Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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Ziel verfehlt: Neustart der Endlagersuche wird zu „Rohrkrepierer“

„Umfassende Transparenz“ soll die Grundlage für die Standortsuche nach einem Atommülllager sein. Doch weil es an gesetzlichen Grundlagen zur Offenlegung der Geodaten mangelt, arbeiten die verantwortlichen Behörden offenbar an einem „Plan B“. zur Presseerklärung
Symbolbild Atommüll

„Nachtrag“ zu Sicherheitsanforderungen

Das Bundesumweltministerium hat einen „Nachschlag“ zu unserer Stellungnahme zu den Sicherheitsanforderungen für ein künftiges Endlager bekommen. Besonders das neue Wissen um die Uranmüllexport nach Russland wurde ergänzt. zum Beitrag

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Kritik an Freigabe von Atommüll bei AKW-Abriss

Im Rahmen der Atommüllkonferenz wurde ein offener Brief an die Konferenz der Umweltminister*innen (UMK) verfasst, die zwischen dem 13. und 15. November in Hamburg tagte. 91 Initiativen, Verbände, Vereine und Gruppen stehen hinter dem Brief, darunter die BI. (mehr …)

Alternative Statuskonferenz 9.11.2019

Alternative Statuskonferenz

Am Samstag ( 9. November) fand in Hannover die alternative Statuskonferenz zur Atommülllagersuche statt. Eingeladen hatten .ausgestrahlt, die AG Schacht Konrad und die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenber. (mehr …)

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Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) im Februar 1977 Gorleben als „nukleares Entsorungszentrum“ bestimmte – mit dem darunter liegenden Salzstock als möglicher Endlagerdeponie. Gorleben oder gar nichts! Das war seine Devise. Wir wollen aber alles, also nichts. (mehr …)

7.11.19, Dannenberg: Gedenken an Sebastien; Foto: publiXviewing

Erinnerung an Sébastien

Am 7.11. jährte sich zum 15. Mal der Tod des damals 22-jährigen Aktivisten und Freundes Sébastien. Zu diesem Anlass kamen 200 Menschen zusammen, hielten inne, gedachten seiner und erinnerten sich an den Castor-Widerstand. – zum Aktionsaufruf

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PRESSEMITTEILUNGEN

Gorleben Rundschau zum Nikolaustag

5. Dezember 2019

Pünktlich zum Nikolaustag liegt die neue Gorleben Rundschau in den Briefkästen. Ein bisschen adventlich ist neue Gorleben Rundschau tatsächlich ausgefallen. Sie enthält nämlich einen „Zeitstrahl“, der die Schritte bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle beleuchtet.

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Pro-Atom-Ab-Stimmung bei CDU, FDP und AfD

3. Dezember 2019

38 von 96 EU-Parlamentariern aus Deutschland haben im Europaparlament dafür gestimmt, Atomkraft als „nachhaltigen Energieträger“ zu deklarieren und damit den Weg frei zu machen für entsprechende Förder- und Forschungsmittel der europäischen Atomgemeinschaft EURATOM. Der ansonsten starke Beschluss zur Klimakonferenz wurde durch einen von Konservativen, Rechten und Liberalen getragenen Antrag so verändert, dass auch die überhaupt…

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Politischer Kaffeeklatsch

3. Dezember 2019

Mit Fridays for Future hat die Bewegung für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit mächtig Fahrt aufgenommen. Doch wohin geht die Fahrt? Die Atomlobby wittert ihre Chance und möchte die Atomkraft als „grüne Energie“ auch für die Zukunft anpreisen. Dabei ist die Frage, wohin mit dem Atommüll noch völlig ungeklärt. Und: welche Rolle spielt Gorleben künftig bei der…

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TERMINE & AKTIONEN

Do. 05.12.2019
14 Uhr
Höhbeck
Schwedenschanze
Was wird aus Gorleben?
Treffen der Castorgruppe Gartow-Höhbeck
So., 08.12.2019, 13.00 UhrGorlebenSonntagsspaziergang um das Bergwerk
So., 08.12.2019, 14.00 UhrGorleben, an den KreuzenSeit 1989 wird an jedem Sonntag um 14 Uhr im Wald nahe dem sogenannten Erkundungsbergwerk eine Andacht gehalten.
Mo. 09.12.19
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Warten, warten, warten! Manchmal erinnert mich die derzeitige Diskussion um Gorleben ein wenig an das Theaterstück „Warten auf Godot“. Da sitzen Wladimir und Estragon in ihren Mülltonnen und warten auf Godot, der aber niemals kommt.

Wir warten auf das Godot-daten-, pardon: Geodatendatenüberlassungsgesetz. Welche Bedeutung das im Endlager-Suchprozess hat, beschreibt Autor Dieter Schaarschmidt in diesem Heft.

Gar nicht zu warten brauchten wir dagegen auf neue Aufregung mit dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Die Ausstellung im Historischen Museum in Hannover zum Gorleben-Treck vor vierzig Jahren wurde unverhofft zur Kulisse einer BfE-Veranstaltung, mit der die Behörde das neue Endlagersuchgesetz vorgestellt hat. Warum uns diese Vermischung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) mit dem Treck nach Hannover aufregt, beschreibt Martin Donat in seinem langen und sehr persönlich gehaltenen Artikel. Warten können wir aber jetzt schon wieder auf die nächste Kulturelle Landpartie, und deshalb gibt es in diesem Heft viele Fotos von der diesjährigen KLP – als Erinnerungshilfe und um das Warten auf die nächste KLP zu verkürzen.

Wir warten, vielleicht im Gegensatz zum Rest Deutschlands, auch auf die Benennung der Teilgebiete; denn wenn das Politikerwort unseres Ministerpräsidenten Weil und des damaligen Umweltministers Stefan Wenzel noch gilt, dann fliegt Gorleben nach der Benennung der Teilgebiete Ende 2020 aus dem Verfahren. Denn das vom StandAG versprochene faire und transparente Verfahren kann tatsächlich nur zum Ausschluss von Gorleben führen, das haben uns die beiden Herren schon 2016 in Gedelitz so zugesagt. Das Video dazu gibt es noch auf unserer Internetseite.

Also warten wir gespannt weiter und nutzen natürlich diese Wartezeit, um uns kreativ und argumentativ wie gewohnt munter und unverdrossen in die kompakten Diskussionen rund um das Gesetz einzubringen. Eine kreative Wartezeit wünsche ich!

Elisabeth Hafner-Reckers, 2. Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg