Durchbruch im Castor-Streit?

Auf vier Länder – beginnend ab 2017 – will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die 26 Castorbehälter mit dem mittel- und hochradioaktiven Müll aus der Wiederaufarbeitung in La Hague und Sellafield verteilen. Neben den Ländern Hessen (Biblis), Baden-Württemberg (Philippsburg), Schleswig-Holstein (Brokdorf) ist dem Vernehmen nach mit dem Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar nun auch Bayern dabei. Zwei Jahre hat es bis zu dieser Regelung gedauert, ein schlechtes Omen für die Bereitschaft der Bundesländer, auch die Suche nach einem Endlager zuzulassen, wertet die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) das Resultat.

„Unsere Beharrlichkeit lohnt. Die Drohung Bayerns, sogar die Energiewende wegen einiger Castoren kippen zu lassen, ist mehr als peinlich. Doch es geht in erster Linie nicht um den Verzicht auf die Castor-Transporte, es geht um die Frage, warum der ungeeignete Salzstock Gorleben als Endlager im Rennen bleibt, wir werden uns an den Protesten an anderen Orten beteiligen, denn die Atommüllprobleme werden nur verschoben, örtlich und zeitlich“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die Zusage der Konzerne, ihre Klage zurück zu ziehen, mit der der Weg ins Zwischenlager Gorleben frei gemacht werden sollte, reicht der BI ebenfalls nicht.

Ehmke: „Die Energiekonzerne müssen alle Klagen gegen den Atomausstieg zurück ziehen.“

Ein Ende der Castor-Transporte nach Gorleben sei übrigens das noch lange nicht, warnt die BI, würde Gorleben Endlagerstandort. Auch die Pilot-Konditionierungsanlage mit ihrer heißen Zelle könne für die Reparatur defekter Behälter angefahren werden, weil das Land Niedersachsen sich bisher weigert, die Betriebserlaubnis für die „veraltete Anlage“ zu kassieren.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 – 510 56 06

6.10. – Hambacher Forst

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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