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BUND-Studie: Planlose und gefährliche Zwischenlagerung

Selbst wenn der aktuelle Suchprozess für ein Atommüll-Lager am Ende einen Standort benennt, an den der gesamte hochradioaktive Müll gebracht werden soll: Der Abfall wird sich noch sehr lange in unzureichend geschützten Zwischenlagerhallen befinden. Die Politik verschleppt das Problem. - weiterlesen bei .ausgestrahlt

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Endlagersuche: Und was wird aus Gorleben?

Am Mittwoch, 9. September, referierte Wolfgang Ehmke im Rahmen der Online-Vortragsreihe "Atommüll: Über GAUkeleien und KERNkompetenzen" zur Endlagersuche und zum Umgang mit dem bisherigen Standort im Endlagersuchverfahren. Der Vortrag zum nachlesen (pdf)

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Fachkonferenz Teilgebiete: BI lässt nicht locker

Über den Fachanwalt Dr. Philipp Schulte konfrontiert die BI das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) mit weiteren Forderungen hinsichtlich des weiteren Vorgehens bei der Suche nach einem Atommülllager: Das Konzept für die Fachkonferenzen Teilgebiete müsse hinsichtlich der Teilnahmemöglichkeiten verändert werden, sonst droht ein "chaotischen Durcheinander". - zur Presseerklärung

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Vorfahrt für die Energiewende!

Es ist ein Kennzeichen guter Wissenschaft, unter dem Eindruck neuer Erkenntnisse Entscheidungen der Vergangenheit auf den Prüfstand zu stellen. Es gibt jedoch Diskurse, die so umfassend abgeschlossen wurden, dass man sie nicht alle paar Jahre wieder führen muss. Eine Replik von Dr. Alex Rosen, Co-Vorsitzender des IPPNW, auf Dr. Rainer Moormann und Dr. Anna Veronika Wendland. (mehr …)

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Atommüll: Über GAUkeleien und KERNkompetenzen

2022 sollen die letzten Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Doch der Ausstieg ist noch lange nicht das Ende der Geschichte. Einerseits werden in Gronau und Lingen noch angereichertes Uran und Brennelemente für den Export hergestellt, andererseits bleibt das Problem mit den strahlenden Hinterlassenschaften aus mehr als 60 Jahren Atomenergienutzung. (mehr …)

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Schmierfinken in Gorleben

Mit schwarzer Sprühfarbe wurde eine Infotafel an den Atomanlagen in Gorleben von Unbekannten verschmiert. "Unser Engagement dafür, dass der Salzstock Gorleben-Rambow aus dem Endlagersuchverfahren herausfällt, scheint immer noch ein Ärgernis zu sein und zu polarisieren", kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) diesen neuerlichen Vorfall. (mehr …)

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Neues Messgerät

Das Otto-Hug-Strahleninstitut in München hat der BI Umweltschutz ein Strahlenmessgerät geschenkt. Das Gerät ist inzwischen wohlbehalten angekommen und die Fachgruppe Radioaktivität der BI hat es in Betrieb genommen.

Für die BI - Fachgruppe stellt dies einen wirklichen Gewinn dar, weil wir nun neben Beta,-Gamma- und Alphastrahlung auch die Neutronen messen können. Dies versetzt uns in die Lage, die Castorhalle und Umgebung wirklich häufiger messtechnisch zu überprüfen.

In Gorleben lagern 113 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen. Daneben gibt es ein Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle.

Wir bedanken uns für diese tolle Spende!

Bild: Wolfgang Kallen

Zum Gedenken an die Atobombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki haben sich Bürger/-innen auf dem Lüchower Marktplatz zui einer Gedenkveranstaltung und Mahnwache zusammengefunden.

Ort: Lüchow
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

75 Jahre nach Hiroshima & Nagasaki

Anlässlich des traurigen Jubiläums der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima & Nagasaki fand in Lüchow am Donnerstag für 30 Minuten ein "Schweigekreis" auf dem Marktplatz statt. Etwa 50 Menschen nahmen teil. Unsere gemeinsame Forderung: Atomwaffen abschaffen!

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Die Atomkraft ist out – die Endlagersuche steht an

Schwerpunkt der neuen Gorleben Rundschau (GR) ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Atomkraft – vor allem auf dem Hintergrund der Klimakrise – vor einer Renaissance stehen könnte. Christoph Pistner, der Bereichsleiter Nukleartechnik & Anlagensicherheit des Öko-Instituts Darmstadt, sagt zu den Möglichkeiten einer Atom-Renaissance im GR-Interview deutlich: „Das sehe ich überhaupt nicht!“ (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Geologisch ungeeignet, politisch verbrannt: BUND fordert Gorleben aus der Endlagersuche auszuschließen

10. September 2020

Der Salzstock Gorleben ist seit Jahrzehnten Sinnbild für ein intransparentes und planloses Auswahlverfahren für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktive Abfälle. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat bereits zu Beginn, als Mitglied der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe, gefordert, Gorleben aus dem Verfahren der Endlagersuche zu nehmen. Einer der gravierenden Mängel, weswegen der…

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Minister Lies und die Endlagersuche: Irritation pur

4. September 2020

Nur durch Zufall, weil ein TV-Sender bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) um ein Statement bat, erfuhren die Gorleben-Gegner*innen vom Start des „Niedersächsischen Begleitforums Atomendlager“. Auf Einladung von Umweltminister Olaf Lies wurde gestern (3.9.) in Hannover über die Endlagersuche und die Rolle Niedersachsens debattiert.

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BI – Mitgliederversammlung kurz vor dem BGE-Zwischenbericht

1. September 2020

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), die im März wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, wird am 6. September nachgeholt. Sie beginnt um 16 Uhr.

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TERMINE & AKTIONEN

So. 20.09.2020
13 Uhr
Gorleben
Atomanlagen
Sonntagsspaziergang
So. 20.09.2020
14 Uhr
Gorlebener TannGorlebener Gebet
Mo. 21.09.2020
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache
So. 27.09.2020
13 Uhr
Gorleben
Atomanlagen
Sonntagsspaziergang

GORLEBEN RUNDSCHAU

Die angeblich unbefleckte Landkarte der nuklearen Endlagersuche, auf welcher sich das willkürlich festgelegte so genannte „Erkundungsbergwerk Gorleben“ im vor einem halben Jahrhundert noch „jungfräulich“ titulierten Salzstock Gorleben-Rambow als Mahnmal gescheiterter Energie- und sorgloser Entsorgungspolitik schmerzhaft abhebt, soll diesen Herbst mit dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) „erstmals Flecken bekommen“, wenn günstige „Teilgebiete“ benannt werden, wie Andreas Conradt in seinem Bericht über das aktuelle Rechtsgutachten der Bürgerinitiative bemerkt. In einem „lernenden Verfahren“ sollten die späteren Betroffenen eigentlich von Beginn an beteiligt werden, ein hehres Unterfangen, wenn jetzt die Daten der 40 Jahre alten Erkundungsbohrungen Go 1002, 1003, 1004 und 1005 als „obertägige Erkundungsergebnisse“ zur Beurteilung herangezogen werden (an der Tiefbohrstelle 1004 wurde am 3. Mai 1980 das Hüttendorf Republik Freies Wendland gegründet). Auch angesichts von Hygieneauflagen und Lockdown beharren die verantwortlichen Behörden auf den gesetzlichen Vorgaben und drohen, die sogenannten Teilgebietskonferenzen einfach nach Zeitplan „hybrid“ durchzuführen, also in weiten Teilen virtuell. Entsprechende Kritik des Nationalen Begleitgremiums (NBG), des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und auch der Bürgerinitiative verhallt leider bislang wirkungslos, wobei noch nicht einmal die Adressaten solcher Forderungen feststehen.

Damit das Standortauswahlgesetz an verschiedenen Stellen tatsächlich „lernen“ könnte, bedürfte es nämlich vermutlich einiger Gesetzesänderungen, aber solche sind vor den nächsten Bundestagswahlen (und womöglich überhaupt...) wenig aussichtsreich.Während wir alle nun aber gerade zu lernen haben, uns Verhaltensänderungen angewöhnen und Pläne über den Haufen werfen müssen, erweist sich die Grundannahme des Standortauswahlverfahrens, dass es ein „lernendes“ sei, offenbar als Farce. Abhilfe kann hier wohl nur das Bundesumweltministerium schaffen oder das von diesem mit der Fachaufsicht betraute Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Bei aller Kritik am Verfahren bleibt aber dennoch möglich und im Sinne der Sicherheit auch dringend zu hoffen, dass Gorleben trotz Manipulationen an den Kriterien in der Endlagerkommission und unfairen Voreinstellungen schon in wenigen Wochen im ersten Verfahrensschritt herausfällt, weil an diesem durchlöcherten Salzstock unter der Elbe Ausschlusskriterien greifen oder Mindestanforderungen nicht erfüllt sind.

Mit dieser Hoffnung und auch der, dass wir unsere Distanz bald wieder aufgeben können, wünschen wir Euch einen aktiven Sommer!

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg