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Neuigkeiten aus Lützerath

Liebe Leute,

es gibt wieder Neuigkeiten aus Lützerath. Das OVG Münster hat ein Urteil gegen Eckhard Heukamp den letzten Bauern in Lützerath und damit gegen den Ort Lützerath gefällt. Das Ganze wurde unter Berufung auf das Bergrecht verhandelt und eine Berufung auf das Bergrecht kennen wir aus der Auseinandersetzung um Gorleben nur zu gut. Eckhard Heukamp hat nun nach diesem Urteil zwar an die RWE verkauft, er bleibt noch bis September auf dem Hof und er hat kürzlich eine Wiese an den Kerpener Steuerberater Kurt Claßen verkauft, und somit ist RWE immer noch nicht am Ziel.

Claßen will nicht an die RWE AG verkaufen. Er kennt sich gut aus mit juristischen Auseinandersetzungen mit dem Konzern, denn seine Wiese am Hambacher Wald wurde schon von den Kohleaktivisten als Protestcamp genutzt und Kurt Claßen scheut die juristischen Auseinandersetzungen mit RWE nicht, weil er den Tagebau verhindern will. Kurt Claußen hat die Wiese gekauft und will sie nicht an RWE verkaufen, was nun natürlich wieder weitere juristische Schritte nach sich ziehen wird. Kurt Claußen setzt hier Zeichen gegen die weitere Zerstörung durch den Tagebau, das hat er schon am Hambacher Forst mit einer Wiese so gehandhabt.

In NRW wird im Mai gewählt, eine neue Regierung kann natürlich die Abbaggerung stoppen und endlich Lützerath und die anderen Dörfer retten. Der Weg der anderen Energiegewinnung, gerade auf den zerstörten Flächen durch den Tagebau, ist längst vorbereitet. Green Planet Energy ( ehemals Greenpeace Energy) hat hier schon lange entsprechende Pläne vorgelegt und das Dorf Keyenberg, das ebenfalls abgebaggert werden soll, versorgt sich schon heute rein rechnerisch selbst mit genügend Energie durch die Solaranlagen von Green Planet Energy auf den Dächern!

Diese andere Form der Energiegewinnung als der Braunkohleabbau ist aktiver Klimaschutz, sie ist Friedenspolitik. Es braucht hier den politischen Willen, der anderen Energiegewinnung mehr zu vertauen als Kohle, Gas und Atom. Wir haben die Möglichkeiten der Energieeinsparung noch lange nicht ausgeschöpft.

Der Einsatz für die Dörfer geht weiter, am 23. April wird wieder in Lützerath demonstriert und wir bleiben alle – nicht nur durch das gelbe X als Widerstandssymbol – miteinander verbunden.

Wir veröffentlichen hier noch den Link von Plus Minus hier wird eindrücklich erklärt, wie die momentanen Stromkosten , die uns alle belasten nun wirklich zu Stande kommen.

Elisabeth Hafner-Reckers,
stellvertetende BI-Vorsitzende

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Elisabeth Hafner-Reckers

Elisabeth ist stellvertretende Vorsitzende der BI.