dannenberg

Hiroshima – Auch 80 Jahre danach: brandaktuell!

Am 6. und 9. August 1945 wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki Ziel von Atombombenabwürfen. Am Mittwoch, 6. August lud das Antimilitaristische Bündnis Wendland zur Kundgebung mit Gedenk-Aktion auf dem Marktplatz in Dannenberg. Über 100 Menschen kamen und setzten ein Zeichen gegen die nukleare Aufrüstung, die Atombombe und Atomkraft.

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Ein Ausschnitt aus „Castor – der Film“ über eine Feuerwehr Katastrophenschutzübung in den 90er Jahren. Diese Thematik hat mit Blick auf die geplante Verlängerung der Zwischenlagergenehmigung in Gorleben an Aktualität nicht verloren. (mehr …)

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„Die Nuklearfalle – Putins Deals mit dem Westen“

Arte zeigte am 16. Juli eine Dokumentation in fünf Kapiteln, die es in sich hat. Es geht um Rolle des russischen Staatskonzerns Rosatom im weltweiten nuklearen Netzwerk und die Abhängigkeit vor allem Frankreichs von den Uranlieferungen Russlands, nachdem der Niger als Billiglieferant weggebrochen ist. Es geht auch um die Versorgung von Atomkraftwerken in osteuropäischen EU-Ländern mit spezifischen Brennelementen, die allein Rosatom anfertigt.

Ein wichtiger Baustein dabei ist die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen, wo auf deutschem Boden die französische Framatome ein Joint-venture mit Rosatom betreibt. Der Film erklärt, warum Uranlieferungen von allen Sanktionen als Antwort auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ausgenommen sind, und treibt es auf die Spitze: ausgerechnet die Ukraine setzt mit dem AKW Chmelnizki auf die Lieferung von Brennelementen russischer Bauart… Krieg hin, Krieg her. (mehr …)

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Stellungnahme zum Nationalen Entsorgungsprogramm

Im Entwurf des Nationalen Entsorgungsprogramms werden die ungelösten Fragen und vorhandenen Probleme im Umgang mit den radioaktiven Abfällen weitgehend ausgeblendet. Lecke Atommüllfässer kommen ebenso wenig vor wie Brennelemente-Zwischenlager ohne Genehmigung. Es wird keine Abwägung verschiedener Konzepte und Alternativen beim Umgang mit den radioaktiven Abfällen durchgeführt. Gemeinsam mit .ausgestrahlt haben wir eine Stellungnahme veröffentlicht, die hier unterzeichnet werden kann.

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BI-Ratschlag: Viele offene Fragen

Der hochaktive Atommüll wird vermutlich noch viele Jahre im Gorlebener Zwischenlager stehen, Schätzungen gehen von weiteren 80 bis 100 Jahren aus. Erste Behälter-Zulassungen laufen schon in diesem Jahr aus, und 2036 endet die Aufbewahrgenehmigung für die Zwischenlagerhalle. 2026 plant die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) eine Genehmigung zur Verlängerung der Lagerungszeit zu beantragen. Das wirft viele Fragen auf, die am 26. Februar auf einem „Ratschlag“ der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in Platenlaase von den anwesenden Akivist:innen diskutiert wurden. hier mehr dazu lesen

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Unterstützung für Bure!

Bure ist das französische Gorleben: Seit 1994 laufen dort die Arbeiten an einem riesigen Atommüll-Lager mit dem Namen CIGEO. Die Kosten für Bure explodieren!

https://www.n-tv.de/panorama/Franzoesisches-Atom-Endlager-in-Lothringen-wird-immer-teurer-article25762494.html

Nun soll das „Widerstandshaus“ in Luméville-en-Ornois enteignent werden. Bure braucht unseren Support! – weitere Infos hier.

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„Transmutation“ verspricht kürze Lagerzeiten

„Transmutation“ von radioaktiven Abfälle würde den Aufbau einer umfangreichen kerntechnischen Industrie notwendig machen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hält nichts von einer solchen Versuchsanlage, ob in Gorleben oder anderswo: „Man muss den Menschen dann auch offen sagen, dass die Transmutation der Wiedereinstieg in die Atomkraft wäre.“ – zur Presseerklärung

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„Ein spätes Eingeständnis, aber immerhin“, kommentiert Wolfgang Ehmke eine Passage im Merkelbuch „Freiheit“, in der sie über den ersten Castor nach Gorleben und ihren Besuch in Lüchow schreibt – mehr lesen im Blogbeitrag

Luftaufnahme des Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

Neue Studie: Zwischenlager sind nicht sicher!

Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in der Bundesrepublik sind nicht ausreichend gegen Angriffe geschützt. Anwohner:innen in der Umgebung der Castor-Hallen sind in einem solchen Fall erheblichen Gesundheitsgefahren ausgesetzt. Das belegt eine von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt vorgestellte Studie von Dipl.-Phys. Oda Becker und Prof. Dr. Jutta Weber. Im Fokus der Studie standen die Zwischenlager in Brokdorf und das Zwischenlager in Ahaus, das baugleich mit der Halle in Gorleben ist: mehr hier

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PRESSEMITTEILUNGEN

Atomkraft, Endlagersuche und verlängerte Zwischenlagerung auf der KLP

11. Mai 2026

Der Start für das größte selbstorganisierte Kulturfestival Norddeutschlands steht vor der Tür. Die Kulturelle Landpartie (KLP) hat bekanntlich ihre Wurzeln im Gorleben-Widerstand. Von Himmelfahrt bis Pfingsten, vom 14.-25.5.2026, ist die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg dabei, erstmalig auf dem Hof Wiese in Gedelitz und natürlich vor Ort an den Atomanlagen in Gorleben.

Debatte um die Windkraft in der Region

22. April 2026

Das geplante Ausmaß des Ausbaus im Wendland stand am Montagabend im Dannenberger Ostbahnhof zur Diskussion. Eine technische Panne sorgte dafür, dass Dieter Schaarschmidt von der Energiegenossenschaft Wendland-Wind seinen Beitrag nicht präsentieren konnte. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hat jetzt alle Vortragsfolien für Interessierte auf ihrer Homepage veröffentlicht. „Wir sind uns sicher, dass die Kontroverse andauernd wird“,…

40 Jahre Tschornobyl und Atomdebatte mobilisiert Atomkraftgegner:innen

20. April 2026

Rund 60 Menschen folgten am Sonntag der Einladung zum 861. Sonntagsspaziergang in Gorleben. 40 Jahre Tschornobyl, der Hype um die Atomkraft und das Ausbremsen der Regenerativen durch Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) – dieses Bündel aus Rückbesinnung und die aktuellen Debatten waren der Treibsatz für den großen Zulauf.

TERMINE & AKTIONEN

Do. 14.05.2026
12 Uhr
Gedelitz,
Wunderpunkt
Gasthaus Wiese
„War der Atomausstieg falsch? Castortransporte von früher bis heute“ -Vortrag von Gottfried Müller
Do. 14.05.2026
13 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
Belugadreieck
„Das Wunder von Gorleben“ - Lesung mit anschließendem Rundgang an den Atomanlagen mit Wolfgang Ehmke (BI)
Do. 14.05.2026
16 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
Belugadreieck
„Die Atomanlagen Gorleben“ - Vortrag und Infos mit Elisabeth Hafner-Reckers und Elke Schrage (BI)
Fr. 15.05.2026
11 Uhr
Gedelitz,
Wunderpunkt
Gasthaus Wiese
BI Stand
Informative Radtour mit der BI zu den Atomanlagen Gorleben incl. 1004 und Salzhalde - ca. 3 Std. - 16 km

GORLEBEN RUNDSCHAU

Manche Fehler sollte man nur einmal machen. Die Tochter des CDU-Politikers Ernst Albrecht , der uns 1977 den Schlamassel mit Gorleben beschert hat, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, eben noch eine glühende Verfechterin des „Europäischen Green Deals“, weinte in den Iden des März der Atomkraft Krokodilstränen hinterher. Der deutsche Atomausstieg sei angeblich ein „strategischer Fehler“ gewesen. Pünktlich zum 15. Jahrestag der unbewältigten Nuklearkatastrophe von Fukushima nannte sie diese Hochrisiko-Technologie „zuverlässig, bezahlbar und emissionsarm“. Sie sprang damit dem französischen Premier Macron bei, der nach einem Atomenergie-Gipfel in Frankreich die Renaissance der ständig abgeschalteten französischen Pannenreaktoren verkündete. Private Investitionen in angeblich so nachhaltige Atomtechnologien will die EU zukünftig aus dem Emissionshandel absichern.

Kleine modulare Reaktoren, einst als Antrieb für Atom-U-Boote entworfen und bis heute nicht serienreif entwickelt, seien angeblich sicherer und könnten bei Stromlücken der Erneuerbaren hoch- und runtergefahren werden. Tatsächlich aber würden Tausende oder gar Zehntausende Reaktoren benötigt, womit sich nicht nur das Risiko von Unfällen vervielfachen würde, sondern auch das Risiko der Proliferation, also der Entwendung von radioaktivem Material, von potenziellen Zielen im Kriegsfalle ganz zu schweigen.

Bis eine derartige Zukunftstechnologie einen nennenswerten Beitrag zur Stromsicherheit liefern könnte, sollten wir ohnehin längst bessere Speichertechnologien entwickelt haben, weil wir sonst das Rennen um eine nachhaltige, klimagerechte Zukunft lange verloren hätten. Für diese Forschung und Entwicklung fehlte aber jeder Cent, der in die rückwärtsgewandte Technologie Atomkraft vergeudet würde. Die Menge des zu lagernden Atommülls würde sich allerdings je nach Konzept verdrei- bis verzwanzigfachen.

Was meinte Frau von der Leyen also mit „Strategie“? Shinzo Abe, der japanische Premier nach der Nuklearkatastrophe, sagte 2013 anlässlich des Hiroshima-Gedenkens, Japan brauche Atomkraft aus „geopolitischen Gründen“. Seine Nachfolgerin, die Premierministerin Takaichi, möchte nun nach ihrem Erdrutschsieg mit Zwei-Drittel-Mehrheit und ihrem rechts-nationalen Koalitionspartner die japanische Nachkriegs-Verfassung ändern und zuvorderst den Pazifismus-Artikel abschaffen. Ihre ultranationalistische Interessengruppe Nippon Kaigi tritt derweil offen für Geschichtsrevisionismus ein und möchte die Verbrechen des japanischen Militärs im zweiten Weltkrieg in eine „Befreiung Ostasiens“ umdeuten. Vor diesen Hintergründen ist es nicht ganz unbedeutend, dass die meisten Konzepte von SM-Reaktoren auf der Abspaltung von waffenfähigem Plutonium basieren.

In einer Zeit, in der Multimilliardäre der Tech-Konzerne Kriege mitentscheiden, wo künstliche Intelligenz nicht nur alle Energie verschleudert, die wir einsparen, sondern auch noch Bombardierungsziele aussucht und „Kollateralschäden“ verantwortet; wo auch westliche Demokratien drohen, in die Hände von Oligarchen und korrupten Strukturen zu fallen, sollten uns diese Überlegungen und Entwicklungen wirklich Angst machen. 76 Jahre Frieden in diesem Land haben wir einer mühsam ausgehandelten „regelbasierten Weltordnung“ zu verdanken. Die angebliche Abschreckung von Atomwaffen basiert lediglich auf der Annahme, man könne dem Gegner glaubhaft machen, eher die Sicherheit und das Leben zu riskieren, als Freiheit und Selbstbestimmung aufzugeben. Es erscheint aber wahrscheinlich, dass Islamfaschisten und andere totalitäre Regimes hier weitaus opferbereiter sein könnten als westliche Demokratien. Außerdem steigt mit weiterer nuklearer Aufrüstung die Gefahr, dass die roten Knöpfe in die Hände von korrupten Kräften fallen könnten, die womöglich nur an den Börsen auf den Ausgang dieses letzten Abenteuers der Menschheit wetten.

Martin Donat,
Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.