Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Neue Daten zur Endlagersuche kommen erst im Herbst BI: „Das Warten geht weiter“ – Kritik an der geplanten Novelle des Standortauswahlgesetzes
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) verschiebt einen weiteren Zeitplan: Den nächsten Zwischenstand bei der Suche nach geeigneten Endlagerstandorten will sie nun erst am 27. Oktober 2026 vorlegen – statt wie geplant am 24. Juni. Das gab BGE-Kommunikationschefin Dagmar Dehmer am Mittwochabend bei einer Veranstaltung des Planungsteams Forum Endlagersuche (PFE) bekannt. In der Pressemitteilung der BGE wird das unterschlagen:
Damit häufen sich die Verzögerungen Damit häufen sich die Verzögerungen: Erst kürzlich musste die BGE einräumen, dass auch der Rückholplan für den Atommüll im havarierten Lager Asse II nicht haltbar ist.
„Das heißt für große Teile Norddeutschland, also auch das Wendland, dass das Warten weitergeht“, merkt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) an. Ihr Sprecher Wolfgang Ehmke verwies auf die „großen grauen, bisher unbewerteten Flächen“ auf der BGE-Karte, die noch im Pool sind und die auch das Wendland berühren. Ende 2027 will die BGE eine nur noch geringe Zahl von Standortregionen benennen, die dann im Rennen bleiben und näher erkundet werden. Am Ende entscheidet der Deutsche Bundestag über die Auswahl der Standortregionen per Gesetz.
Ehmke hatte auf der PFE-Veranstaltung ( Impuls Wolfgang Ehmke ) die Befürchtung geäußert, dass die geplante Gesetzesnovelle, die das Standortauswahlverfahren beschleunigen soll, eine Vorfestlegung auf Tongebiete zur Folge hätte, wenn in erster Linie auf den Kosten- und Zeitaufwand verzichtet wird, der mit dem Bau von Erkundungsbergwerken – wie ursprünglich in Gorleben – verbunden ist: „Dann spielen möglicherweise geologische Argumente nur eine zweite Rolle, die Frage ist, ob das nicht eine Abkehr von der Suche nach dem bestmöglichen Standort für eine Atommülldeponie ist.“
Allein Tongebiete (ESK_Stellungnahme_Erkundungen_ESK) können ohne den Ausbau von Erkundungsbergwerken auf ihre Eignung hin untersucht werden, hatte das Beratergremium des Bundesumweltministeriums, die Entsorgungskommission (ESK), dargelegt.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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