Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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Fliegt Gorleben raus?

Auf der Sommerreise machte der niedersächsische Ministerpräsidenten Stephan Weil heute (2. Juli) Station in Lübeln. Dort nahm er gegenüber einer BI-Delegation Stellung zum Endlagersuchverfahren. (mehr …)

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Treck-Ausstellung geht auf Wanderschaft

Zwischen dem 31. März und 29. Juni 2019 war die Sonderausstellung „Der Gorleben-Treck – 40 jahre danach“ im Lüchower Kreishaus zu sehen. Das Interesse war überwältigend, dafür bedanken wir uns. (mehr …)

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Infos nur gegen Bares?

Bei der Endlagersuche setzten alle Behörden auf Dialogbereitschaft und Transparenz. In Niedersachsen sollen wir plötzlich für Informationen von der Landesregierung bezahlen. Das ist eine unfassbare Einschränkung unserer Arbeit. – zur Pressemitteilung

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45 Organisationen stellen sich hinter russische NGO Ecodefense

Eine Woche nachdem die Geschäftsführerin der russischen NGO Ecodefense in Deutschland politisches Asyl beantragt hat, erklären sich 45 NGOs weltweit solidarisch mit der Umweltorganisation, darunter urgewald, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Greenpeace, WWF Deutschland, Misereor und Freunde der Erde USA. (mehr …)

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Neue Atommüll-Karte

Der „Atommüllreport“, dessen Trägerkreis die BI angehört, hat eine aktualisierte Fassung der „Atommüllkarte“ veröffentlicht. – weitere Infos

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Szenario Flugzeugabsturz – Castorlager ist nicht sicher!

In den USA ist ein Militärjet in eine Lagerhalle gestürzt. In Lubmin wird ein neues Atommüllzwischenlager gebaut, dass neue Sicherheitsmaßstäbe gegenüber Flugzeugabstürzen und Beschuß von außen setzt. Die Castorhalle in Gorleben genügt diesen Maßstäben nicht und ein Flugzeugabsturz ist realistisch. Wir fordern ein sofortiges Flugverbot über Gorleben! (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Daten- und Schieflage rund um Gorleben

16. Juli 2019

Für die Behörden und Institutionen, die mit der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle betraut sind, ist der Umgang mit Gorleben im Standortauswahlgesetz (StandAG) geregelt. Der Salzstock Gorleben wird wie jeder andere in Betracht kommende Standort einem Prüfverfahren unterzogen – und kann folglich bereits im 3. Quartal 2020 aus dem Suchverfahren herausfallen.

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Tour de Natur 2019 kommt ins Wendland

12. Juli 2019

Die Tour 2019 startet am 20. Juli in Hamburg und endet am 3. August in Stralsund. Die Tour de Natur ist eine Fahrraddemonstration, die seit 1991 jedes Jahr Umweltthemen – insbesondere für die Energie- und für die Verkehrswende – auf ihre Agenda nimmt und mit einer zweiwöchigen Radtour verbindet. Zum dritten Mal führt die Umweltradtour…

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Die magische Zahl 40

10. Juli 2019

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) stolpert erneut über Aussagen des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zur Langzeitsicherheit von Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle.

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TERMINE & AKTIONEN

Mo. 22.07.2019
18 Uhr
Dannenberg
Markplatz
Fukushima-Mahnwache
Mi. 24.07.2019
9:45 bis 10:30 Uhr
Hitzacker
Marktplatz
Tour de Natur vor Ort
100 Radler*innen machen Station
Kundgebung mit Straßentheater
abends:
20 Uhr startet in der Aula der Freien Schule ein Konzert mit Straßen- und Aktionsmusiker Salossi, der u.a. mit Klaus dem Geiger und Heinz Ratz gespielt hat
Do. 25.07.2019
14.15 - 15 Uhr
Gorleben
Atomanlagen
Das Endlagerbergwerk wird umradelt
Kundgebung
Mo. 29.07.2019
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Es war einmal eine Stadt, in der alle Geschöpfe in Harmonie mit ihrer Umwelt zu leben schienen...“. So begann vor einem halben Jahrhundert ein Buch, welches die Wahrnehmung von Generationen verändern sollte: Der stumme Frühling. Obwohl dieses Sachbuch die katastrophalen Folgen eindrücklich darlegte, wurde die Anwendung des im Buch angeprangerten Agrargiftes DDT in der westlichen Welt erst ein Vierteljahrhundert später eingestellt; in Indien dauert die Produktion übrigens bis heute an.

Können Sie sich eigentlich eine Million vorstellen? Laut dem Artenschutzbericht der UN sind derart viele Tier- und Pflanzenarten, und damit ein Achtel aller Arten, gerade aktuell vom Aussterben bedroht, darunter 40 Prozent aller Amphibien und 25 Prozent aller Säugetiere. Für dieses Massensterben ursächlich sind aber nicht allein Pflanzenvernichtungsmittel wie Glyphosat oder Insektengifte wie Neonicotinoide, sondern auch die massive Veränderung von Lebensräumen sowie der menschengemachte Klimawandel.

Bereits drei Viertel der Naturräume an Land und zwei Drittel im Meer sind erheblich durch den Menschen verändert und damit geschädigt. Beginnen aber die Ursachen der Klimakatastrophe schon innerhalb unserer vier Wände, so fängt auch die Zerstörung von Habitaten unmittelbar vor der Haustür an. Bei mir in der Nähe wurde beispielweise gerade eine verwunschene Schrebergartenkolonie voller uralter Bäume mit dem Bulldozer weggeschoben, um dem siebten Supermarkt unserer Zwergstadt Platz zu machen. Der bisherige Markt bleibt dabei als vollversiegelte Industriebrache nutzlos zurück. Erschreckend klein ist dagegen der „gewonnene“ innerstädtische Bauplatz, nachdem mit der bisherigen grünen Lunge auch der Artenreichtum eines Regenwaldes unwiederbringlich abgeräumt war...

Ob es alte Straßenbäume, Hecken, Krautsäume oder kleinräumige Landschaftsstrukturen sind, immer gibt es angeblich unausweichliche Sachzwänge, warum sie weichen müssen: Verkehrssicherheit, Straßenbau, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Deichbau, technologischer Fortschritt oder Wohnraumbedarf fordern ihren Tribut.

Hilflos erscheinen dagegen oft die gesetzlich geforderten „Ausgleichsmaßnahmen“, wie beispielsweise mit hohem Kosten- und Bauaufwand konstruierte künstliche Lebensräume. So ist es ja auch noch niemandem gelungen, einen jahrhundertealten Wald nachzupflanzen oder eine ausgestorbene Art in die Welt zurück zu holen.

Es könnte also womöglich nicht so sehr geboten sein, noch mehr zu unternehmen, sondern vielmehr, erheblich mehr zu unterlassen. Ein Leitsatz, den wir uns auch für die Klimadebatte zu Herzen nehmen sollten...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg