Was passiert in Gorleben? BI fordert BfS auf, die Öffentlichkeit besser zu informieren

Immerhin noch 30 Millionen Euro veranschlagt das Bundesumweltministerium für den Offenhaltungsbetrieb im ehemaligen Erkundungsbergwerk Gorleben. Das geht aus dem Haushaltsentwurf der Bundesregierung hervor. Ursprünglich wurden für den Ausbau der unterirdischen Atommülldeponie insgesamt 7,7 Mrd. Euro eingeplant.

Unter dem Deckmantel der “Erkundung” wurde das Bergwerk Gorleben ausgebaut, ein atomrechtliches Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung und Klagerechten hatte es nie gegeben. Bisher summieren sich die Kosten für den trickreichen Ausbau des Bergwerks im Salzstock Gorleben seit der Standortfestlegung 1977 bis Ende 2014 auf 1.753 Mrd. Euro. Wie sich diese Kosten weiter entwickeln, ist derzeit offen. Ende September 2016 läuft der Hauptbetriebsplan für das Projekt aus.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) kritisiert, dass die Öffentlichkeit über den Stand der untertägigen Arbeiten nicht ausreichend unterrichtet wird.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Wurde der Erkundungsbereich I bereits geräumt und was wird aus den übertägigen Bauwerken, wann fällt die festungsartige Mauer?”

Diese Fragen hat die Bürgerinitiative an das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) herantragen.

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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