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Konsequente Energiewende statt Atomkraft!

Den 10. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima nehmen Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen zum Anlass, einen kompletten Atomausstieg in Deutschland einzufordern. Zu den über 40 Unterzeichner:innen gehört auch die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). - zur Presseerklärung

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10 Jahre nach Fukushima

Am 11. März 2011 havarierten die drei AKW im japanischen Fukushima. Zehn Jahre später sind die Folgen allgegenwärtig. Es gibt keine Perspektiven, weder für eine Bergung des hochradioaktiven Brennstoff aus den Reaktoren, um weitere Kernschmelzen zu verhindern. Nicht für tausende Tonnen belastetes Kühlwassers. Und auch nicht für die Menschen, die einst in der Region lebten.

Am Montag, 8. März, gedachten vier Dutzend Aktivist*innen der Fukushima Mahnwache Dannenberg den Opfern der Katastrophe von Fukushima. (mehr …)

Anti AKW, Protest

Eröffnung des „frauenOrt“ für Marianne verschoben

Am 12. März, dem 44. Jahrestag der ersten großen Demo in Gorleben, sollte eigentlich der "frauenOrt" zur Erinnerung an Marianne Fritzen eröffnet werden. Wegen der Pandemie wurde die Feier nun verschoben. Stattdessen wird Mariannes Tochter das Gorleben Gebet am 14.3. gestalten. mehr erfahren beim Gorleben Archiv

Symbolbild Atommüll

Lies kündigt Unterstützung an, doch es kommt keine…

Während der niedersächsische Umweltminister sich mit einem 500.000-Eurobudget für Informationsangebote an von der Endlagersuche betroffene Kommunen rühmt, kommt Hilfe im Wendland nicht an. Schon vor Monaten hatten wir Fragen gestellt, Antworten blieben bislang aus. zur aktuellen Presseerklärung

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SALINAS hat „das zentrale Anliegen erreicht“

Nach dem Ende als Endlagerstandort muss der Salzstock in Gorleben zugeschüttet - und kein neues Bergwerk zur Salzförderung aufgebaut werden. Dieser Ansicht sind die Gesellschafter der SALINAS Salzgut GmbH, die sich 1996 mit dem Ziel gründete, in Gorleben "Salz zu fördern statt Atommüll zu lagern". Nun ist "das zentrale Anliegen erreicht" - und die GmbH wird sich auflösen. (mehr …)

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Japans Ex-Premier besorgt über Fukushima-Beben

„Die Stellungnahme 'Alles unter Kontrolle' halte ich für komplett falsch“, sagt Japans früherer Premier Naoto Kan am Sonntag exklusiv bei 'Lesen ohne Atomstrom' zu den aktuellen Ereignissen: dem Beben im Meer vor Fukushima. (mehr …)

Ehrliche Worte!

Das erste Beratung der Fachkonferenz Teilgebiete, eine rein digitale Schattenveranstaltung, offenbarte alle Schwächen dieses formellen Beteiligungsformats in hochkonzentrierter Form. Die Dauerfragen ("Hören Sie mich, ist Ihr Mikro eingeschaltet?"...) übergehen wir mal. (mehr …)

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Unsere Wendlandsonne steht auch bei gutem Wetter für den Regenbogen!

Wir protestieren entschieden gegen die Vereinnahmung unserer Wendlandfahne durch Verschwörungserzählungen, Pseudo-Wissenschaft und rechtes „Querdenken“. Leugnung oder auch nur Verharmlosung der unmittelbaren Lebensgefahr durch die Corona-Pandemie ist mit unseren Vereinszielen nicht vereinbar. zum Beitrag

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Atomkraft ist nicht nachhaltig und hilft nicht im Klimawandel

Österreich hat eine Expertin damit beauftragt, die Atomkraft mit Erneuerbaren Energien zu vergleichen. Das Ergebnis ist eindeutig. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

„(M)ein Leben ohne Ort“

12. April 2021

Unter diesem Titel findet am 15. April eine Online-Veranstaltung statt, und zwar im Rahmen von internationalen Aktionswochen der Heinrich-Böll-Stiftung in Schleswig-Holstein.Die Frage an die Teilnehmenden lautet: Haben Sie einen Lieblingsplatz an Ihrem Ort? Einen Lieblingsblick? Was macht es mit uns, wenn dieser Lieblingsort gefährdet oder nicht mehr betretbar ist oder einfach nicht mehr existiert?

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Breite Unterstützung für die Aufgabe des Atommüllprojekts Schacht KONRAD

12. April 2021

77 Anti-Atom-Initiativen aus ganz Deutschland sowie Umweltverbände unterstützen die Forderung, nach Gorleben auch Schacht KONRAD aufzugeben. Das geplante Atommülllager KONRAD, ein Eisenerzbergwerk in Salzgitter, das nachgenutzt werden soll und das ebenfalls aus den 1970er Jahren stammt und für das es ebenfalls kein Standortauswahlverfahren gegeben hat, wäre nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik nicht mehr…

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Erst Gorleben, dann Schacht Konrad!

6. April 2021

Das Bündnis Salzgitter gegen KONRAD (*) fordert einen sofortigen Baustopp des Atommüllprojektes Schacht KONRAD. Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel: „Solange nicht bewiesen ist, dass Schacht KONRAD den heutigen Anforderungen an ein tiefengeologisches Lager für radioaktive Abfälle entspricht, dürfen keine weiteren Fakten geschaffen und keine weiteren Gelder in der Tiefe versenkt werden.“

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TERMINE & AKTIONEN

Do. 15.4.2021, 18.00-20.00 UhrOnline"(M)ein Leben ohne Ort", Online-Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung SH. Infos hier
So. 18.4.2021
13.00 Uhr
Gorlebenjeden Sonntag: Spaziergang um das Bergwerk - bis zum Zuschütten!
So. 18.4.2021
14.00 Uhr
Gorleben, an den Kreuzenjeden Sonntag: Gorlebener Gebet
Mo. 19.4.2021
18 Uhr
Dannenberg Marktplatzjeden Montag: Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Als ich im Winter 2014 mit Greenpeace nach Fukushima kam, traf ich dort neben anderen Zeugen der nuklearen Katastrophe auch den Milchbauern Herrn Hasegawa. Während seines bedrückenden Berichtes schweiften meine Gedanken immer wieder ab zu meinem langjährigen Nachbarn von der Bäuerlichen Notgemeinschaft. Erst anhand der persönlichen Schicksale wurde mir richtig klar, dass hier in Japan real eingetreten war, wogegen wir im Wendland und anderswo Jahrzehnte gekämpft hatten. „Wir können unseren Boden nicht einrollen und mitnehmen“ sagten unsere Bauern. Denn sehen konnte man die fatalen Folgen nicht, nur die Verwüstungen des Tsunamis und die absurden Reste der hilflos anmutenden Aufräumarbeiten und „Dekontaminierungen“.Der Gemüsegärtner Herr Kanno schilderte, was es hieß, nie wieder auf seine geliebten Äcker zu dürfen, Frau Sugano rang schwer um ihre Fassung, als sie erzählen musste, dass sie aus Unkenntnis ihre Kinder noch lange im Garten spielen ließ, dessen Boden sich bei einer Untersuchung als Atommüll herausstellte, und Herr Idogawa, adeliger Bürgermeister der evakuierten Stadt Futaba, berichtete von der restlosen Zerstörung seines uralten Gemeinwesens, dem die Atomindustrie haltlose Versprechungen von Sicherheit gemacht hatte. Es ist kulturell begründet, dass alle diese Zeugen nur sachlich und distanziert berichten. Erst als das Ehepaar Okawara, dass früher einen Bioladen und nun eine unabhängige Messstation für Kindernahrung betrieb, ihre Erlebnisse in einem Puppenspiel darstellte, dessen Handpuppen ihren Gefühlen Ausdruck verleihen durften, brach es aus uns heraus. Und erst später mischte sich unter die Trauer und das Entsetzen über die Dimension der Katastrophe auch die Wut.

Die letzte Nacht in Japan durfte ich in Gesprächen mit dem in Japan lebenden Journalisten und Filmemacher Pio d’Emilia verbringen, einem Freund und Vertrauten des damaligen Premierministers Naoto Kan und er berichtete, wie dieser von einem politisch-industriellen Komplex abserviert wurde, nachdem er unter den Eindrücken der Fukushima-Katastrophe zum vehementen Atomkraftgegner geworden war.

Zwei Jahre später kam Naoto Kan auf Einladung des internationalen Literaturfestivals „Lesen ohne Atomstrom – die erneuerbaren Lesetage“ nach Hamburg und machte deutlich, dass es ihm ernst ist mit der Forderung nach dem Atomausstieg. Seine Worte sollten in der internationalen Politik einiges Gewicht haben, denn er war der Premier eines Landes, das seinen Energiebedarf ursprünglich zu einem Drittel aus Atomstrom deckte und schlagartig gezwungen war, diesen Anteil auf Null zu senken. Obwohl dies aber möglich war, will eine andere Regierung in Japan nun auf dem Weg zur Klimaneutralität nicht nur an der Atomkraft festhalten, sondern sogar eine Plutonium-Wiederaufarbeitungsanlage in Betrieb nehmen, deren Start schon 24 Mal verschoben wurde und die jährlich zehnmal mehr Tritium ins Meer einleiten wird, als in Fukushimas 1000 Wassertanks lagert. Der wahre Hintergrund ist jedoch der Versuch, den in Japan lagernden Stoff für 6000 Atombomben im Brennstoffkreislauf zu halten. Denn in Japan gibt es weder ein Zwischenlager, noch kann es in dem Erdbeben-geschüttelten Land ein Endlager geben...

Radioaktivität kennt keine Grenzen. Unser Widerstand auch nicht! Eine erneuerbare Zukunft kann es nur ohne den Irrsinn der Atomindustrie geben.

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg