Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

7.11.19, Dannenberg: Gedenken an Sebastien; Foto: publiXviewing

Erinnerung an Sébastien

Am 7.11. jährte sich zum 15. Mal der Tod des damals 22-jährigen Aktivisten und Freundes Sébastien. Zu diesem Anlass kamen 200 Menschen zusammen, hielten inne, gedachten seiner und erinnerten sich an den Castor-Widerstand. – zum Aktionsaufruf
2011, Hitzacker, mit Susanne von Imhoff (Foto: I&W. Lowin)

Danke, Lilo

Ein starkes Herz des Widerstands hat aufgehört zu schlagen. Wir sind traurig. Wir werden ihren Scharfsinn und ihren Humor vermissen. Mit dem Tode von Lilo Wollny ist eine der Schlüsselfiguren unseres gewaltfreien Protests nicht mehr unter uns. (mehr …)

Bild: Grüne Liga

AKW in der DDR – Geschichte und Widerstand

Am 16. November widmet sich eine Tagung in Berlin dem Protest gegen die Atomanlagen in der ehemaligen DDR. Ab 1990 gab es rege Kontakte aus dem Wendland nach Stendal, wo ein AKW gebaut werden sollte. – mehr erfahren

10 Jahre SoSpa - Der harte Kern

520 Sonntage – 1196 Kilometer

Am Sonntag, den 27.10.2019, bestritten die Menschen vom Sonntagsspaziergang ihr 10jähriges Jubiläum. (mehr …)

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Fehlende Mädchen rund um Gorleben

Sind Strahlenschäden die Ursache für eine Veränderung im Verhältnis der rund um Gorleben geborenen Mädchen und Jungen? Freigesetzte radioaktive Teilchen aus den Castoren könnten durchaus Auswirkungen haben, sagt die Fachgruppe Radioaktivität, am ehesten bei der Entwicklung der Keimzellen und der Embryonen. Niedersachsen veröffentlicht spezifische Zahlen nicht mehr – die BI fordert nun Untersuchungen. zur Presseerklärung

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Erinnerung an den ersten „Tag X“

Ein Dutzend Aktivist*innen erinnerten am 9. Oktober vor dem Zwischenlagertor in Gorleben an die erste Atommüll-Lieferung vor 35 Jahren – mehr erfahren

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„Bürgerbeteiligung“ ist eine Farce

Die Diskussion über Sicherheitsanforderungen, die ein künftiges Atommüllendlager für hochradioaktive Abfälle erfüllen muss, endete am 14./15. September mit einem Eklat. zur Presseerklärung

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Amateurfotographie und Gorleben-Widerstand

Ingrid und Werner Lowin stellen ab dem 3. Oktober Bilder von Protesten gegen die Atommüll-Transporte ins Wendland im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg aus. – mehr

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Endlagersuche: Stellungnahme zu Sicherheitsanforderungen

Welchen Stellenwert haben Kommentare? Wohin soll der Müll aus der Asse-II und aus Gronau? Was passiert nach 500 Jahren? „Vergessen und Verschwinden lassen“ heißt offenbar die Devise. Der Referentenentwurf zur Endlagersicherheitsanforderung-Verordnung wirft viele Fragen auf. Unsere Stellungnahme.

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PRESSEMITTEILUNGEN

Niedersachsen: Atommüllland

12. November 2019

Mit dem Schacht Konrad, der Asse II und Gorleben ist Niedersachsen das Atommüllland schlechthin in der Bundesrepublik, konstatiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Niedersachsen komme deshalb eine ganz besondere Rolle in der Atommülldebatte zu – aus den Fehlern der Vergangenheit im Umgang mit dem Atommüll muss gelernt werden.

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Atomkraftgegner*innen entsetzt: Uranmüllexporte nach Russland schon 2016

11. November 2019

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände reagieren entsetzt auf das Eingeständnis des Urananreicherers Urenco gestern Abend im WDR-TV-Magazin Westpol, dass man schon seit 2016 wieder abgereichertes Uranhexafluorid (UF6) nach Russland exportiert habe. Bislang waren nur Exporte ab diesem Mai bekannt. Es gibt starke Hinweise, dass hinter den jetzt bekannt gewordenen zusätzlichen Exporten aus Großbritannien in Wirklichkeit Kettenexporte aus…

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Neue russisch-deutsche Anti-Atom-Proteste gegen Uranmüllexport der Urenco Gronau-Russland

5. November 2019

Russische und deutsche Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände weiten ihre Proteste gegen den Uranmüllexport des Urananreicherungskonzerns Urenco von Gronau nach Russland aus: Greenpeace Russland schaltete jetzt den russischen Generalstaatsanwalt ein wegen des Verdachts des illegalen Atommüllimports in die Russische Föderation. Zugleich startete Greenpeace Russland am Wochenende eine Online-Petition an die Urenco-Miteigentümer RWE und EON sowie an den…

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TERMINE & AKTIONEN

Fr. 15.11.2019
19 Uhr
Lüchow
Ratskeller
Ökologische Landwirtschaft – ein Beitrag zum Klimaschutz
Referent:
Dr. Andreas Gattinger, Professor für ökologischen Landbau an der Uni Gießen
Sa. 16.11.2019
10.00 - 16.00 Uhr
Berlin
Haus der Demokratie
Greifswalder Straße 4
Atomkraft in der DDR
Widerstand u.a.
Kontakte der BI in die DDR, besonders zu den Protesten ab 1990 in Stendal - http://nenug.de/?p=177
So., 17.11.2019, 13.00 UhrGorlebenSonntagsspaziergang um das Bergwerk
So., 17.11.2019, 14.00 UhrGorleben, an den KreuzenSeit 1989 wird an jedem Sonntag um 14 Uhr im Wald nahe dem sogenannten Erkundungsbergwerk eine Andacht gehalten.

GORLEBEN RUNDSCHAU

Warten, warten, warten! Manchmal erinnert mich die derzeitige Diskussion um Gorleben ein wenig an das Theaterstück „Warten auf Godot“. Da sitzen Wladimir und Estragon in ihren Mülltonnen und warten auf Godot, der aber niemals kommt.

Wir warten auf das Godot-daten-, pardon: Geodatendatenüberlassungsgesetz. Welche Bedeutung das im Endlager-Suchprozess hat, beschreibt Autor Dieter Schaarschmidt in diesem Heft.

Gar nicht zu warten brauchten wir dagegen auf neue Aufregung mit dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Die Ausstellung im Historischen Museum in Hannover zum Gorleben-Treck vor vierzig Jahren wurde unverhofft zur Kulisse einer BfE-Veranstaltung, mit der die Behörde das neue Endlagersuchgesetz vorgestellt hat. Warum uns diese Vermischung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) mit dem Treck nach Hannover aufregt, beschreibt Martin Donat in seinem langen und sehr persönlich gehaltenen Artikel. Warten können wir aber jetzt schon wieder auf die nächste Kulturelle Landpartie, und deshalb gibt es in diesem Heft viele Fotos von der diesjährigen KLP – als Erinnerungshilfe und um das Warten auf die nächste KLP zu verkürzen.

Wir warten, vielleicht im Gegensatz zum Rest Deutschlands, auch auf die Benennung der Teilgebiete; denn wenn das Politikerwort unseres Ministerpräsidenten Weil und des damaligen Umweltministers Stefan Wenzel noch gilt, dann fliegt Gorleben nach der Benennung der Teilgebiete Ende 2020 aus dem Verfahren. Denn das vom StandAG versprochene faire und transparente Verfahren kann tatsächlich nur zum Ausschluss von Gorleben führen, das haben uns die beiden Herren schon 2016 in Gedelitz so zugesagt. Das Video dazu gibt es noch auf unserer Internetseite.

Also warten wir gespannt weiter und nutzen natürlich diese Wartezeit, um uns kreativ und argumentativ wie gewohnt munter und unverdrossen in die kompakten Diskussionen rund um das Gesetz einzubringen. Eine kreative Wartezeit wünsche ich!

Elisabeth Hafner-Reckers, 2. Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg