Atommüllentsorgung: Stiftung oder öffentlich-rechtlicher Fonds?

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gibt vorerst Entwarnung. Die vier großen Stromkonzerne seien gut aufgestellt, die Kosten für die nukleare Entsorgung zu meistern. Wirtschaftsprüfer von Warth & Klein Grant Thornton hatten die Bilanzen der Konzerne durchforstet, in ihren Bilanzen wurden bisher 38,32 Mrd. Euro für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Endlagerung ausgewiesen.

Die Rechenmodelle und Zinsversprechungen werden von vielen Seiten in Frage gestellt. Die Kosten für eine jahrzehntelange Zwischenlagerung und die sich hinziehende Endlagerung sind aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) unkalkulierbar.

“Die eigentliche Auseinandersetzung um die Finanzierung der Atommüllentsorgung steht aber noch bevor. Wenn Gabriel die Konzerne den Stresstest bestehen lässt, sollte er unverzüglich die Finanzierung der Atommüllentsorgung regeln”, fordert die BI.

Die Konzerne würden sich am liebsten im Rahmen eines Stiftungsmodells mit einer Einmalzahlung aus ihrer Verantwortung stehlen statt in einen öffentlich-rechtlichen Fonds einzuzahlen.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Da muss ein Riegel vorgeschoben werden, denn in der Konsequenz bezahlt dann der Steuerzahler die Zeche für die durchsichtige Konzernpolitik, die da lautet, Profite aus der Nutzung der Atomkraft stecken wir uns ein, die Kosten für die Atommüllentsorgung bürden wir der Gesellschaft auf.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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