Wir haben den längeren Atem! Der Gorleben-Widerstand geht weiter auf die Straße

Bundestag und Bundesrat haben ein “Standortsuchgesetz” beschlossen. Die Politik gaukelt der Öffentlichkeit vor, dass die Endlagersuche neu gestartet wird. Hinter den Kulissen werden gerade Namen gehandelt für die Besetzung einer pluralistischen Kommission, die bis zum Jahr 2015 über Sicherheitskriterien debattieren wird. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und die Bäuerliche Notgemeinschaft gehen davon aus, dass die Auseinandersetzung um Gorleben noch lange nicht beendet ist, sondern nur in die nächste Runde geht.

“Einen Standort gibt es nämlich schon: Gorleben. Dort gibt es auch die Infrastruktur, die als ‘Standortvorteil’ offiziell zwar geleugnet, insgeheim aber als Vorsprung Gorlebens vor anderen Standorten betrachtet wird: Fasslager, Castor-Halle und die Pilot-Konditionierungsanlage”, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Deren Gelenkfunktion zwischen Castorlager und einem geplanten Endlager im Salzstock Gorleben soll in der kommenden Zeit auch in den Fokus der Auseinandersetzung gerückt werden.

  • BI und Notgemeinschaft rufen deshalb zu einem 24-stündigen Widerstandsmarathon am 24. und 25. August auf: “Gefragt ist in dieser Situation unser sprichwörtlich langer Atem”. Und den wollen die Gorleben-Gegner auch weiter auf der Straße unter Beweis stellen.

Fußgänger, Dauerläufer, Fahrradfahrer, Reiter, Kutschfahrten umrunden 24 Stunden lang – bei Tag und in der Nacht – die Atomanlagen in Gorleben. Die Bäuerliche Notgemeinschaft wird die Veranstaltung mit Traktoren umrahmen.

Die Aktion beginnt am 24. August um 13 Uhr und endet am Tag darauf um 13 Uhr. Gleich im Anschluss folgt der 200. “Endlagerspaziergang” und um 14 Uhr gibt es die Gelegenheit zum Gorlebener Gebet an den Atomanlagen, ausgerichtet von Amnesty International aus Lüneburg.

Damit niemandem die Puste ausgeht, spielen Bands wie “Der letzte Rest”, “MomentmaL” und andere musikalische Formationen auf. Ob Filmnacht, Poetry-Slam oder literarische Führung, Xamba und Volxküche, das steht für´s Durchhaltevermögen. Wer campen will, kann das auf der Wiese im gleichnamigen Gasthaus Wiese in Gedelitz.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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