Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
2. Januar 2019
Alles Neue bleibt beim Alten
Seit Jahresbeginn werden alle atomaren Zwischenlager vom „Volk“ betrieben. Zuvor waren die Lager in Ahaus und Gorleben von der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlager (BGZ) übernommen worden, jetzt kommen die kraftwerksnahen Lager hinzu.
Die „notleidenden“ Stromkonzerne konnten sich für 24 Milliarden Euro aus der Verantwortung für den Verbleib des Atommülls freikaufen. Doch diese Summe reicht niemals aus, wenn es um die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls geht, der Staat wird Geld zuschießen müssen, also das „Volk“, wird die Zeche für den Deal bezahlen müssen.
Einfluss auf die Sicherheit und Sicherung der Lagerstätten hat das „Volk“ nur durch Expertise und Protest. Einen umfassenden Forderungskatalog hatten Bürgerinitiativen vor kurzen vorgelegt (siehe hier: atommuellkonferenz.de).
Bisher werden 1.254 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen oberirdisch aufbewahrt, bis zum Atomausstieg im Jahr 2022 erhöht sich die Zahl auf rund 1.900 – und damit erhöhen sich auch die Probleme, betont die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke unterstreicht deshalb die Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg: „Das minimiert die großen Probleme.“Aber es müsse mit Blick auf die Castorbehälter Forschung geben. Unklar sei, wie der Zustand beispielsweise der Brennstäbe im Behälterinneren sei. Unzulänglich sei auch die Sicherung gegen Einwirkungen von außen, also gegen mögliche Anschläge.
Ehmke: „Die staatlichen Einrichtungen betonen, alles sei im grünen Bereich, und verweisen auf neue Genehmigungsverfahren, die in Gorleben und Ahaus irgendwann notwendig werden, weil die Lagergenehmigungen in den 30er Jahren auslaufen. Es bleibt also alles beim Alten. Wir aber sind sicher, dass die erste Generation der Zwischenlager wie in Ahaus und Gorleben mit ihren dünnen Wänden schon heute nicht mehr genehmigungsfähig wären.“Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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