Finanzierung der Endlagerung: Her mit der Kohle!

In aller Öffentlichkeit strukturieren die Energiekonzerne ihre Geschäftsbereiche neu, um sich aus der finanziellen Verantwortung für die Hinterlassenschaften der Atomenergie zu ziehen. Der RWE-Chef Peter Terium erklärte gar, das Geld für den Abriss der Atomkraftwerke und die Lagerung des Atommülls müsse noch erwirtschaftet werden. E.on hat bereits die Weichen gestellt, die Sparte Gas, Kohle und Atom auszusortieren.

„Die Bundesregierung hat die verdammte Pflicht, die Rückstellungsmilliarden dieser Konzerne in einen öffentlich-rechtlichen Fonds zu überführen, her mit der Kohle“, fordert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

In den Bilanzen sind bisher 36 Milliarden Euro ausgewiesen, die die Konzerne aber reinvestiert haben.

„Das Geld wird nicht einmal für die Atommüllentsorgung reichen. Klar ist aber auch, je weiter die Endlagerung von Atommüll in die Ferne rückt, desto dringender wird die Einrichtung eines Fonds“, unterstreicht BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Das Heft des Handelns sieht die BI beim Chef des Wirtschaftsministeriums, Sigmar Gabriel (SPD), in dessen Haus eine Expertise erstellt wurde, die die Befürchtungen der Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen erhärtete, dass die Konzernpolitik darauf hinausläuft, die Kosten für die Abwicklung des Atomprogramms auf die Steuerzahler abzuwälzen.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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