Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Ölförderung soll verhinder werden DSCN7081

Grundstückskauf für Ölbohrung vereitelt – Eigentümerin unter Druck gesetzt

Wie gerade bekannt wurde, ist eine Grundstückseigentümerin von der Firma, die im Wendland in der Region um Prezelle nach Öl sucht, zum Verkauf einer Grünlandfläche genötigt worden. Dabei wurde suggeriert, sie sei verpflichtet, Grund und Boden zu verkaufen, ansonsten drohe sinngemäß Enteignung. (mehr …)
Aktionstag Castor 2020

Aktionsbild gegen #castor2020

Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder Castor-Transporte aus den Plutoniumfabriken in Sellafield in England und aus La Hague in Frankreich nach Deutschland rollen. (mehr …)

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Warten auf Lies

Wir haben viele Fragen: Als der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies im September 2019 in Gorleben war, versprach er uns einen Besuch um Antworten zu geben. Der ist weiter offen. zur Presseerklärung

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Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) im Februar 1977 Gorleben als „nukleares Entsorungszentrum“ bestimmte – mit dem darunter liegenden Salzstock als möglicher Endlagerdeponie. Gorleben oder gar nichts! Das war seine Devise. Wir wollen aber alles, also nichts. (mehr …)

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Ökostrom: Acht von 1.200 Anbietern sind empfehlenswert

Kaum etwas ist so einfach wie der Wechsel zu Ökostrom, um die Energiewende zu fördern. Aber aufgepasst: Nicht jeder Ökostrom-Vertrag bietet einen wirklichen Nutzen für Umwelt und Klima! Robin Wood gibt mit dem „Ökostrom-Report“ Empfehlungen. (mehr …)

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„Mein lieber Herr Albrecht …!“

Mit diesen Worten wandte sich im März 1979 in Hannover ein junger Landwirt aus Lüchow-Dannenberg an seinen Ministerpräsidenten… Ein neues Buch des Gorleben-Archivs bringt euch auf die Spuren eines politischen Großkonflikts. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Endlagersuche – kritische Begleitung lahmgelegt

26. Februar 2020

Die Endlagersuche liegt derzeit allein in den Händen der „Macher“, der Bundesgesellschaft für Endlagerung und des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Die Rolle der Zivilgesellschaft wird klein geschrieben und der Politik fehlt entweder der Weitblick oder die Einsicht, dass ein solches Jahrtausendprojekt nicht ohne kritische Begleitung gelingen kann – möglicher Weise ist das…

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Nach 43 Jahren – Gorlebens Ende in Sicht?

25. Februar 2020

Die Standortbenennung Gorlebens liegt am 22. Februar genau 43 Jahre zurück. Erstmalig eröffnet das neue Endlagersuchverfahren die Chance, dass der Salzstock Gorleben-Rambow im 43.Jahr aussortiert wird, wenn die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im Herbst ihren Zwischenbericht vorlegt, bei dem die Mindestanforderungen, Ausschluss- und Abwägungskriterien auch auf den bisherigen Standort Gorleben angewendet werden.

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Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens

19. Februar 2020

Die Standortbenennung Gorlebens liegt am 22. Februar genau 43 Jahre zurück. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) wird an diesem Tag an den legendären Fingerzeig des damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht auf Gorleben erinnern und zum aktuellen Stand der Endlagersuche Stellung nehmen.

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TERMINE & AKTIONEN

Sa. 29.02.2020
11-17 Uhr
Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen
Atommüllkonferenz
So. 30.2.2020
13.00 Uhr
GorlebenSonntagsspaziergang um das Bergwerk
So. 30.2.2020
14.00 Uhr
Gorleben, an den KreuzenGorlebener Gebet
Mo. 02.03.2020
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Der Winter ist jetzt abgeschafft, Australien brennt und die Polkappen schmelzen. Abgestumpft durch Meldungen von Kriegen, Atom- und Chemieunfällen sowie Naturkatstrophen, müssen erst unsere Kinder uns klarmachen, dass akut nicht nur die paradiesische Artenvielfalt dieser Erde, sondern dass vielmehr auch unsere eigene Art unwiderruflich vom Aussterben bedroht sein könnte. Fernab der existenziellen Auswirkungen sehen wir uns jedoch kaum genötigt, unsere auf Gier und grenzenlosen Konsum begründete Wirtschaftsordnung grundsätzlich zu überdenken. In Davos zeigt sich, dass die mächtigsten Länder dieser Erde noch nicht einmal zum Gegensteuern bereit sind. In Europa will man zumindest den „Green Deal“, aber werden es tatsächlich Digitalisierung, Elektro-SUV und Erneuerbare sein, die uns erretten, solange unser Energiehunger weiter so ungebremst wächst? Wir werden die Antwort womöglich eher erfahren, als uns lieb ist.

Wo neue Lösungen gefragt sind, erwachen oft auch alte Dämonen wieder zum Leben. Die greise Atomindustrie, Technologie des moderigen, kalten Krieges, wittert noch einmal Morgenluft (hoffentlich zum letzten Mal). Weil es wirtschaftlich auch gar keinen Sinn mehr macht, neue Atomkraftwerke zu bauen, fragt man sich natürlich, was wohl dahinter steckt. Neben Rohstoffen, Energie und Technolgie sind es leider vornehmlich Waffen, die über globale Geopolitik entscheiden. Und Naoto Kan, der durch die Fukushima-Katastrophe atomkritisch geläuterte Ex-Premier Japans, stellte bei seinem Besuch im Hamburger Atomhafen fest: „Atomkraft? Das ist immer auch die Bombe!“ Vor diesem Hintergrund und dem des Brexit erscheint das Festhalten Frankreichs an der Nuklearenergie in einem ebenso anderen Licht, wie der Griff Polens und der Türkei nach dieser apokalyptischen Energie.

Und im Landkreis? Gibt es eine Fortsetzung der Veranstaltungreihe der BI zur Endlagersuche. Dieses Jahr wird der erste Auswahlschritt erfolgen: die sogenannten Teilgebiete werden bekannt gegeben. 40 Jahre nach 1004 und der "Republik Freies Wendland" gibt es erstmalig eine Chance, dass Gorleben ausgeschlossen wird. "Wenn alles mit rechten Dingen zugeht", so das wiederholt von Grünen und SPD-Politiker*innen gegebene Versprechen, fiele Gorleben in einem vergleichenden Verfahren heraus. Aber wann, wenn nicht jetzt? Die BI drängt darauf.

Martin Donat, Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg