PRESSEMITTEILUNG

"Von wegen Offenheit" – BI Umweltschutz widerspricht Altmaier

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) lässt nicht locker: „Eine faire und offene Suche nach einer Atommülldeponie setzt die Aufgabe Gorlebens voraus, der Standort ist politisch verbrannt“. In Gorleben sei 35 Jahre lang getrickst und gelogen worden. „Die geologischen Schwachstellen werden bis heute offiziell geleugnet, denn die Angst, an anderen Orten könnte der Protest wie in Gorleben entflammen, beherrschte bisher das Verhalten der politisch Verantwortlichen“, sagte BI-Sprecher Lennart Müller.
Die Gorleben-Gegner widersprechen damit Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), der im Nordwestradio, einem Programm von Radio Bremen und dem NDR, erklärte, Gorleben als Standort wolle er nicht ausschließen, die Suche müssen ergebnisoffen geführt werden.

„Das ist ein Trick“, so Wolfgang Ehmke (BI), „um durch die Hintertür Gorleben genehmigungsreif zu machen.“

Ehmke erinnerte an den weitgehenden Ausbau Gorlebens als „nukleares Entsorgungszentrum“, wie es von Anfang an geplant war.
An die Verhandlungsführer aus Bund und Ländern in Berlin richten die Gorleben-Gegner vor allem den Appell, eine umfassende gesellschaftliche Debatte zum Umgang mit dem Atommüll zuführen und erst dann ein Gesetz zu beschließen. Dieses könne in der zweiten Jahreshälfte verabschiedet werden, sagte Altmaier dem Nordwestradio.

Lennart Müller
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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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