Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

AMK 16.2.2019

Bitte unterstützen: Solidarität mit Ecodefense!

Mit einer Petition wollen wir die russische NGO Ecodefense unterstützen, gegen die sich verschärfende, repressive Maßnahmen der Putin-Administration richten. – zum Unterzeichnen der Petition

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Neue Gorleben Rundschau ist da

Die neue Ausgabe der Gorleben Rundschau befindet sich auf dem Weg in eure Briefkästen. Wer das Heft lieber online lesen oder es abonnieren möchte, klicke hier.

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Zwischen „Castornix“ und Bure

Vor einem Jahr hat die Gendarmerie in Frankreich eine Waldbesetzung geräumt und ein Hüttendorf zerschlagen. Zum Jahrestag wurde am Sonntag an der Stelle, an der 1994 das Hüttendorf „Castornix“ bei Gorleben stand, eine Tafel aufgestellt. Damit bekunden wir unsere Solidarität mit dem Widerstand gegen die Atommüllpläne in Frankreich. (mehr …)

Luftaufnahme des Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

BGZ: Absage an Öffentlichkeitsbeteiligung

In der Debatte um die Betriebs-Verlängerungen der Zwischenlagerhallen in Gorleben und Ahaus könnte eine stärkere Öffentlichkeitsbeteiligung zu mehr Sicherheit führen. Der Bau der Anti-Terror-Mauern sind ein Beleg dafür. Doch BGZ-Chef Dr. Ewald Seeba erteilt einem öffentlichen Begleitgremium eine Absage. Das ist nicht nachvollziehbar. – zu unserer Presseerklärung

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Auf der Lauer liegt die Mauer…

Seit dem Terrorangriff auf die Twin Towers in New York in „Nine Eleven“ wird über den notwendigen Schutz von Atomanlagen gegen „Einwirkungen Dritter“ debattiert. 18 Jahre sind inzwischen verstrichen, und erst jetzt werden die Zwischenlager der ersten Generation in Ahaus und Gorleben „nachgerüstet“. – zur Presseerklärung

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Atomfonds ohne Boden?

Wie weit reicht das Geld, das für die Zwischenlagerung und die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in den „Atomfonds“ eingezahlt wurde? Die BI hat nachgefragt.

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PRESSEMITTEILUNGEN

Der Gorleben-Treck – 40 Jahre danach

21. März 2019

Eine Ausstellung des Gorleben Archiv befasst sich mit dem legendären Protestzug der Lüchow-Dannenberger Bauern nach Hannover und seiner gesellschaftlichen Bedeutung für die Region.

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11. März: Fukushima Mahnwache in Dannenberg

6. März 2019

Acht Jahre nach Fukushima wird seitens der japanischen Regierung Normalität vorgegaukelt. Denn im nächsten Jahr, 2020, soll in Tokio die Olympiade stattfinden. Die Zahl der Kinder in Fukushima, die an Schilddrüsenkrebs erkrankt sind, ist bereits laut offizieller Veröffentlichungen auf mehr als 200 gestiegen. Wir wissen aber, dass die gesamte Zahl in Wahrheit viel höher ist.

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Finanzierung der Endlagersuche: BI bohrt weiter nach…

6. März 2019

… und stößt auf eine Nebelwand. Denn wie fair, wie umsichtig und wissenschaftsbasiert die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Müll ausfällt, das hängt nicht nur vom politischen Willen des Gesetzesgebers ab, entscheidend ist auch die Frage, wieviel Geld dafür in die Hand genommen wird.

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TERMINE & AKTIONEN

Fr. 22.03.2019
13:00 – 17:00 Uhr
Berlin, Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-HausFachgespräch Endlagerung: GORLEBEN ODER ANDERSWO? – Das Suchverfahren zur Lagerung hochradioaktiver Atomabfälle – Problem, Sachstand, Kritik. Veranstaltung der Bundestagsfraktion DIE LINKE u.a. mit Wolf-Rüdiger Marunde (BIU Lüchow- Dannenberg)
Mo. 25.03.2019
18 Uhr
Dannenberg
Mahnwache
Fukushima Mahnwache
Di 26.03.2019
18 Uhr
Ausstellungsdauer: 27. März bis 28. Juli 2019
Hannover
Historisches Museum
40 Jahre Treck nach Hannover, Eröffnung der Ausstellung
Fr 29.032019
19 Uhr
Groß Heide
Archiv der unveröffentlichten Texte
"Geschichtsdetektivinnen: 68erinnen und Gorlebenfrauen
Gabriele Teckentrup stellt ihre Interviewsammlung vor - im Anschluss kommen einige der Gorlebenfrauen selbst zu Wort, interviewt von den Miss Marples

GORLEBEN RUNDSCHAU

Wohnen Sie eigentlich schön in Ihrem Teilgebiet? Wenn Sie jetzt nicht wissen, wovon hier die Rede ist, dann wäre es möglich, dass Sie sich langsam mal Gedanken machen sollten. Ein Teilgebiet wovon, fragen Sie sich vermutlich. Aber schon wieder falsch: ein Teilgebiet wofür, müsste Ihre Frage lauten. Derzeit ermittelt die Bundesgesellschaft für Endlagerung "mit beschränkter Haftung", die neulich noch eine private Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern im überwiegenden Besitz der vier großen Atomkonzerne war, nämlich Gebiete, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen.

Und weil Sie jetzt schon was dazu gelernt haben, stellen Sie natürlich gleich die richtigen Fragen: Was um Himmels Willen ist "sicher", was bitteschön ist "günstig" und wo in Teufels Namen ist so ein "Gebiet"?

Nun sollen wir Bürger/-innen in Zukunft ja "ganz von Anfang an beteiligt" werden, aber diese drei Fragen vergessen Sie mal ganz schnell wieder, denn bei Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen und geowissenschaftliche Abwägungskriterien haben Sie ohnehin gar nichts mitzureden. Die sind nämlich längst gesetzliche Grundlage dieses Verfahrens. Und die vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen, die dann schon Mitte 2020 zur Ermittlung von Standortregionen für die übertägige Erkundung durchgeführt werden sollen, die überlassen Sie auch lieber getrost der Expertokratie. Die haben die Methodik dafür ja schließlich 40 Jahre lang gründlich in Gorleben erprobt.

Aber sollten Sie nun unruhig werden, weil Sie meinen, tatsächlich in einem solchen Teilgebiet zu wohnen, dann machen Sie sich jetzt bitte keine ernsthaften Sorgen. Sie werden dann ja demnächst sicher in eine Teilgebietskonferenz eingeladen und bekommen dort bei Kaffee, bunten Präsentationen und modernen Moderationstechniken ausreichend Gelegenheit, den Zwischenbericht des Vorhabenträgers in höchstens drei Terminen innerhalb von sechs Monaten zu erörtern. Aber bitte verzögern Sie dann das Verfahren nicht durch unnötige Fragen, Forderungen oder gar Kritik und vor allem: Stellen Sie das Verfahren selbst bitte nicht in Frage! Sonst wäre es möglich, dass man Ihre Einwände nicht mehr als konstruktive Kritik werten könnte und dann wäre das zuständige Bundesamt natürlich genötigt, den unproduktiven Konflikt durch eine Entscheidung zu beenden.

Sie merken es hoffentlich schon: dieses Editorial wurde wohl für die närrischen Tage geschrieben...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg