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Endlagersuche: Öffentlichkeit ab sofort ohne Mandat

Aus! Nach der letzten Sitzung der Fachkonferenz Teilgebiete ist eine wirkungsvolle Beteiligung der Öffentlichkeit bei der weiteren Endlagersuche ausgeschlossen. Das hat vor allem das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung zu verantworten. Die Frage, wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) es bewerkstelligen wird, von über 50 Prozent der Landesfläche im nächsten Verfahrensschritt den Suchfokus auf nur noch wenige Standortregionen zu richten, ist offen. zur Presseerklärung

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Gegen Pestizide in der Landwirtschaft: BI unterzeichnet Offenen Brief

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis fordern wir in einem Offenen Brief an die Wahlkandidat*innen der demokratischen Fraktionen zur Bundestagswahl den Ausstieg aus der Anwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden. (mehr …)

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Gorleben & Endlagersuche: Erklärfilm ohne Erklärung

Wenn das BaSE in ihrem Youtube-Erklärfilm zum Ausscheiden von Gorleben aus der Endlagersuche erklärt hätte, warum der Standort nicht mehr berücksichtigt wird, dann könnte die Öffentlichkeit diesen Schritt auch besser nachvollziehen. Schließlich waren es lange bekannte, geologische Mängel. - zur Presseerklärung

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Konrad_gameover: Bundesweite Solidarität

Im Mai wurde von den Umweltverbänden Nabu und BUND in Hannover der Antrag auf Widerruf des Planfeststellungsbescheids für die Einlagerung schwach- und mittelaktiver Abfälle im Schacht Konrad eingereicht. Bis zum 31. August läuft die bundesweite Unterschriftenkampagne konrad_gameover und am 4. September werden im Rahmen einer Kundgebung in Hannover die Unterschriften dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies überreicht. (mehr …)

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e-Ventschau 2021

Am Sonnabend, den 11. September findet ein besonderes Highlight der derzeit möglichen Open-Air-Veranstaltungen im Lüneburger Kurpark statt. Ab 17.00 ist Einlass und ab 18.00 heißt es dort: „e-Ventschau comes to town“! (mehr …)

So geht das nicht!

Einen Tag vor der dritten Beratungskonferenz (!) legt das BaSE - hier: die Vizepräsidentin Prof. Dr. Nanz - ein überarbeitetes Konzept vor, dass keine Antwort auf die Forderungen der Fachkonferenz enthält, eine formelle Beteiligung im nächsten Verfahrensschritt zu garantieren. Kooperation (good governance) setzt die Selbstorganisation der Zivilgesellschaft voraus. Das fehlt völlig in ihrem Konzept, Rechtssicherheit im Verfahren ist vor allem mit Blick auf künftig Betroffene hier vorbildlich zu regeln. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Schluss mit dem Geldversenken! Schluss mit dem Schacht KONRAD!

19. September 2021

Fehler der Atommüllpolitik führen zu horrenden Geldausgaben. Davor warnen die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und die Bürgerinitiative Umweltschutz in einer gemeinsamen Stellungnahme.

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Endgültig Schluss

17. September 2021

Das Erkundungsbergwerk in Gorleben wird endgültig stillgelegt, das unterstrich Jochen Flasbarth, Umweltstaatssekretär, heute früh auf einer Pressekonferenz in Gorleben. Es soll auch keine Nachnutzung des Bergwerks geben, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wurde angewiesen, die rechtlichen Voraussetzungen für den Rückbau „zur grünen Wiese“ zu schaffen.

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Der Ausbau der K 8 ist vorläufig gestoppt

11. September 2021

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hat gegenüber dem Verwaltungsgericht Lüneburg signalisiert, die ab Montag den 13. September geplanten Baumaßnahmen an der K 8 zwischen Bellahn und Sallahn zu stoppen und vorerst auch keine Rodungsmaßnahmen durchzuführen.

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TERMINE & AKTIONEN

Sa. 18.09.2021
10 -15 Uhr
Atommüllkonferenz Online-Veranstaltung
Anmeldung bis 15.09. unter anmeldung@atommuellkonferenz.de
Themen: KONRAD, Freimessen, Atom„ausstieg“, das Positionspapier zu schwach- und mittelradioaktiven Abfällen sowie die „End“lagersuche
So. 19.9.2021
13.00 Uhr
Gorleben, BelugaSonntagsspaziergang
So. 19.9.2021
14.00 Uhr
GorlebenGorlebener Gebet
Mo. 20.9.2021
18.00 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Das Kreuz mit Kohle und Atom“ betitelt Greenpeace Energy seine Aufklärung für den diesjährigen „Kreuzweg für die Schöpfung“ von Gorleben nach Lützerath in den Braunkohletagebau Garzweiler. Allein erneuerbare Energien sind eine sichere Bank für eine nachhaltige Zukunft. „Gorleben soll leben“ findet mit dieser Mahnung seine konsequente Fortsetzung in den Initiativen „Alle Dörfer bleiben“ und „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ gegen den brutalen Braunkohleabbau der Energiekonzerne. Und hier wie dort kämpfen Menschen eben nicht nur um den Fortbestand ihrer kleinen Welt, sondern um nichts weniger als den Fortbestand der Schöpfung selbst.

Ich gestehe: als ich das erste Mal das gelbe X in der Blockade von Kohlezügen sah, erschrak ich, denn noch hatten wir das Nuklearzeitalter und seine strahlenden Hinterlassenschaften nicht hinter uns gelassen. Aber angesichts abschmelzender Polkappen, dramatischer Wetterkapriolen und tiefgreifender Veränderungen unserer gesamten Umwelt begriff ich, dass Kohle und Atom derselben Hybris entsprungen sind: der gnadenlosen industriellen Verwertung unserer Umwelt zugunsten kurzfristiger Energiegewinnung und schneller Profite. „Es geht doch nur um Strom!“ rief bei meinem Besuch in Japan ein kleines Mädchen angesichts der Zerstörung seiner Welt und seiner Zukunft in der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Klimagerechtigkeit vom März dieses Jahres ist klar: Der grundgesetzliche Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit schließt den Schutz vor Beeinträchtigungen durch Umweltbelastungen ein, gleich von wem und durch welche Umstände sie drohen. Dem Staat obliege es aber darüber hinaus, auch die Freiheit künftiger Generationen zu schützen, indem er unverzüglich geeignete Vorkehrungen zur verlässlichen Reduzierung von Treibhausgasen und zum Übergang in die Klimaneutralität ergreift.

Wer nun aber annimmt, mit dem schnellen Umstieg auf Sonne, Wind und Biomasse alleine wäre es schon getan, sei hier gewarnt. So viele Windräder, dass wir alle grenzenlos mit dem Elektro-SUV durch die Landschaft brausen könnten, verträgt dieselbe womöglich gar nicht. Denn neben der Bedrohung durch die menschengemachte Klimaerwärmung haben wir es auch mit einem rasanten Artensterben zu tun, so dass die Wissenschaft bereits von Anzeichen eines anthropogenen Zeitalters des „sechsten Massensterbens“ auf unserem Planeten spricht. Konsequente Energieeinsparung und Steigerung der Effizienz sind jetzt gefragt. Es geht um einen sanften Umgang mit der Schöpfung und eine Abkehr von der Gewalttätigkeit, mit der wir die Ressourcen unseres Heimatplaneten verschleudern, als ob es kein Morgen gäbe.Das wird nur möglich sein, wenn wir Innovationen zulassen, klug regional angepasste Konzepte verfolgen und uns vom Größenwahn der Industrialisierung von Landschaft abwenden. Denn noch haben wir Handlungsoptionen und noch sind große Teile einer lebendigen Welt vorhanden, die wir eines Tages schmerzlich vermissen könnten.

Und bei allen derartigen Entscheidungen muss die Zivilgesellschaft sorgfältiger mitgenommen werden, denn Rechnungen ohne den Wirt können wir uns jetzt nicht mehr leisten. Nicht beim Klima und nicht beim Atommüll.

An unsere Gäste: Genießen Sie die Artenvielfalt einer überwältigend vielgestaltigen Landschaft und gehen Sie bitte achtsam damit um.

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg