PRESSEMITTEILUNG
Gorleben – der untote Standort?
Die Entscheidung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), den bisherigen alten Endlagerstandort Gorleben bei der Suche nach einer tiefengeologischen Deponie für die Atommülllagerung schon im ersten Auswahlschritt auszusortieren, lässt den einstigen Gorleben-Fürsprecher*innen offensichtlich keine Ruhe.
Im Zwischenbericht der BGE, der Ende September letzten Jahres vorgestellt wurde, fiel Gorleben heraus, u.a. wegen des wasserdurchlässigen Deckgebirges über dem Salzstock.
„Aus einer Stellungnahme der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) spricht klar erkennbar der Versuch, diese BGE-Entscheidung zu diskreditieren. Was vordergründig – für Laien nicht leicht nachvollziehbarer – als kleinlicher Disput um die „Überdeckung“ des Wirtsgesteins Salz oder das „Deckgebirge“ daherkommt, zielt darauf, die Gorleben-Entscheidung der BGE zu revidieren“, warnt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) .
Auf der Fachkonferenz Teilgebiete trug Jan Richard Weber für die BGR diese Position erneut vor.
„Die BGR bleibt ihrer Tradition verhaftet – gemeinsam mit der DBE Technology, heute BGE- Technology, und der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) – hatte dieses Trio wiederholt in unterschiedlichen Forschungsverbünden daran gearbeitet, ein Nachweiskonzept für die Sicherheitsbewertung von Endlagern für hochradioaktive, wärmeerzeugende Abfälle in der Wirtsgesteinsformation Salzgestein zu entwickeln. Der Salzstock Gorleben-Rambow diente als Referenzstandort, u.a. mündeten deren Stellungnahmen sogar in eine Eignungsaussage“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Untote haben aber bei der Endlagersuche hoffentlich keinen Platz“.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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