Der Gorleben-Tag lebt!

Tausende haben sich in den vergangenen Jahren jeweils am Freitag vor Pfingsten an den Atomanlagen versammelt, für den schnellen Atomausstieg und das Ende des Endlagerprojekts in Gorleben demonstriert, sich über alternative Formen der Energiegewinnung, Mobilität und des Zusammenlebens informiert – und sie haben gefeiert: Der „Gorleben-Tag“ im Rahmen der Kulturellen Landpartie war stets ein KLP-Höhepunkt, fast alle anderen Veranstalter*innen schlossen an diesem Tag ihre Pforten und empfahlen stattdessen den Besuch des „wunden Punktes“ Gorleben – schließlich stand der Großkonflikt um die Atommülllagerung Pate für die Kulturelle Landpartie.

Doch Großveranstaltungen sind zu Zeiten der Corona-Pandemie untersagt. Statt der Vielen sind es am Freitag nun Wenige, die trotzdem vor Ort und per Video-Clip diese Botschaften vermitteln.

Schlauchtuch am Hals

Besondere Zeiten brauchen besondere Ausstattung

In Niedersachsen bleibt das Bedecken von Mund und Nase in Geschäften und dem ÖPNV weiter Pflicht. Wir haben einen kreativen Begleiter für euch: Ab sofort können Maske mit der Wendlandsonne bei uns bestellt werden. - mehr erfahren

Protest gegen eingeschränkte Öffentlichkeitsbeteiligung

Die BI hat sich der wachsende Kritik am geplanten "Planungssicherstellungsgesetz" angeschlossen. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise will die Bundesregierung damit die Behörden geradezu gesetzlich ermutigen, Erörterungstermine in eine völlig wirkungslose Online-Konsultation umzuwandeln oder – je nach Gesetz - ganz entfallen zu lassen. Betroffen sind fast alle zentralen Bereiche des Umweltrechts. zur Erklärung von derzeit 34 Initiativen

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NBG: Grunwald statt Beckstein

"Armin Grunwald wird nun unter Beweis stellen müssen, dass bei der Endlagersuche Transparenz von der Pike auf groß geschrieben wird", kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke dessen Wahl an in die Doppelspitze des Nationalen Begleitgremiums. zur Presseerklärung

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Eingeschränkte Öffnungszeiten

Wegen der Corona-Pandemie haben wir das BI-Büro zwar wieder geöffnet, allerdings nur Montag - Freitag zwischen 10.00 - 16.00 Uhr.

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Bayern will Endlager im eigenen Land verhindern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verfolgt weiterhin die Linie, ein Atommüllendlager in Bayern zu verhindern: Granit soll als eines der drei Wirtsgesteine wegfallen. „Das ist nichts als dreister Länderegoismus“, kommentiert die BI diesen Vorstoß. zur Presseerklärung

40 Jahre 1004

Wanderung zu 1004

Anlässlich des 40. Jahrestages der Republik Freies Wendland haben wir statt einer Protestkundgebung eine an die Corona-Zeiten angepasst Wanderung vorbereitet. Diese führt zum "ganz persönlichen Stempelerfolg" - mehr erfahren

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PRESSEMITTEILUNGEN

Der Gorleben-Tag lebt: Videobotschaften und Spray-Aktion in Gorleben

29. Mai 2020

Großes Kino gibt es seit Jahren am Freitag vor Pfingsten an den Atomanlagen in Gorleben. Eingebettet in die Kulturelle Landpartie, die jedes Jahr Zehntausende Besucher*innen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten ins Wendland lockt, wird seit jeher am „wunden Punkt“, an den Atomanlagen in Gorleben demonstriert und gefeiert – wurde, denn Pandemie-bedingt entfallen in diesem Jahr alle…

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Der Gorleben-Tag lebt!

27. Mai 2020

Tausende haben sich in den vergangenen Jahren jeweils am Freitag vor Pfingsten an den Atomanlagen versammelt, für den schnellen Atomausstieg und das Ende des Endlagerprojekts in Gorleben demonstriert, sich über alternative Formen der Energiegewinnung, Mobilität und des Zusammenlebens informiert – und sie haben gefeiert: Der „Gorleben-Tag“ im Rahmen der Kulturellen Landpartie war stets ein KLP-Höhepunkt,…

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Castor muss warten

20. Mai 2020

Der erste Castortransport mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield wurde zu Beginn der Corona-Pandemie gestoppt. Innenminister Horst Seehofer befand, dass diese „Großveranstaltung“ angesichts der zu erwartenden Proteste und Tausender Bundespolizist*innen, die den Transport in das Zwischenlager am Atomkraftstandort Biblis hätten „sichern“ sollen, nicht zu verantworten gewesen wäre. Am 12. März hieß es…

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TERMINE & AKTIONEN

Seit Mi. 06.05.2020
ab 18 Uhr und weiterhin abrufbar
EIN WENDLAND
https://www.facebook.com/einwendland/?ref=br_tf&epa=SEARCH_BOX
"Tanz den SuperGAU" - Lesung Wolfgang Ehmke
Eine Groteske
Do. 21.05.2020 - Mo 01.06.2020
ABGESAGT
WendlandKulturelle Landpartie im Wendland -
www.kulturelle-landpartie.de
Fr. 29.05.2020
ABGESAGT heißt nicht, dass wir aufgeben
Atomanlagen GorlebenGorlebentag im Rahmen der KLP
So. 31.05.2020
14 Uhr
Gorlebener Tann
Atomanlagen
Gorlebener Gebet

GORLEBEN RUNDSCHAU

Plötzlich ist nichts mehr, wie es war.

Der Staat erlässt Kontaktverbot und aus Einsicht, Solidarität und Menschenliebe gehen wir in die soziale Isolation oder gar in häusliche Quaratäne. Wenn unser Verhältnis zur Natur zur sozialen Frage des 21. Jahrhunderts geworden war, ist nun das Verhältnis dieser Natur zu uns zu unserer Überlebensfrage geworden. Vor dem Hintergrund existenzieller Bedrohung werden mit einem Mal aber auch gesellschaftliche Veränderungen möglich, die wir uns vor kurzem noch garnicht hatten vorstellen können. Vielleicht sollten wir uns diese Möglichkeiten auch dann noch in Erinnerung rufen, wenn wir das Schlimmste überstanden haben werden, und gut abwägen, ob wir gemeinsam nicht auch anderen Krisen vernünftig, wissenschaftsbasiert und solidarisch begegnen könnten.

Und so zwangsläufig, unvermeidlich und erforderlich die Eingriffe in unser tägliches Leben auch der zeit sind, scheinen wir trotzdem aufgerufen, gemeinsam darüber zu wachen, dass die Einschränkungen nachvollziehbar, maßvoll und verhältnismäßig bleiben und in ihrem Windschatten nicht der eine oder andere „Beifang“ mit durchgeschleift wird. Wie immer in der Demokratie sind transparente „checks and balances“ gefordert. Aber auch die kritiklose Begeisterung an grenzenloser Digitalisierung kann ich schon allein wegen ihres sprunghaft gestiegenen Ressourcen- und Energieverbrauches nicht teilen. Und dem Lädensterben gilt es ebenfalls dringend etwas entgegen zu setzen, dem Niedergang von Kultureinrichtungen und Clubs oder gar der Schließung sozialer Einrichtungen.

Wenn wir nicht wollen, dass am Ende nur der eine große Onlinehandel und ein paar Desinfektionsmittelspekulanten zum Krisengewinner werden, dann macht es vielleicht Sinn, seine Kleidung, Bücher, Gebrauchsgegenstände auch mal telefonisch oder online beim Traditionsladen zu bestellen, seinem Kulturladen mal eine Spende zukommen zu lassen oder jetzt soziale Einrichtungen zu unterstützen, die täglich für den inneren Zusammenhalt unserer Gesellschaft arbeiten.

Wenn Sie beispielweise dieses Jahr auch nicht ins Wendland zur Kulturellen Landpartie kommen können, so können Sie doch zum Solidaritätspreis exklusiv einen der bereits gedruckten Reisebegleiter erstehen, in dem Sie wehmütig nachschlagen können, was Sie sich hätten anschauen können...

Und vielleicht können wir die unverhofft gewonnene Zeit auch nutzen, um gemeinsam darüber nachzudenken, was es bräuchte, damit Mitgefühl, Solidarität und Vernunft in unserer Gesellschaft auch ohne virösen Ausnahmezustand dauerhaft möglich sind.

Martin Donat, Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg