Alte Kämpfe?

Unser offener Brief an den
Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
Herrn Olaf Lies im Wortlaut
Für Rückfragen: Ludwig Wasmus, Tel.: 05341 / 63123

Sehr geehrter Herr Lies,
der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ entnehmen wir Ihren Appell angesichts des gerade stattfindenden CASTOR-Transportes „doch einmal nachzudenken, ob es nicht sinnvoller wäre auf mögliche Gegendemonstrationen zu verzichten - gerade weil wir eine pandemisch brenzlige Situation haben.“ (mehr …)

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Lies soll seine Hausaufgaben machen!

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) fordert den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies auf, "seine Hausaufgaben zu machen", statt die Atomkraftgegner*innen, die sich mit guten Argumenten gegen den Atommülltourismus zur Wehr setzen, zu diskreditieren - zur aktuellen PM

BI Büro Lüchow Rosenstraße

BI Büro für den Publikumsverkehr geschlossen!

Liebe Freundinnen und Freunde, zur Eindämmung der CORONA Epidemie ist unser Büro vom 02.11.2020 – 30.11.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen.

Wir sind per Mail weiterhin erreichbar => buero@bi-luechow-dannenberg.de

Bestellungen über unsere Webseite sind weiterhin möglich. Den Anrufbeantworter hören wir nur unregelmäßig ab.

Bleibt gesund!

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#Castor2020 gestartet!

Gegen alle Kritik am Sicherheitskonzept und entgegen jeden Protests wegen der dramatisch hohen Corona-Zahlen ist am 27.10. der erste Castortransport seit 9 Jahren mit Ziel Deutschland gestartet. Er hat am 2.11. Nordenham erreicht, wird dort umgeladen und dann per Eisenbahn nach Biblis gefahren. - Aktuelle Infos: castor-stoppen.de/ticker

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Gericht untersagt Brennelement-Export nach Belgien

Das ist sensationell, vielleicht sogar der Türöffner für die Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen, die wie die Urananreicherungsanlage in Gronau vom Atomausstieg ausgenommen ist.... Im Rechtsstreit um die Ausfuhrgenehmigung von Brennelementen aus Lingen ins belgische Doel hat der Aachener Kläger einen wichtigen Etappensieg errungen. (mehr …)

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#castor2020: Anfrage an Ministerien

Anfang November soll ein Castor quer durch Deutschland rollen. Kann eine Gesundheitsgefährdung durch radioaktive Strahlung für die Menschen entlang der Strecke des Atommülltransports ausgeschlossen werden? Das fragt das Bündnis Castor stoppen die betroffenen Ministerien. - mehr: castor-stoppen.de

DANKE!

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Brote schmieren, Suppe kochen, Türen öffnen, Musik machen, Bürodienst schieben, auf der Straße und der Schiene frösteln, Kompostklos aufstellen, nach der Demo Müll aufsammeln.... Viele haben selbstlos, bescheiden und voller Überzeugung zu dem historischen Erfolg beigetragen. Der Salzstock Gorleben ist nun raus aus der Endlagersuche.

Unsere Demo in Gorleben war schon großartig, aber ein gemeinsames Freudenfest holen wir nach, sobald es wieder geht.

Gorleben ist überall!

Anfragen aus anderen Regionen beantworten, sich auf die nächsten Schritte vorbereiten, denn das Wendland ist bei der Endlagersuche immer noch ein mögliches „Teilgebiet“, sich gegen den Castor aus Sellafield querstellen... Unsere Solidarität ist weiter gefragt.

Dadurch, dass der Salzstock Gorleben aufgrund seiner geologischen Mängel nicht einmal die erste Runde des neuen Endlagersuchverfahrens passiert hat, ist Gorleben rechtssicher aus dem Verfahren ausgeschieden. Die BGE hat angekündigt, dass der Salzstock "endgültig verschlossen" wird.

Gorleben ist raus. Reaktionen aus der BI am Montag, 28.9.2020

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PRESSEMITTEILUNGEN

BI startet Online-Informationen zur Endlagersuche

25. November 2020

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bietet am 1. Dezember um 18 Uhr eine Online-Sprechstunde zur Endlagersuche an. 90 Teilgebiete in Deutschland werden als „günstig“ für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle angesehen. Der Salzstock Gorleben-Rambow ist bekanntlich nicht mehr im Rennen, aber mit den Tonvorkommen sind weite Gebiete des Landkreises Lüchow-Dannenberg weiter im Suchverfahren: Von Prezelle über…

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Kerstin Rudek ist „Schönauer Stromrebellin 2020“

20. November 2020

Zum 17. Mal wird der Preis des/der „Schönauer Stromrebellen“ verliehen. Die Auszeichnung geht in diesem Jahr an Kerstin Rudek. Gewürdigt wird ihr jahrzehntelanger Kampf gegen das Endlager in Gorleben und ihr Engagement im internationalen Aktionsbündnis „Don´t nuke the Climate“. Dieses Aktionsbündnis ist bestrebt, den Atomlobbyisten entgegen zu treten, die für eine Renaissance der Atomkraft werben,…

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Auf der Lauer liegt die Mauer…

12. November 2020

Erst 17 Jahre nach 9/11, dem Terrorangriff auf die Twin Towers in New York im September 2001, wurden Sicherungsmaßnahmen für das Zwischenlager Gorleben genehmigt. Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ist allein dieser Zeitverzug skandalös, schließlich geht es um die Sicherung der Atommülldeponie mit ihren 113 Castor-Behältern gegen Störmaßnamen und „sonstige Einwirkungen Dritter“, im Fachjargon…

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TERMINE & AKTIONEN

Mo. 30.11.2020
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache
Di. 01.12.2020
18-19 Uhr
Lüchow-Dannenberg
Zoom
Infos für alle Interessierten zur Endlagersuche
Teilgebiet Landkreis
Anmeldung buero@bi-luechow-dannenberg.de
Do. 03.12.2020
9.30 - 17 Uhr
Lüneburg Leuphana Universität
online Konferenz
Anmeldung: standorttagung@leuphana.de
"Schritte auf dem Weg zum Endlager"
mit Lia Jahrens, BI-Vorstand
So. 06.12.2020
13 Uhr
Gorleben- Atomanlagen, Beluga-SchiffSonntagsspaziergang

GORLEBEN RUNDSCHAU

Anmerkung: Durch die Entscheidung vom 28.9., Gorleben aus dem Endlagersuchverfahren zu nehmen, ist dieser Text überholt. Lest ihn trotzdem:

Stellen Sie sich mal vor, diesen Herbst würde Gorleben aus wissenschaftlichen Gründen endlich aus dem Reigen der potenziellen Endlagerstandorte ausscheiden. Sie finden, das wäre Wunschdenken oder Traumtänzerei? Aber bekannt ist, dass der Salzstock auf einer überregionalen Tiefenstörung liegt, über kein durchgängiges Deckgebirge verfügt, dafür aber über einen Einbruchsee, mit dem sich das Oberflächenwasser schon einen Zugang zum Salzspiegel geschaffen hat; Frostrisse und potenzielle Wassergängigkeiten reichen ohne Zweifel bis an den angeblich homogenen Salzkörper, und Kohlenwasserstoffe sind schon lange vor den Endlagererkundungen nachgewiesen worden. Eigentlich müsste es al-so genau so kommen. Eigentlich …

Tatsächlich aber können wir leider nicht verlässlich ausschließen, dass die bestuntersuchte und umstrittenste geologische Formation unserer Erde aus politischen Gründen über die erste Hürde der Standortsuche mit-geschleift wird. Denn Bund und Länder haben der neuen Endlagersuche nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass ihr nukleares Alibi nicht aus dem Verfahren genommen wird und im Umkehrschluss die Kriterien so unscharf gestellt, dass auch ein derart verbrannter Standort wieder als erkundungswürdiges Teilgebiet genannt werden könnte. Die Fachkonferenz Teilgebiete, auf der am 18. und 19. Oktober dieser Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung vorgestellt werden soll, erfüllt allerdings auch schon ohne das Thema Gorleben nicht im Geringsten die Anforderungen an Beteiligung, wie sie die Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert erwarten kann. In Corona-Zeiten verkommt die „hybride“ (halb digitale) Auftaktveranstaltung vollends zum Participainment. Eigentlich dürfte man dort gar nicht mitmachen, um einem unfairen Verfahren nicht auch noch den Anschein von Legitimation zu verleihen. Eigentlich...

Tatsächlich aber dürfen wir auch den vielen neuen Standorten, die dort erscheinen werden, unsere begründete Verfahrenskritik nicht vorenthalten. Auch wenn Stellungnahmen der Teilgebietskonferenzen im ungehemmt fortrollenden Verfahren von den Behörden nur „berücksichtigt“ werden sollen, würde es kaum wirkungslos bleiben, wenn es gelänge, gemeinsame Forderungen und Protest zu formulieren und sich eben nicht gegeneinander ausspielen zu lassen. Im Hinblick auf die epochale Tragweite der Entscheidungen halten wir schon den Versuch dazu für unausweichlich.

Für ebenso unausweichlich halten wir es aber auch, unsere eigene Bewertung des Zwischenberichtes vorzunehmen und unseren unverminderten Protest wieder an den Ort des Geschehens zu tragen (unter Einhaltung von aktuellen Hygieneauflagen, versteht sich!). Sehen wir uns also am 4. Oktober an den Atomanlagen?

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg