdrossen in die kompakten Diskussionen rund um das Gesetz einzubringen. Eine kreative Wartezeit wünsche ich!

Elisabeth Hafner-Reckers, 2. Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg