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Pfingstfreitag • 3. Juni 2022 • ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben.

Infos & Programm: https://kulturelle-widerstandspartie.de/

Lüchow Transport

Atommülltransport irrt durch die Lüchower Innenstadt

Letzte Woche Mittwochnachmittag: ein Konvoi mit drei Fahrzeugen fährt durch die Lüchower Innenstadt - mit den bekannten blauen Containern auf kurzem Auflieger und Warntafeln. Aufmerksame Anwohner:innen melden sich besorgt bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und liefern auch Fotos. (mehr …)

Nein_zuKrieg+Aufruestung

Nein zu Krieg und Aufrüstung!

Ab sofort bekommt ihr bei uns Aufkleber, Schilder und auf Nachfrage eine gute Bezugsquelle für Banner mit der deutlichen Botschaft "Nein zu Krieg und Aufrüstung!". (mehr …)

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Sensationeller Freispruch für Lebenslaute-Aktivist:innen!

Am Montag den 14.3. fand in Mönchengladbach ein erstes Verfahren gegen drei Lebenslaute-Aktivist:innen wegen Hausfriedensbruch statt, die zusammen mit weiteren fünfzig Musikern und Musikerinnen in den Kohle-Tagebau Garzweiler eingestiegen waren und dort musiziert hatten. Nach Abführen unter "Polizeischutz" und Aufnahme der Personalien folgten dann Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs auf Veranlassung der RWE. (mehr …)

Klimastreik_2021_Lüchow-11

Schluss mit der Geisterdebatte!

Die von Politiker:innen zuletzt wiederholt ins Spiel gebrachte Laufzeitverlängerung der drei verbliebenen Atomkraftwerke über das Jahr 2022 hinaus ist für die Energiekonzerne offensichtlich abgehakt. Zumindest für den Energiekonzern Eon, der das AKW Neckarwestheim betreibt. Die Bundesregierung habe nach einer vernünftigen Diskussion beschlossen, dass sie darauf nicht zurückkommen wolle, sagte Eon-Vorstandschef Leonhard Birnbaum am Mittwoch (16.03.) in Essen. "Damit ist die Sache für uns erledigt." (mehr …)

fahne atomkraft nein danke

Scharfe Kritik an Pinkwarts AKW-Träumereien

Bürgerinitiativen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) haben gemeinsam die jüngsten Überlegungen des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministers Andreas Pinkwart hinsichtlich längerer AKW-Laufzeiten scharf  kritisiert. Pinkwart hatte am Dienstag (15.3.2022) verkündet, dass er eine Laufzeitverlängerung der drei noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke in Baden-Württemberg (AKW Neckarwestheim 2), Bayern (AKW Isar 2) und Niedersachsen (AKW Lingen 2)  bis 2029 für möglich hält. (mehr …)

Mahnwache (14.02.22)

Liebe japanische Freunde und Freundinnen,

vielen Dank für Eure Grüsse anlässlich des 11.Jahrestages der furchtbaren Katastrophe bei Euch und der natürlich noch immer vorhandenen gesundheitlichen und seelischen Folgeschäden. Wir haben den Mut und die Kraft bewundert, dass auch Ihr nicht aufgebt, sondern die Lügen aufdeckt und das Vertuschen immer schwerer macht. Den jungen Leuten, die aufgestanden sind und eine gerichtliche Klärung anstreben, wünschen wir viel Erfolg und viele Nachahmer und Nachahmerinnen. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Mauer ums Zwischenlager Gorleben nur Stückwerk

25. Mai 2022

Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hat das Vergabeverfahren für die Bauarbeiten zur Nachrüstung des Zwischenlagers gestartet. Elf Jahre lang hat die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) darauf gedrungen, dass die Lagerhalle, in der 113 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen stehen, nachgerüstet wird.

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20 Jahre Planfeststellungsbeschluss: Sternfahrt und Umzingelung von Schacht KONRAD Demonstration für die Aufgabe des alten Atommüllprojektes

22. Mai 2022

Um 11.30 Uhr ist heute in Braunschweig die Sternfahrt zu dem alten Eisenerzbergwerk Schacht KONRAD gestartet. Von verschiedenen Orten in der Region machen sich Menschen zu Fuß, per Fahrrad oder Auto auf, um gegen die Lagerung von Atommüll in Schacht KONRAD zu demonstrieren. Um 14.00 Uhr findet eine Kundgebung mit Umzingelung der Schachtanlage statt.

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Protest gegen den Schacht KONRAD

17. Mai 2022

Vor einem Jahr wurde beim niedersächsischen Umweltministerium in Hannover von Naturschutzverbänden der Antrag eingereicht, den Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung eines Atommüllendlagers im ehemaligen Erzbergwerk Schacht KONRAD bei Salzgitter zu widerrufen. Mit einer Fahrrad-Sternfahrt und der Umzingelung von Schacht Konrad soll am kommenden Sonntag (22. Mai) ab 14 Uhr gegen den Bau des Atommüllendlagers protestiert werden, um…

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TERMINE & AKTIONEN

Do. 26.05 2022
15.30 Uhr
Gorleben, Atomanlagen/
Salinasgelände
„Der Kastor kommt!“ Kurze Lesung (Roman) mit anschließendem Rundgang an den Atomanlagen in Gorleben mit Wolfgang Ehmke, BI Pressesprecher
Fr. 27.05 2022
13.00 Uhr und 15.30 Uhr
Gorleben, Atomanlagen/
Salinasgeände
„Die Atomanlagen Gorleben“ Wissenswertes über die Atomanlagen in Gorleben. Welche Anlagen gibt es und welchen Zweck erfüllen diese? Dauer ca. 90 Minuten mit viel Raum für Fragen mit Torben Klages aus dem BI-Büro.
Fr. 27.05.22
15.00 Uhr
Wunderpunkt Breese an der Marsch 12
„Leben hinterm Verladekran“
Symbole, Rituale oder Atompriesterschaft. Wie wir die Nachwelt über unseren Atommüll informieren könnten.
Es muss nicht nur ein Endlager her. Die Kommunikation mit Nachfahren oder Lebewesen in 10 000 Jahren ist eine ebenso große Herausforderung. Lesung und Diskussion mit Wolfgang Ehmke,
Sa 28.05. 2022
13.00 Uhr
Gorleben, Belugaschiff/
Salinasgelände
Nach dem Atomausstieg – wie geht es weiter mit der Endlagersuche? Was wird mit den Zwischenlagern? Vortrag und Informationen zum Standortauswahlverfahren von Wolfgang Ehmke, BI - Pressesprecher

GORLEBEN RUNDSCHAU

Mit dem Werk Wolfgang Borcherts versuchte meine Mutter schon sehr früh, mir das Kriegstrauma meines Vaters nahe zu bringen und damit auch ihr eigenes, das eingebrannte Trauma einer ganzen Trümmergeneration. „Sag Nein!“ wurde zum Credo in dem klaren Bewusstsein, dem Volk der Täter zu entstammen, das über die unfassbare Shoa und den Porajmos, über Euthanasie und Rassenwahn hinaus auch millionenfachen Tod in seinen verbrecherischen Angriffskriegen über die Völker der Welt gebracht und die Städte Europas in Schutt und Asche gelegt hatte.

Es zerreißt das Herz, mitten im 21. Jahrhundert Millionen Alte, Frauen und Kinder auf der Flucht erleben und die Logik ertragen zu müssen, nach welcher Männer zurück an die Front geschickt werden. Es zerreißt die Seele, ein Menschenleben nach der Apokalypse des zweiten Weltkrieges wieder Städte inmitten Europas in Trümmer fallen zu sehen. Und es zerreißt mein Hirn, dass nach 77 Jahren wieder Waffen in genau jene Region gesandt werden, in der mein jugendlicher Vater erstmals in das Grauen des nationalsozialistischen Krieges gezwungen wurde. Eine Mahnung auf ewige Zeiten, hatten wir gedacht. Aber ich gestehe, dass ich einen verbrecherischen, totalitären Aggressor von anderswo nicht in letzter Konsequenz mitgedacht hatte. In den Tiefen meiner Erinnerung erklingt Churchills Rede „Blood, Sweat, Tears“.

Natürlich war es richtig gewesen, nach dem Ende des kalten Krieges die Annäherung an Russland im fairen Handel zu suchen. Aber ebenso ist es nun angesichts der brutalen Fakten geboten, die in diesen Jahren entstandene Abhängigkeit sofort zu beenden. Unerträglich dabei unser Kriegs-Merkantilismus, auch nur einen Tag weiter die Waffen der anderen Seite zu finanzieren, während wir sie der einen liefern. Selbstverständlich müssen jetzt die schweren Versäumnisse der Ära-Merkel aufgeholt und unverzüglich der Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben werden. Aber das wirkliche Potenzial, welches sich darüber hinaus auch noch schnell realisieren ließe, liegt ohne Zweifel in der Energieeinsparung. Sollte es uns gelingen, den russischen Anteil an unserem Energieverbrauch von ungefähr einem Drittel sofort einzusparen, hätten wir nicht nur den Menschen in der Ukraine geholfen, sondern uns auch schlagartig unseren Klimazielen angenähert und damit auch zukünftigen Versorgungskriegen vorgebeugt. Dass derart große Einsparungen gar nicht so unrealistisch sind, zeigt beispielsweise die Anpassung der allgemeinen Fahrweise an die gegenwärtigen Benzinpreise, die zwar von Spekulationen der Erdölkonzerne bestimmt sind, aber noch weit von ihrem wirklichen Klimapreis entfernt liegen. Dass Atomkraft keinen Beitrag mehr zur Energielücke leisten kann, belegt nicht nur eine aktuelle Prüfung des Wirtschaftsministeriums. Atomare Anlagen erweisen sich darüber hinaus fast täglich als unmittelbare nukleare Bedrohung des Krieges in Europa.

„Verdunkeln für den Frieden“! Senken wir also unseren Energieverbrauch in allen Sektoren. Wir bleiben auch dann noch eines der reichsten Länder der Erde und weit von dem entfernt, was uns blühen könnte, wenn wir diesen Krieg weiter nähren oder unsere Klimaziele verfehlen.

Martin Donat,
Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg