Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Undichte Erdölpumpen: ExxonMobil in der Kritik

Die AG No-Fracking der BI ist alarmiert: Allein in Niedersachsen stehen mehr als 1.800 Ölpumpen und einige von ihnen sind offenbar undicht.

Öl und Lagerstättenwasser tritt offenbar aus undichten sogenannten „Pferdekopfpumpen“ aus. ExxonMobil sagt, es handele sich dabei um nur 3 % Öl und 97 % Wasser. Das Wasser ist allerdings hoch salinares Lagerstättenwasser aus der Erdölformation mit Anteilen von Benzol, Schwermetallen, radioaktiven Stoffen.

Bei diesen Undichtigkeiten ist es sehr wahrscheinlich, dass auch das sogenannte Erdölbegleitgas incl. gifiger Stoffe entweicht, vermutet die AG No-Fracking. Es ist aber offenbar „der Normalzustand“, denn an vielen Stellen in Erdölgebieten in Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern kann man die Gase riechen.

Laut des zuständigen Landesamtes muss ExxonMobil nun an betroffenen Pumpen Bodenproben nehmen.

Kontakt

Pressesprecher
Wolfgang Ehmke
Tel. 0170 510 56 06

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg 

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG