Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Endlagersuche: BI fordert mehr Transparenz

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) muss die Kriterien und Geodaten offenlegen, die zur Ausgrenzung von Teilgebieten bei der Endlagersuche führen. Das fordert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) mit Nachdruck. „Ohne Transparenz verspielt man Vertrauen“, begründet BI-Sprecher Wolfgang Ehmke diese Forderung.

Bekanntlich hatte die BGE am 3. November weitere Regionen aus der Suche nach einer Atommülldeponie für die hoch radioaktiven Stoffe ausgegrenzt. 29 der 90 Teilgebiete wurden nach Angaben der BGE bisher bewertet, d.h. von über 50 Prozent der Landesfläche, die ursprünglich als potentiell geeignet angesehen wurden, ist nur noch die Hälfte übriggeblieben, unter anderem Tongebiete, die auch das Wendland tangieren. Bis 2027 will die BGE sogar nur noch eine Handvoll von Gebieten ausweisen, die dann in die engere Wahl kommen.

Die BI sieht sich nun durch das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in ihrer Kritik an der undurchsichtigen Datenpolitik der BGE bestätigt. „Weil die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) keine georeferenzierten Daten herausgibt, könne das Landesamt das Auswahlverfahren gar nicht überprüfen“, monierte der LBEG-Referatsleiter Saleem Chaudry, das berichtet der Hannoversche Rundblick.

Udpate: Mit Spannung erwartete die BI deshalb die Veranstaltung des Nationalen Begleitgremiums am12.11. unter dem Titel „Was sagen die Geologischen Landesdienste zum aktuellen Stand der Endlagersuche?“ Doch die erhoffte Debatte blieb aus.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

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