Luftaufnahme der Pilotkonditionierungsanlage auf dem Gelände des Zwischenlagers in Gorleben.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

PKA Gorleben: Abriss sofort!

Der Bund der Steuerzahler kritisiert die jährlichen Ausgaben von 6,3 Millionen Euro für die "technisch veraltete und im Grunde überflüssige" Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben. Die BI verlangt den sofortigen Abriss der Anlage. zur Presseerklärung

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Gorleben raus – AKW aus!

Zugegeben, die Realität stellt sich derzeit anders dar. Dennoch möchten wir euch frühzeitig darüber in Kenntnis setzen, dass unsere Planungen für eine Kulturelle Widerstandspartie 2022 laufen. Unter dem Motto: "Gorleben raus, AKW aus! - Das Fest zum Erfolg aller Anti-Atom-Bewegten" möchten wir am Pfingstfreitag, den 03. Juni 2022, in Gorleben die Korken knallen lassen. Es ist noch ein Weg voller Ungewissheit, aber wir stehen zu den Worten: "Niemals aufgeben!"...

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Neue Gorleben Rundschau

Oben: Der Klimawandel macht auch vor dem eisigen Norden nicht Halt. Im Gegenteil: In Lappland sind die Auswirkungen unseres verantwortungslosen Handelns besonders deutlich spürbar. -- Unten: Vor gut einem Jahr ist der Standort Gorleben aus dem Verfahren zur Suche eines Atommülllagers ausgeschieden. Jetzt steht fest: Der Salzstock wird wieder verfüllt. -- Drüben: Ein Freund der BI Lüchow-Dannenberg, der Russe Wladimir Sliwjak, ist in Stockholm für sein Umweltengagement mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Das und mehr in der neuen Gorleben Rundschau

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Rückblick Alternative Statuskonferenz

Ende Oktober hat .ausgestrahlt zusammen mit der AG Schacht Konrad, der BI Lüchow-Dannenberg und dem BUND die zweite Alternative Statuskonferenz (ASK) veranstaltet. Über 100 Interessierte und Betroffene nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit Expert*innen zwei Tage lang über den aktuellen Stand der Atommüll-Lager-Suche zu diskutieren. Ein Rückblick: (mehr …)

B 248 + K 8 = Mobilitätswende verpasst

Der Landkreis verpasst gerade den Einstieg in eine Mobilitätswende. Der vor langer Zeit geplante Ausbau der B 248 zwischen Grabow und Lüchow wie auch der Ausbau des Streckenabschnitts der K 8 zwischen Sallahn und Bellahn gehören aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) umgehend gestoppt. (mehr …)

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Insider-Infos aus China können französisches Atomflaggschiff EPR versenken

Als Antwort auf Tschernobyl begann 1989 die Entwicklung eines Reaktors der dritten Generation. Der Europäische-Druckwasser-Reaktor EPR hat in Europa noch keine Kilowattstunde erzeugt. Trotz multipler Desaster zog niemand die Reißleine. Nun enthüllt ein Whistleblower einen System-Fehler, der das Ende des EPR sein müsste. - weiterlesen im .ausgestrahlt-Blog

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PRESSEMITTEILUNGEN

Autofahrt in Trauermahnwache vor Uranfabrik Gronau

7. Januar 2022

Polizei-Landesamt überprüft Ermittlungen– Ergebnis von Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Kreispolizei Borken Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg überprüft aufgrund von Dienstaufsichtsbeschwerden aus NRW und Niedersachsen die Ermittlungen der Kreispolizei Borken zur aggressiven Autofahrt eines Mitarbeiters der Urananreicherungsfirma Urenco in eine Trauerversammlung vor der Uranfabrik in Gronau im September 2020.

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Atomkraft – nein danke!

3. Januar 2022

In Brüssel wird derzeit um die künftige europäische Energiepolitik gerungen: „Es muss anerkannt werden, dass der fossile Gas- und der Kernenergiesektor zur Dekarbonisierung der Wirtschaft der Union beitragen können“, heißt es in einem Brüsseler Entwurfspapier, der in der Neujahrsnacht an alle 27 EU-Staaten geschickt wurde. Welche Position Deutschland einnimmt, ob – vor allem – die…

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Silvester vor 40 Jahren: Land NRW erteilte erste Baugenehmigung für Gronauer Atomfabrik

31. Dezember 2021

Zum Jahreswechsel werden drei weitere Atomkraftwerke stillgelegt, in Gundremmingen, Grohnde und Brokdorf. „Ohne das jahrzehntelange Engagement der Zivilgesellschaft, von Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden, hätte der Kurswechsel der Koalition von Union und FDP nach dem verheerenden Tsunami in Japan und der Reaktorkatastrophe im Atomkraftkomplex Fukushima-Daiichi wohl kaum stattgefunden“, ist sich Wolfgang Ehmke, der Sprecher Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 16.01.2022
13 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
Salinasgelände
Sonntagsspaziergang
So. 16.01.2022
14 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
an den Kreuzen
Gorlebener Gebet
Mo. 17.01.2022
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache
Fr. 03.06.2022
Gorleben, AtomanlagenKulturelle Widerstandspartie 2022. Unter dem Motto: "Gorleben raus, AKW aus! - Das Fest zum Erfolg aller Anti-Atom-Bewegten"

GORLEBEN RUNDSCHAU

Es ist beileibe nicht nur Greta Thunberg zu verdanken, dass Schweden im Besonderen und ganz Skandinavien im Allgemeinen als vorbildlich gelten in Sachen Umweltschutz. Eine gut geölte Werbe-Maschinerie läuft da, die uns „die letzte Wildnis Europas” als Reiseziel nahelegt, angereichert mit Fotos exotisch anmutender Zutaten wie Rentier und Elch und den farbenfrohen Trachten der Samen. Erzählungen von Reiserückkehrern, die von wilden Wasserfällen, unendlichen Wäldern und einsamen Seen handeln, schmücken unser Bild vom Norden weiter aus.

Wer aber mit umweltpolitisch trainierten Augen durch Mitternachtssonne oder Polarnacht reist, kommt nicht umhin, zu erkennen, dass der Mythos vom ungezähmten, ursprünglichen Norden nicht nur falsch ist, sondern mächtigen Industrieinteressen geradezu in die Hände spielt: Vor der Kulisse einer gesunden Erde lässt sich selbige ohne großen Widerstand trefflich ausbeuten: Holz und Erze nach Süden, Waren über neue Trassen nach Norden, um sie über die Barentsee und den Arktischen Ozean irgendwann einmal schneller nach Asien transportieren zu können. Da mag so manch ein Industriekapitän darauf hoffen, dass diese Meere demnächst ganzjährig eisfrei bleiben … Damit folgen die heutigen Bewohner:innen des „Dachs Europas” ihren Urahnen, die schon im Mittelalter wegen der Vorkommen von Metallen und Holz den Norden besiedelten und begannen, die Sami zurückzudrängen, zu christianisieren und zu drangsalieren.

Was im Wilden Westen geschah (und geschieht), geschah (und geschieht) im Hohen Norden in ganz ähnlicher Weise. Straßen und Züge, Brücken und Tunnel, Flughäfen, Auto-Teststrecken, Erzminen gewaltigen Ausmaßes und ein steter Zuzug aus dem Süden machen den Ureinwohnern des Nordens zunehmend zu schaffen. Ihre stille Lebensweise ohne Zäune, ohne Ländergrenzen, ohne übermäßige Beanspruchung und – hier darf man’s wirklich mal sagen – im Einklang mit der Natur steht im krassen Gegensatz zu den (be)herrschenden Schweden, Norwegern und Finnen mit einer zunehmend lauten und – aus Sicht der Sami – vulgären Lebensart.

Gegen die gnadenlose Ausbeutung regt sich aber auch Widerstand in Sápmi, dem Land der Samen. Durch die Urweinwohner selbst, aber auch durch Bürger:innen wie Lena Lagerstam, so etwas wie die Marianne Fritzen von Norrland. Beiden Damen, Marianne und Lena, lagen und liegen die sichere Verwahrung des nun mal vorhandenen Atommülls am Herzen. Schweden und Finnland schienen da lange auf einem guten Weg zu sein, doch die Mühen der Ebene sind in beiden Ländern längst nicht überwunden, von Rückschlägen, gerade in Schweden, ganz zu schweigen.

Deutschland geht seit nunmehr acht Jahren einen neuen Weg bei der Suche nach einem, nun ja, „End“-Lager. Ausgelöst durch den schier unüberwindlichen Widerstand gegen den Castortransport vor zehn Jahren, wurde zunächst zäh um ein Gesetz gerungen, bis mit der Fachkonferenz Teilgebiete vor rund einem Jahr erstmals zur Bürgerbeteiligung aufgerufen wurde. Mit bescheidenem Erfolg indes: Die Partizipation „erreichte den Hof mit Müh’ und Not”, deklamieren die einen, andere konstatieren: „Das Kind war tot.”

In wenigen Tagen nun feiern wir die Geburt eines Kindes und freuen uns auf ein paar, dieses Jahr wenige, freie Tage.

Im Namen der Redaktion und des Vorstands der Bürgerinitiative wünsche ich Ihnen und Euch frohe Weihnachten, ein rundum gutes neues Jahr – und ein paar anregende Stunden mit dieser neuen Ausgabe auf den Knie.

Andreas Conradt
verantwortlicher Redakteur der Gorleben Rundschau