„Durchbruch in der Kernfusion“

Im Dezember wurde allgemein ein „Durchbruch in der Kernfusion“ gefeiert, verbunden mit den für die Nukleartechnik üblichen Heilsversprechen von sicherer, sauberer und billiger Energie. Das ist nun leider gar nicht so. Der indische Physiker M.V. Ramana, der mit Mycle Schneider für den World Nuclear Industry Status Report zusammenarbeitet, hat in einem wahrhaft aufklärerischen Artikel darauf hingewiesen, dass mit solchen Experimenten die Zündung von Wasserstoff-Bomben simuliert wird.

Die Kampagne, die im Dezember um die Welt ging, war ein beispielloses Grünwaschen von Waffenforschung. Livermore ist nämlich das Institut, das für Edward Teller, den sogenannten „Vater der Wasserstoff-Bombe“ eingerichtet wurde.

Politik und Medien haben aus einem wissenschaftlichen Ereignis, das in der Tat beachtlich ist, im Hand¬umdrehen ein energie¬wirtschaftliches Ereignis gemacht.

Detlef zum Winkel ist der Frage nachgegangen und entzaubert den „Durchbruch“.

 

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Detlef Zum Winkel

Detlef zum Winkel, ursprünglich Physiker. Lebt in Frankfurt am Main und schreibt vornehmlich für die Berliner Wochenzeitung Jungle World. Betreut dort u.a. die Themen Atomenergie und Proliferation.

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