Castortransporte – auf einmal keine Eile!

Die Castor-Transporte mit mittel- bzw. hochradioaktivem Atommüll aus den französischen und englischen Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) werden nicht vor dem Jahr 2019 stattfinden. Die Lagerbetreiber hätten bislang noch keine Anträge beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit gestellt, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf das Bundesumweltministerium. Außerdem seien technische Probleme zur Beladung der Behälter nicht geklärt.

Die 26 Castoren sollen in den Zwischenlagern an den Atomkraftwerken Philippsburg, Brokdorf, Biblis und Isar aufbewahrt werden. Hintergrund ist die Änderung des Atomgesetzes: Gorleben sollte als Zwischenlager für die WAA-Abfälle nicht mehr angefahren werden, „um die Region zu beruhigen und den Eindruck nicht zu konterkarieren, dass das benachbarte Endlagerbergwerk im Salzstock Gorleben letztlich doch als Endlager festgesetzt ist“, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). In Gorleben stehen mittlerweile 113 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen, zumeist aus der WAA Cap de La Hague.

„Jahrelang hat man der Öffentlichkeit weismachen wollen, dass die Castortransporte zügig zu erfolgen haben, argumentiert wurde mit völkerrechtlich bindenden Verträgen!“, empört sich BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. „Instabile Brücken, die Schweinepest in der Normandie und die damit verbundene Infektionsgefahr durch den Transport – nichts zählte, alles wurde vom Tisch gewischt. Man fühlt sich angesichts der Nachlässigkeit der Lagerbetreiber und der staatlichen Behörden nachträglich noch veräppelt.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 501 56 06

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