Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Nach 126 Stunden erreicht der 13. Castortransport nach Gorleben sein Ziel. Der Transport im November 2011 war der bis dato längste Atommülltransport überhaupt.

Aus Zwischenlagerung wird Dauerlagerung

Die Lücke zwischen dem „Atommülllager“ und dem Ablauf der bestehenden Genehmigungen ist unser Thema, dort zeichnet sich die nächste Katastrophe ab. Wie die Öffentlichkeit über die Gefahren einer langfristigen Zwischenlagerung hinweggetäuscht wird. – mehr erfahren
Luftaufnahme des Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

Was macht eigentlich die Kartoffelscheune?

Im Zwischenlager Gorleben warten 113 Behälter mit hoch radioaktivem Müll seit Jahren und wohl noch für die nächsten Jahrzehnte auf eine Lösung, was mit ihnen geschieht. Im Interview mit der Deutschen Presseagentur nimmt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke Stellung – zum Artikel auf greenpeace-magazin.de

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Gedenkstein für Sébastien

Zum Aufstellen beim Kulturbahnhof KUBA in Hitzacker kamen am Samstag Nachmittag gut 50 Menschen. Es war bedrückend, sich die Geschehnisse um den Unfall 2004 ins Gedächtnis zu rufen. (mehr …)

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Atomkraft? Nein Danke!

Zur Diskussion um die Atomenergie als „nachhaltiges Investment“ – und damit die Förderfähigkeit mit Milliardenbeträgen zugunsten von Klimaschutz – warnt die BI: Sollte der Atomausstieg erneut in Frage gestellt werden, wären die alten Grabenkämpfe eine unmittelbare Folge. zur Presseerklärung

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Herbst 2020: Gorleben wird verglichen

Was wird aus Gorleben? Wird im ersten Zwischenbericht, der im kommenden Herbst veröffentlicht werden soll, zum Standort Gorleben Stellung genommen? „Ja, das sei der Fall“, sagt die Bundesgesellschaft für Endlagerung. Nun kommt es drauf an. – zur Presseerklärung

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Pro-Atom-Kurs in der EU

Im Schulterschluss mit AfD und FDP haben die drei niedersächsischen CDU-Abgeordneten David McAllister, Lena Dupont und Jens Gieseke im Europaparlament zugestimmt, den deutschen Atomausstieg und die Endlagersuche zu konterkarieren. zur Presseerklärung

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PRESSEMITTEILUNGEN

Atommülldialog – Minister gesucht!

19. Januar 2020

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies setzt auf einen „sozialen Dialog“ bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Müll. Das erklärte der SPD-Politiker nach seiner Informationsreise, die ihn zum französischen Endlagerstandort Bure führte. In Frankreich setzt man bekanntlich auf Ton als Endlagerformation.

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„Gorleben muss raus!“ – Volles Programm 2020

1. Januar 2020

Mit dem traditionellen Neujahrsempfang startete die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ins 43ste Protestjahr. Die Kundgebung an den Atomanlagen hat sich immer mehr zu einem Magneten entwickelt: zu einem persönlichen und politischen Austausch folgten über 100 Menschen dem Aufruf der BI.

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Polizei-Aktion gegen russischen Greenpeace-Experten

18. Dezember 2019

Uranmülltransport aus Gronau führt zu Protesten in St. Petersburg: Atomkraftgegner fordern diplomatische Note von Bundes- und Landesregierung Die für jetzt Freitag (20.12.) in St. Petersburg erwartete Ankunft des Frachtschiffes Mikhail Dudin mit 600 t abgereichertem Uranmüll aus Gronau/Westfalen hat gestern (17.12.) im Stadtzentrum von St. Petersburg zu neuen Protesten mit gelben Anti-Atom-Tonnen geführt. Danach kam…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 26.1.2020
13.00 Uhr
GorlebenSonntagsspaziergang um das Bergwerk
So. 26.1.2020
14.00 Uhr
Gorleben, an den KreuzenGorlebener Gebet
Mo. 27.1.2020
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache
Di 28.1.2020
19.00 Uhr
Dorfkrug PrezelleVortrag und Diskussion: Ölbohrung in Prezelle geplant
AG Erdgas-Erdöl-Fracking der BI

GORLEBEN RUNDSCHAU

Novemberblues? Ja! Aber wenn schon Blues, dann das Beste davon mitnehmen, und das sind die melancholischen, musikalischen Geschichten der Ungehörten, die Geschichten der Menschen, die sich mit den Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten des Lebens abmühen. Von diesem Mühen findet sich einiges in dieser Ausgabe, besonders wenn es um das Standortauswahlgesetz geht. Wolf-Rüdiger Marunde erklärt uns den Verfahrensverlauf, Wolfgang Ehmke berichtet von den Erfahrungen auf einer Veranstaltung des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit und über die Sicherheitsanforderungen, Miriam Staude bringt ihre Besorgnis über den Entwurf dazu im Interview zum Ausdruck. Zu lesen sein wird auch über die alternative Statuskonferenz in Hannover, die .ausgestrahlt angestoßen hat und an der die BI Lüchow-Dannenberg und die AG Schacht Konrad beteiligt waren.

Natürlich sind wir alle Atomkraftgegner, aber eben keine Atommüllgegner, und wir nehmen dieses Ringen und die Suche für den am wenigsten schlechten Standort für ein Atommüllendlager sehr ernst. Die Rollen bei diesem Ringen sind mal wieder klassisch verteilt: Da gibt es finanziell und personell gut ausgestattete Behörden - und auf Seiten der Bürgerinitiativen viel Ehrenamt - sprich: wenig Ehre, viel Amt - viele Wochenendtermine, viele Gespräche, viel Lesearbeit, viele Absprachen, viel Nachdenken, viel Suche nach Gutachten, die wir mit den Spendenbeiträgen finanzieren. Aber unsere Geschichte zeigt auch, dass die Rede an den „lieben Herrn Albrecht“ vor 40 Jahren bis heute eine nie vermutete gute Wirkung zeigt. Mehr dazu im Bericht auf Seite 22.
Abschiednehmen gehört auch in dieser Ausgabe wieder dazu: Wir erinnern an Lilo Wollny, an den britischen Atomkraftgegner Martin Grant Forwood, an Wolf-Dieter Narr, der sich für die Wahrung der demokratischen Grundrechte eingesetzt hat, und an Sebastien Briat, der sein Leben im November vor 15 Jahren bei einer Ankettaktion gegen den Castor mit nur 22 Jahren verloren hat.

Wie es 2020 weitergeht? Natürlich mit dem Standortauswahlgesetz, mit Aktionen und Informationen. Los geht’s schon am 1. Januar 2020 um 14 Uhr an der Beluga zum Neujahrsempfang der BI. Denn entgegen allen Unkenrufen: Die Mitarbeit in der BI ist nicht der Vorhof zur Hölle, sondern das Tor zu einem dem Leben zugewandten Einsatz für ein gutes Leben für uns alle.

Elisabeth Hafner-Reckers, 2. Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg