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Adieu 2020, adieu Gorleben!

Die neue Gorleben Rundschau (GR) kommt gerade noch rechtzeitig im alten Jahr heraus und ihr Schwerpunkt muss, angesichts des historischen Einschnitts, dass der Salzstock Gorleben-Rambow bei der Endlagersuche herausgefallen ist, ein Rückblick sein. (mehr …)

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Wie weiter – Raschid? Zum Tod des russländischen Anti-Atom-Aktivisten

Der russländische Anti-Atom-Aktivist Raschid Alimow (40) ist tot. Er hinterlässt seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn. „Atemnot, eine weitere virusbedingte Lungenentzündung, Covid19“ sind, so die Sterbeurkunde, die Todesursachen. (mehr …)

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Bundestag beschließt EEG-Novelle – Energiewerke Schönau (EWS) kritisieren mangelnde Ambition und Aufschieberei

Heute Morgen (17.12.) verabschiedete der Bundestag die intensiv diskutierte Novelle für das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Trotz relevanter Detailverbesserungen bleibt der große Wurf aus, wichtige Entscheidungen für den Klimaschutz werden erneut vertagt, kommentieren die "Stromrebellen" aus Schönau. Immerhin: Das schnelle Aus für die Wind- und Solar- Altanlagen wurde kurz vor Jahresende abgewendet. (mehr …)

Unter Tage im Erkundungsbergwerk in Gorleben

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

Nachnutzung für Bergwerk Gorleben?

Die Offenhaltung des Bergwerks in Gorleben für welche Zwecke auch immer ist ein "gefährliches Spiel", warnt die BI. Der CDU Ortsverband Gartow hatte jüngst gefordert, dass es eine Nachnutzung dafür geben müsse. zur Presseerklärung

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Extreme nukleare Sicherheitsanforderungen: Panzerfahrzeuge für hochradioaktive Atomtransporte

Atomanlagen ebenso wie Atomtransporte stehen angesichts der enormen Gefahrenpotentiale auch unter besonderer Beachtung der Sicherheitsbehörden. Aus gutem Grund: Denn nicht nur ein technischer Störfall, sondern auch ein terroristischer Angriff auf einen Reaktor, ein Atommülllager oder einen Castortransport hätte möglicherweise fatale Folgen. Klar ist: Moderne Waffen und schwere Flugzeuge sind ohne weiteres in der Lage, Reaktorgebäude oder Castorbehälter selbst durch dicke Mauern hindurch zu durchschlagen.

Wie akut die Probleme mit dem Terrorschutz bei den Atomanlagen und -Transporten inzwischen sind, beschreibt Dirk Seifert in seinem Blog umweltfairaendern.de

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Auf der Suche nach ner Maske?

Dank der fleißigen Tanja haben wir wieder Gesichtsmasken und Schlauch-/Halstücher mit der Wendlandsonne, in unterschiedlichen Ausführungen und Farben für euch, die ihr gegen eine Spende bei uns bekommen könnt. zur Übersicht

Rund 700 Antomkraftgegner haben im Oktober 2016 in Lingen gegen die dortige Brennelementefabrik demonstriert und ihre sofortige Abschaltung gefordert. Genau wie die Urananreicherungsanlage in Gronau ist die BE-Fabrik bislang vom deutschen Atomausstieg ausgenommen.

Gericht hat „Rechtsauffassung von 1958“

Mit dem Aufruf zu neuen Protesten reagieren Anti-Atomkraft-Initiativen auf die Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, den Export von AKW-Brennstoff aus der Brennelementefabrik Lingen an die altersschwachen und störfanfälligen belgischen Meiler Doel 1 und 2 zu erlauben. zur Pressemitteilung

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Schacht Konrad: Bewusste Irreführung der Öffentlichkeit

Eine Überprüfung von Schacht KONRAD an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Endlagersuche findet im Rahmen des Projektes nicht statt. Deshalb ist die von der BGE jetzt angekündigte "Phase 2 der Überprüfung der sicherheitstechnischen Anforderungen" eine Irreführung der Öffentlichkeit, kritisiert die AG Schacht Konrad. Die Kriterien stammen aus 1983 und Probleme werden von Gutachtern "wegdefiniert". - zur Pressemitteilung

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Es wird kühl…

Damit der Widerstands-Nachwuchs nicht frieren muss, haben wir für euch eine kuschelige, gefütterte Kinder-Jacke mit der Wendlandsonne auf dem Rücken - mehr

DANKE!

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Brote schmieren, Suppe kochen, Türen öffnen, Musik machen, Bürodienst schieben, auf der Straße und der Schiene frösteln, Kompostklos aufstellen, nach der Demo Müll aufsammeln.... Viele haben selbstlos, bescheiden und voller Überzeugung zu dem historischen Erfolg beigetragen. Der Salzstock Gorleben ist nun raus aus der Endlagersuche.

Unsere Demo in Gorleben war schon großartig, aber ein gemeinsames Freudenfest holen wir nach, sobald es wieder geht.

Gorleben ist überall!

Anfragen aus anderen Regionen beantworten, sich auf die nächsten Schritte vorbereiten, denn das Wendland ist bei der Endlagersuche immer noch ein mögliches „Teilgebiet“, sich gegen den Castor aus Sellafield querstellen... Unsere Solidarität ist weiter gefragt.

Dadurch, dass der Salzstock Gorleben aufgrund seiner geologischen Mängel nicht einmal die erste Runde des neuen Endlagersuchverfahrens passiert hat, ist Gorleben rechtssicher aus dem Verfahren ausgeschieden. Die BGE hat angekündigt, dass der Salzstock "endgültig verschlossen" wird.

Gorleben ist raus. Reaktionen aus der BI am Montag, 28.9.2020

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PRESSEMITTEILUNGEN

Dienstaufsichtsbeschwerde Trauermahnwache vor UAA Gronau: – Kreispolizei Borken schaltet Staatsanwaltschaft ein

22. Januar 2021

Die Kreispolizei Borken hat die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Einsatzleiter der Kreispolizei an die Staatsanwaltschaft Münster „zur rechtlichen Prüfung übersandt“. Die „Bearbeitung der Beschwerdesache“ werde bis zum Abschluss der ohnehin bei der Staatsanwaltschaft anhängigen Straferfahren ausgesetzt. Das teilte die Kreispolizei Borken den sechs beschwerdeführenden AtomkraftgegnerInnen am Mittwoch mit. Damit könnten auf den Polizeibeamten nun selbst Ermittlungen…

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Strafanzeige und Dienstaufsichtsbeschwerde: Trauermahnwache vor UAA Gronau hat juristisches Nachspiel

19. Januar 2021

Ein Atomkraftgegner aus dem Münsterland hat bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige wegen des Verdachts der Nötigung gegen einen Autofahrer erstattet. Der Autofahrer kam während einer angemeldeten Trauer-Mahnwache am 18. September 2020 vom Gelände der Urananreicherungsanlage Gronau und fuhr mit seinem Auto in gefährlicher Weise mitten in die Versammlungsmenge. Der Atomkraftgegner wird vom Münsteraner Fachanwalt Wilhelm…

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Ein Widerstandstrecker geht in die Landesgeschichte ein

15. Januar 2021

Niedersachsen wird 75 Jahre alt. Der NDR hat dazu eine Serie gestartet: Wer die niedersächsische Geschichte erlebt und ein persönliches Erinnerungsstück dazu hat, kann im Fernsehen oder im Hörfunk unter der Rubrik „Kleine Dinge – große Geschichte – einen Beitrag leisten.  Zu den prägenden Geschichten des Landes gehört der Gorleben-Konflikt und ein besonderer Gegenstand wird…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 24.1.202113.00 Uhr, Gorlebenjeden Sonntag: Spaziergang um das Bergwerk - bis zum Zuschütten!
So. 24.1.202114.00 Uhr, Gorleben, an den Kreuzenjeden Sonntag: Gorlebener Gebet
Mo., 25.1.202118.00 Uhr, Dannenberg Marktplatzjeden Montag: Fukushima-Mahnwache
Fr. 29.01.2021Kinos BRD-weit
"NOW" von Jim Rakete ist der Film für die ersehnte grüne Wende!
In seinem Kinodebüt trifft der Fotograf
auf Generation Greta. Gleich sechs junge Klimaaktivisten melden sich
hier zu Wort, darunter Luisa Neubauer (Fridays for Future),
Felix Finkbeiner (Plant for the Planet) und Nike Mahlhaus (Ende
Gelände). Warum sind sie Aktivisten geworden? Was steht auf dem
Spiel?

GORLEBEN RUNDSCHAU

Es ist zwar kein Wunder, aber es verwundert uns doch; es ist kein Sieg, aber ein beachtlicher politischer Erfolg ist es doch, zusammen mit dem Atomausstieg wohl der größte der vergangenen Jahrzehnte. Und es ist vollkommen eure Errungenschaft, das Werk der Leser/-innen der Gorleben Rundschau und aller Sympatisant/-innen. Was an Küchentischen und auf Waldspaziergängen begann, was aus der Friedensbewegung und der Frauenbewegung auf den Weg kam, was von Spinnern und Alternativen propagiert und von Künstler/-innen unterstützt wurde, was von Student/-innen und Bäuer/-innen in heißen Tagen und eiskalten Nächten verteidigt wurde, ist jetzt Realität geworden. Ein Endlager in Gorleben ist endlich das, was es immer war: ein gefährliches Hirngespinst der Atomindustrie, einer in diesem Land aussterbenden Spezies. Unsere Kritik, unsere Argumente und unser Aufschrei mussten schließlich erhört werden, und wissenschaftsbasierte Vernunft hat sich begründet durchgesetzt.

Mehr als die Hälfte der Republik ist offenbar schon beim ersten qualifizierten Drüberschauen besser für die tiefe geologische Dauerlagerung von Atommüll geeignet, als der 40 Jahre und 1,6 Milliarden Euro lang von den Verantwortlichen propagierte Salzstock. Ist dann jetzt also endlich alles gut? Mitnichten! Nicht nur, dass all die Wut und die Tränen unvergessen bleiben. Unsere Kritik am laufenden Verfahren verhallt auch (noch) ungehört. Selbst der demokratisch legitimierte Staat braucht da, wo er nur durchsetzungsorientiert daherkommt, dringend zivilgesellschaftliche Kontrolle. Wissenschaftlichkeit allein ist noch nicht der Garant für ein verantwortbares Ergebnis. Die Entscheidungen trifft immer noch die Politik, und jahrzehntelang waren schließlich auch Gutachten eingekauft worden, die das Unübersehbare gesund beteten; erst der eingeforderte Vergleich brachte Klarheit. Corona führt es uns vor Augen, dass auch und gerade Wissenschaft den Diskurs braucht und selbst begründete Entscheidungen am Ende von den Betroffenen getragen werden müssen.

Einst sollten wir entsorgt werden; haben wir denn jetzt also ausgesorgt? Auch das nicht! Wir müssen uns als einer von sechzehn Zwischenlagerstandorten im Lande auch zukünftig noch weiter um den Atommüll sorgen. Atomkraft war aber immer nur die Spitze eines Eisbergs aus lebensverachtenden und nicht nachhaltigen Technologien. Leider baut unsere ganze Gesellschaft (noch) auf derartigen Wirtschaftsweisen auf. Hätte man damals gleich auf uns gehört, hätten wir heute gar nicht das epochale Problem des Atommülls, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Hören wir also heute auf die Generation, die uns vor den unausweichlichen Folgen des Klimawandels warnt und sofortiges Umdenken und Handeln beziehungsweise Unterlassen einfordert!

Trotz allem, mit Anstand und Abstand, ein schönes Weihnachtsfest! Gorleben lebt! Bleibt auch gesund!

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg