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Akute Räumungsgefahr in Lützerath!

Mit Baggern und schweren Räumfahrzeugen will der Energiekonzern RWE in diesem Herbst und Winter das Dorf Lützerath am angrenzenden Braunkohletagebau Garzweiler II zerstören. Aktivist:innen rufen zu Protesten auf. Die BI Umweltschutz ist solidarisch mit den Aktionen gegen weiteren Kohleabbau und für Klimaschutz. (mehr …)

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Alternativer Nobelpreis für Vladimir Slivyak

Unser Freund und langjähriger Mitstreiter für eine Welt ohne Atomenergie, der russische Aktivist Vladimir Slivyak, erhält den Alternativen Nobelpreis. Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung! (mehr …)

Wenige Tage nach Bekanntwerden des Umstands, dass der Salzstock im Wendland nicht weiter auf die Eignung als Atommülllager erkundet werden soll, feiern Atomkraftgegner das Aus für Gorleben nach 43 Jahren des Widerstands.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

28. September

Heute vor einem Jahr ist der Standort Gorleben aus der Endlagersuche ausgeschlossen worden. Heute ist klar: das Schacht wird verfüllt! Im Wendland stehen aber 113 Atommüll-Behälter mit hochradioaktivem Inhalt, unsicher, ohne Ziel & Perspektive. Das Wendland ist mit vier Tongebieten weiter bei der Endlagersuche dabei. Wir haben Geschichte geschrieben, aber wie die Geschichte ausgeht, müssen wir mit angehen.

dontnuke

Don’t nuke the climate!

Zu schmutzig - zu gefährlich - zu teuer - zu langsam! Atomkraft kann das Klima nicht retten. In Vorbereitung auf die nächste UN-Klimakonferenz (COP26) im kommenden November, die im schottischen Glasgow stattfinden soll, bereitet die Kampagne "Don't nuke the climate" ein Anti-Atom-Statement vor. Daran beteiligt sich auch die BI. weitere Infos hier: dont-nuke-the-climate.org

lützer

Post aus Lützerath – „die nächsten Wochen werden ereignisreich“

Die Verbindung zwischen dem Protest gegen den weiteren Kohletagebau im Rheinland und dem Wendland ist in diesem Sommer durch den Kreuzweg von Gorleben nach Garzweiler sichtbar gewachsen. Dieses Kreuz, das hier am 4. Juli beim Gorlebener Gebet von den Aktivist:innen aus Lützerath auf die Schultern genommen wurde und dann durch die Republik getragen wurde, dass steht jetzt am Rande des Dorfes Lützerath und wenige Meter von dem Kreuz entfernt beginnt die Abbruchkante. (mehr …)

Klimastreik_2021_Lüchow-4

Klimastreik am 24.9.

Anlässlich des bundesweiten Klimastreiks wurde auch in Lüchow protestiert: 600 Menschen nahmen an einer Demo rund um die Innenstadt teil! Ein Rückblick mit Fotos: (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Anti-Atom-Initiativen stehen fassungslos vor dem Koalitionsvertrag, den SPD, Grüne und die FDP ausgehandelt haben.

29. November 2021

Unter dem Stichwort „Atom“ bekräftigt die Koalition zwar ihr Nein zur Nutzung der Atomenergie (*), aber im Ergebnis werden in Deutschland auch über 2022 hinaus Atomanlagen aktiv betrieben, die Risikoreaktoren mit Uranbrennstoff versorgen und neuen Atommüll produzieren. Damit umgeht die Ampel-Koalition den vereinbarten Atomausstieg.

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4.12., 15.30 Uhr: Endlagersuche – ein Resümee (online!)

25. November 2021

Unter dem Titel „Wie verlief die Fachkonferenz Teilgebiete? Wie steht es um die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Endlagersuche?“, möchte die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ein Resümee ziehen. Geplant war das als Präsenzveranstaltung in einem Gasthof. Die geladenen Gäste – Bettina Gäbel und Svenja Fassbinder – müssten dafür aus Bayern anreisen: Mit Blick auf die Pandemie,…

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Sicherung von Zwischenlagern – Disput um die Wandstärken

24. November 2021

Die Genehmigung für das Transportbehälterlager in Gorleben, in dem 113 Castorbehälter lagern, läuft im Jahr 2034 aus, für die baugleiche Halle in Ahaus ist 2036 Schluss. Das heißt, man muss in die „Verlängerung“ gehen. Auf Nachfrage der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) erklärte ein Sprecher der Betreiberfirma BGZ, „an all unseren Standorten sollen die hochradioaktiven Abfälle…

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TERMINE & AKTIONEN

Do. 2.12.2021
19 Uhr
(Korrektur!)
NDR 1 Niedersachsen
Hörfunk
Extrasendung
"10 Jahre Castor"
FR. 3.12.2021
17 Uhr
ABGESAGT!
Schacht Konrad
Salzgitter-Bleckenstedt
Nach einer Kundgebung vor dem Zaun geht es mit einem Fackelzug zum Sportplatz in Bleckenstedt. Dort gibt es wie üblich einen Jahresausklang mit Verpflegung und Getränken.
Bringt Schlösser mit!
Sa. 4.12.2021
15.30-17.30 Uhr
nur online!!!
Anmeldung buero@bi-luechow-dannenberg.de
Endlagersuche - aus Fehlern lernen!

Wie verlief die Fachkonferenz Teilgebiete? Wie steht es um die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Endlagersuche? Wir ziehen ein Resümee.

Unsere Gäste sind Bettina Gäbel und Svenja Fassbinder, die als gewählte Bürger:innen in der Vorbereitungsgruppe der Fachkonferenz tiefe Einblicke gewinnen konnten
So. 5.12.2021
13 Uhr
Gorleben, AtomanlagenSonntagsspaziergang

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Das Kreuz mit Kohle und Atom“ betitelt Greenpeace Energy seine Aufklärung für den diesjährigen „Kreuzweg für die Schöpfung“ von Gorleben nach Lützerath in den Braunkohletagebau Garzweiler. Allein erneuerbare Energien sind eine sichere Bank für eine nachhaltige Zukunft. „Gorleben soll leben“ findet mit dieser Mahnung seine konsequente Fortsetzung in den Initiativen „Alle Dörfer bleiben“ und „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ gegen den brutalen Braunkohleabbau der Energiekonzerne. Und hier wie dort kämpfen Menschen eben nicht nur um den Fortbestand ihrer kleinen Welt, sondern um nichts weniger als den Fortbestand der Schöpfung selbst.

Ich gestehe: als ich das erste Mal das gelbe X in der Blockade von Kohlezügen sah, erschrak ich, denn noch hatten wir das Nuklearzeitalter und seine strahlenden Hinterlassenschaften nicht hinter uns gelassen. Aber angesichts abschmelzender Polkappen, dramatischer Wetterkapriolen und tiefgreifender Veränderungen unserer gesamten Umwelt begriff ich, dass Kohle und Atom derselben Hybris entsprungen sind: der gnadenlosen industriellen Verwertung unserer Umwelt zugunsten kurzfristiger Energiegewinnung und schneller Profite. „Es geht doch nur um Strom!“ rief bei meinem Besuch in Japan ein kleines Mädchen angesichts der Zerstörung seiner Welt und seiner Zukunft in der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Klimagerechtigkeit vom März dieses Jahres ist klar: Der grundgesetzliche Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit schließt den Schutz vor Beeinträchtigungen durch Umweltbelastungen ein, gleich von wem und durch welche Umstände sie drohen. Dem Staat obliege es aber darüber hinaus, auch die Freiheit künftiger Generationen zu schützen, indem er unverzüglich geeignete Vorkehrungen zur verlässlichen Reduzierung von Treibhausgasen und zum Übergang in die Klimaneutralität ergreift.

Wer nun aber annimmt, mit dem schnellen Umstieg auf Sonne, Wind und Biomasse alleine wäre es schon getan, sei hier gewarnt. So viele Windräder, dass wir alle grenzenlos mit dem Elektro-SUV durch die Landschaft brausen könnten, verträgt dieselbe womöglich gar nicht. Denn neben der Bedrohung durch die menschengemachte Klimaerwärmung haben wir es auch mit einem rasanten Artensterben zu tun, so dass die Wissenschaft bereits von Anzeichen eines anthropogenen Zeitalters des „sechsten Massensterbens“ auf unserem Planeten spricht. Konsequente Energieeinsparung und Steigerung der Effizienz sind jetzt gefragt. Es geht um einen sanften Umgang mit der Schöpfung und eine Abkehr von der Gewalttätigkeit, mit der wir die Ressourcen unseres Heimatplaneten verschleudern, als ob es kein Morgen gäbe.Das wird nur möglich sein, wenn wir Innovationen zulassen, klug regional angepasste Konzepte verfolgen und uns vom Größenwahn der Industrialisierung von Landschaft abwenden. Denn noch haben wir Handlungsoptionen und noch sind große Teile einer lebendigen Welt vorhanden, die wir eines Tages schmerzlich vermissen könnten.

Und bei allen derartigen Entscheidungen muss die Zivilgesellschaft sorgfältiger mitgenommen werden, denn Rechnungen ohne den Wirt können wir uns jetzt nicht mehr leisten. Nicht beim Klima und nicht beim Atommüll.

An unsere Gäste: Genießen Sie die Artenvielfalt einer überwältigend vielgestaltigen Landschaft und gehen Sie bitte achtsam damit um.

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg