Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

IMG_5704

„Auf den Spuren des gelben X“

Unsere Widerstands-Fotograf*innen Ingrid & Werner Lowin haben ein neues Fotobuch erstellt: Das jüngste Werk widmet sich der bildhaften Erläuterung des bekannten Widerstandssymbols aus dem Wendland. (mehr …)

Bildschirmfoto 2019-03-29 um 17.42.53

„Der Kastor kommt! – Eine Beziehungsgeschichte“

Wolfgang Ehmke hat, wie viele Bewegte und Unentwegte, eine besondere Beziehung zum „Kastor“. In seinem jetzt veröffentlichten Roman „Der Kastor kommt! – Eine Beziehungsgeschichte“ hetzt sein „Held“ zwischen dem Schanzenviertel in Hamburg und dem Wendland hin und her. In seinen Träumen wirkt das Aktionsgeschehen rund um den Castortransport 2011 nach. (mehr …)

_5D_3986

40 Jahre Treck nach Hannover – Führung und Gesprächsangebot für Schulklassen

Viele Geschichten gibt es zu Gorleben zu erzählen, eine ganz große hat das Gorleben-Archiv visualisiert: im Kreistagsgebäude in Lüchow ist die Ausstellung „Der Gorleben-Treck – 40 Jahre danach“ zu sehen. (mehr …)

_5D_4294

Bergwerk nun im „Stand-By“

Seit dem 15. April wird das Bergwerk Gorleben in den „stand-by“-Betrieb überführt, eine letzte öffentliche Befahrung findet statt und ein Teil der festungsähnlichen Mauer wird abgerissen. Top PR-Maßnahmen. Doch der Standort bleibt weiter (favorisierte) Atommüll-Option. Zur Presseerklärung.

2019_02_01zitat

Endlagersuche bleibt unfair

Wir wollten von der Bundesgesellschaft für Endlagerung wissen, wie mit dem Standort Gorleben in Zukunft umgegangen wird. Die Antworten werfen weitere Fragen auf… Zur Pressemitteilung.

index1

Aprilscherz mit Folgen

„BI steht vor Auflösung…“, so begann der diesjährige Aprilscherz der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Besorgte Rückfragen aus Redaktionsstuben, Mailzuschriften und persönliche Nachfragen reißen bis heute nicht ab, schildert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. (mehr …)

Auf der Suche nach Inhalten?

PRESSEMITTEILUNGEN

„Gorleben am Ende….und/oder doch erst am Anfang?

20. Mai 2019

Bereits 2020 werden die Teilgebiete benannt, die als Endlageregion in Frage kommen. Gorleben ist voraussichtlich dabei.

Mehr Lesen

Loch in der Decke

18. Mai 2019

In Kalifornien ist ein Militärjet vom Typ F-16 in eine Lagerhalle gestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz aus der Maschine retten, berichtet die Tageszeitung Welt. Ein ähnliches Bild mit einem klaffenden Loch – siehe Bericht in der Welt Loch in der Decke – hätte auch in Gorleben bei einem Flugzeugabsturz entstehen können, allerdings…

Mehr Lesen

Bürgerinitiativen fordern von Umweltminister Olaf Lies sofortige Stilllegung der Atomanlagen in Lingen / weitere Proteste angekündigt

17. Mai 2019

Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und ein Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) forderten am Donnerstag (16. Mai 2019) bei einem Gespräch in Hannover mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies mit Nachdruck die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen und des Atomkraftwerkes Lingen 2 (AKW Emsland). Die Initiativen überreichten dem Minister ein Exemplar der…

Mehr Lesen

TERMINE & AKTIONEN

Mi. 22.05.19
19.00 Uhr
Hitzacker
Verdo
Gesundheitsrisiken durch
Mobilfunk: was ist zu tun?
Mi. 22. Mai 2019
19.30 Uhr
Künstlerhof SchreyahnWolfgang Ehmke liest aus seinem Roman "Der Kastor kommt..."
Do. 23.05.2019
19 Uhr
Gasthaus Sültemeier, DünscheInfo-Veranstaltung zum Standortauswahlgesetz mit Michael Müller, Ex-Vorsitz der Endlagerkommission
So. 26.05.2019
13 Uhr
Atomanlagen Gorleben
Schutzhütte, Salinasgelände
Start zum 500. Sonntagsspaziergang rund um das Endlagergelände

GORLEBEN RUNDSCHAU

Wohnen Sie eigentlich schön in Ihrem Teilgebiet? Wenn Sie jetzt nicht wissen, wovon hier die Rede ist, dann wäre es möglich, dass Sie sich langsam mal Gedanken machen sollten. Ein Teilgebiet wovon, fragen Sie sich vermutlich. Aber schon wieder falsch: ein Teilgebiet wofür, müsste Ihre Frage lauten. Derzeit ermittelt die Bundesgesellschaft für Endlagerung "mit beschränkter Haftung", die neulich noch eine private Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern im überwiegenden Besitz der vier großen Atomkonzerne war, nämlich Gebiete, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen.

Und weil Sie jetzt schon was dazu gelernt haben, stellen Sie natürlich gleich die richtigen Fragen: Was um Himmels Willen ist "sicher", was bitteschön ist "günstig" und wo in Teufels Namen ist so ein "Gebiet"?

Nun sollen wir Bürger/-innen in Zukunft ja "ganz von Anfang an beteiligt" werden, aber diese drei Fragen vergessen Sie mal ganz schnell wieder, denn bei Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen und geowissenschaftliche Abwägungskriterien haben Sie ohnehin gar nichts mitzureden. Die sind nämlich längst gesetzliche Grundlage dieses Verfahrens. Und die vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen, die dann schon Mitte 2020 zur Ermittlung von Standortregionen für die übertägige Erkundung durchgeführt werden sollen, die überlassen Sie auch lieber getrost der Expertokratie. Die haben die Methodik dafür ja schließlich 40 Jahre lang gründlich in Gorleben erprobt.

Aber sollten Sie nun unruhig werden, weil Sie meinen, tatsächlich in einem solchen Teilgebiet zu wohnen, dann machen Sie sich jetzt bitte keine ernsthaften Sorgen. Sie werden dann ja demnächst sicher in eine Teilgebietskonferenz eingeladen und bekommen dort bei Kaffee, bunten Präsentationen und modernen Moderationstechniken ausreichend Gelegenheit, den Zwischenbericht des Vorhabenträgers in höchstens drei Terminen innerhalb von sechs Monaten zu erörtern. Aber bitte verzögern Sie dann das Verfahren nicht durch unnötige Fragen, Forderungen oder gar Kritik und vor allem: Stellen Sie das Verfahren selbst bitte nicht in Frage! Sonst wäre es möglich, dass man Ihre Einwände nicht mehr als konstruktive Kritik werten könnte und dann wäre das zuständige Bundesamt natürlich genötigt, den unproduktiven Konflikt durch eine Entscheidung zu beenden.

Sie merken es hoffentlich schon: dieses Editorial wurde wohl für die närrischen Tage geschrieben...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg