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Kulturelle Landpartie 2026 – das Programm der BI

Das Programm der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg für die Kulturelle Landpartie 2026 – zwischen Himmelfahrt 14. Mai und Pfingsten 25. Mai. Die Mützingenta fand im Jahr 2025 letztmalig statt und wir sind auf der Suche nach einem neuen Ort für unser gewohntes Angebot in Gedelitz fündig geworden. Damit sind wir in diesem Jahr erstmalig auf dem Hof von Gerhard Wiese – Gasthaus Wiese – präsent und rücken ganz dicht an die Atomanlagen Gorleben heran. Dafür sind wir sehr dankbar und aufgrund der räumlichen Nähe haben wir sofort ein weiteres, erstmaliges Angebot ins Leben gerufen. (mehr …)

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Zu teuer, zu langsam, zu riskant: Atomkraft hat keine Zukunft!

40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und 15 Jahre nach Fukushima warnen 32 Umwelt- und Sozialverbände sowie Anti-Atom-Initiativen – darunter die BI – vor einer politischen Scheindebatte über Atomkraft. Sie fordern eine konsequente Energiewende auf Basis erneuerbarer Energien. – hier mehr

April-Juni 2026

Gorleben Rundschau

Unsere neue Gorleben Rundschau ist erschienen. Im Fokus steht natürlich unser Programm während der kommenden Kulturellen Landpartie im Wendland. Inhaltlich beschäftigen wir uns dieses Mal u.a. mit den „Minimeilern“ und Kernfusion, die uns als künftige Lösungen der Energieversorgung verkauft werden – ihre Versprechen aber niemals halten werden. Ein langer Artikel klärt über die Pläne des Zwischenlagerbetreibers auf, warum die Lagerzeiten für die Castoren in Gorleben deutlich verlängert werden sollen – und was unsere Kritik daran ist. (mehr …)

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„Das Wunder von Gorleben“ – Neuauflage

Wie die Zeit vergeht!

Am 22. Februar 1977 benannte Ernst Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum. Im Wendland steuert man auf ein besonderes Jubiläumsjahr zu, ein halbes Jahrhundert wehrte man sich – ziemlich erfolgreich – gegen den Bau eines gigantischen Atommüllzentrums.

Der niedersächsische Ministerpräsident brachte mit seiner Entscheidung prompt die Landwirte, seine Kernwählerschaft, gegen sich auf. Im Lüchower Gildehaus referierte auf Einladung des Landvolks just an diesem Tag Dr. Carsten Salander von der späteren Deutschen Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK), die mit ihren Atomplänen in Gorleben, Dragahn, Wackersdorf und anderswo für Furore sorgte. (mehr …)

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1995

Es gibt prägende Zeiten im Leben, und von einer erzählt die neue Single „1995“ von Madsen – die bekanntlich im Wendland zuhause sind. Nach jahrelangen Debatten und Protesten rollte nämlich 1995 der erste Castortransport ins Wendland, ein ganzer Landkreis war im absoluten Ausnahmezustand. Madsen mittendrin. Die Band stand oft – zuletzt 2022 – auf den Bühnen rund um Gorleben, unterstützte mit ihren Auftritten den Widerstand und bezog immer wieder klar Position gegen Atomkraft. (mehr …)

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BI-Stellungnahme zum BGZ-Forschungsprogramm Zwischenlager

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager laufen ab 2034 sukzessive aus. Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung versucht, wissenschaftliche und technische Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle zu erforschen. Das Ziel: der Nachweis, dass die „sichere Zwischenlagerung“ auch deutlich über einen Zeitraum von 40 Jahren hinaus möglich ist.

Die Fachgruppe Radioaktivität der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hat Anfang Februar eine Stellungnahme zum BGZ Forschungsprogramm Zwischenlagerung veröffentlicht. Darin werden kritische Fragen gestellt zur künftigen Sicherheit der Castor-Behälter, des radioaktiven Inventars, der baulichen Anlagen und dem Transport in ein Endlager. (mehr …)

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Endlagersuche: Wendland weiter dabei

Die BGE präsentiert den neuen Arbeitsstand: Das Wendland ist bei der Endlagersuche noch mit großen, grauen Flächen dabei. „Wir hatten die Hoffnung, dass unsere fachlichen Hinweise – Anfragen, Hinweise auf wissenschaftliche Aufsätze und Forschungsergebnisse – zu den Tongebieten und den Auswirkungen kommender Kaltzeiten auf den Untergrund Berücksichtigung finden“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. – mehr hier

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Fundstücke des Monats November

„Voraussichtlich können fünf der insgesamt zwölf an deutschen Reaktorstandorten geplanten Zwischenlager für hochradioaktive Brennelemente nicht wie vorgesehen errichtet werden. Nach den Terrorattacken in den USA hält das für die Genehmigung der atomaren Lagerhallen zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter die beantragten Decken- und Wandstärken (0,55 bis 0,85 Meter) nicht mehr für ausreichend. (mehr …)

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Flugverbot über Gorleben, Ahaus & Lubmin kommt!

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) begrüßt die Entscheidung der Deutschen Flugsicherung. Immer wieder war Gorleben sogar Ziel- und Wendemarke für Flüge der Luftwaffe. Die BI fordert, dass es in der Auseinandersetzung um die verlängerte Zwischenlagerung auch um einen möglichen Flugzeugabsturz und gezielte Terrorschläge gehen muss. – mehr hier

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PRESSEMITTEILUNGEN

Erneuter Zwischenlagerprotest in Gorleben

5. Juli 2026

Im Fokus des traditionellen Sonntagsspaziergangs von Atomkraftgegner:innen, der seit Oktober 2009 ohne Unterbrechung stattfindet, stand an diesem Wochenende der Antrag der Gorleben-Betreiberin BGZ, die Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle für zunächst weitere 20 Jahre bis ins Jahr 2054 genehmigen zu lassen. „Mit Blick auf die tatsächliche Dauer der Atommülllagerung greift der Antrag zu kurz,“ kritisiert die…

Endlagersuche: Wunschtermin des Bundesumweltministers ohne Substanz

3. Juli 2026

Spätestens im Jahr 2050 soll die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland beendet sein. Das sagte Umweltminister Carsten Schneider bei seinem Besuch des Zwischenlagers Lubmin. Eine Novelle des StandAG soll den Suchprozess beschleunigen. Die bisherige Frist bis 2031, die im Standortauswahlgesetz (StandAG) genannt wurde, sei „politisch gesetzt“ gewesen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg…

„Verlängerte Zwischenlagerung“ – BGZ stellt den Antrag für Gorleben

29. Juni 2026

Wie angekündigt stellt die BGZ den Antrag nach § 6 AtG (Atomgesetz), die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle in Gorleben über das Jahr 2034 hinaus um 20 Jahre zu verlängern, das Schreiben umfasst lediglich vier Seiten. Auf der Statuskonferenz Zwischenlagerung, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand, erklärten BGZ-Firmenvertreter, dass auch für Ahaus ein entsprechender Antrag…

TERMINE & AKTIONEN

So. 19.07.2026
13 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
Beluga-Schiff
Sonntagsspaziergang -mal rund um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks, mal rund ums Zwischenlager - findet seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag ohne Unterbrechung statt, solange bis das Bergwerk wieder verfüllt ist
So. 19.07.2026
14 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
an den Kreuzen
Mastenweg
Gorlebener Gebet - jeden Sonntag um 14.00 Uhr versammeln sich Menschen im Wald von Gorleben unter Kreuzen zu einer etwa halbstündigen Andacht
So. 26.07.2026
13 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
Beluga-Schiff
Sonntagsspaziergang -mal rund um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks, mal rund ums Zwischenlager - findet seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag ohne Unterbrechung statt, solange bis das Bergwerk wieder verfüllt ist
So. 26.07.2026
14 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
An den Kreuzen
Mastenweg
Gorlebener Gebet - jeden Sonntag um 14.00 Uhr versammeln sich Menschen im Wald von Gorleben unter Kreuzen zu einer etwa halbstündigen Andacht

GORLEBEN RUNDSCHAU

Manche Fehler sollte man nur einmal machen. Die Tochter des CDU-Politikers Ernst Albrecht , der uns 1977 den Schlamassel mit Gorleben beschert hat, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, eben noch eine glühende Verfechterin des „Europäischen Green Deals“, weinte in den Iden des März der Atomkraft Krokodilstränen hinterher. Der deutsche Atomausstieg sei angeblich ein „strategischer Fehler“ gewesen. Pünktlich zum 15. Jahrestag der unbewältigten Nuklearkatastrophe von Fukushima nannte sie diese Hochrisiko-Technologie „zuverlässig, bezahlbar und emissionsarm“. Sie sprang damit dem französischen Premier Macron bei, der nach einem Atomenergie-Gipfel in Frankreich die Renaissance der ständig abgeschalteten französischen Pannenreaktoren verkündete. Private Investitionen in angeblich so nachhaltige Atomtechnologien will die EU zukünftig aus dem Emissionshandel absichern.

Kleine modulare Reaktoren, einst als Antrieb für Atom-U-Boote entworfen und bis heute nicht serienreif entwickelt, seien angeblich sicherer und könnten bei Stromlücken der Erneuerbaren hoch- und runtergefahren werden. Tatsächlich aber würden Tausende oder gar Zehntausende Reaktoren benötigt, womit sich nicht nur das Risiko von Unfällen vervielfachen würde, sondern auch das Risiko der Proliferation, also der Entwendung von radioaktivem Material, von potenziellen Zielen im Kriegsfalle ganz zu schweigen.

Bis eine derartige Zukunftstechnologie einen nennenswerten Beitrag zur Stromsicherheit liefern könnte, sollten wir ohnehin längst bessere Speichertechnologien entwickelt haben, weil wir sonst das Rennen um eine nachhaltige, klimagerechte Zukunft lange verloren hätten. Für diese Forschung und Entwicklung fehlte aber jeder Cent, der in die rückwärtsgewandte Technologie Atomkraft vergeudet würde. Die Menge des zu lagernden Atommülls würde sich allerdings je nach Konzept verdrei- bis verzwanzigfachen.

Was meinte Frau von der Leyen also mit „Strategie“? Shinzo Abe, der japanische Premier nach der Nuklearkatastrophe, sagte 2013 anlässlich des Hiroshima-Gedenkens, Japan brauche Atomkraft aus „geopolitischen Gründen“. Seine Nachfolgerin, die Premierministerin Takaichi, möchte nun nach ihrem Erdrutschsieg mit Zwei-Drittel-Mehrheit und ihrem rechts-nationalen Koalitionspartner die japanische Nachkriegs-Verfassung ändern und zuvorderst den Pazifismus-Artikel abschaffen. Ihre ultranationalistische Interessengruppe Nippon Kaigi tritt derweil offen für Geschichtsrevisionismus ein und möchte die Verbrechen des japanischen Militärs im zweiten Weltkrieg in eine „Befreiung Ostasiens“ umdeuten. Vor diesen Hintergründen ist es nicht ganz unbedeutend, dass die meisten Konzepte von SM-Reaktoren auf der Abspaltung von waffenfähigem Plutonium basieren.

In einer Zeit, in der Multimilliardäre der Tech-Konzerne Kriege mitentscheiden, wo künstliche Intelligenz nicht nur alle Energie verschleudert, die wir einsparen, sondern auch noch Bombardierungsziele aussucht und „Kollateralschäden“ verantwortet; wo auch westliche Demokratien drohen, in die Hände von Oligarchen und korrupten Strukturen zu fallen, sollten uns diese Überlegungen und Entwicklungen wirklich Angst machen. 76 Jahre Frieden in diesem Land haben wir einer mühsam ausgehandelten „regelbasierten Weltordnung“ zu verdanken. Die angebliche Abschreckung von Atomwaffen basiert lediglich auf der Annahme, man könne dem Gegner glaubhaft machen, eher die Sicherheit und das Leben zu riskieren, als Freiheit und Selbstbestimmung aufzugeben. Es erscheint aber wahrscheinlich, dass Islamfaschisten und andere totalitäre Regimes hier weitaus opferbereiter sein könnten als westliche Demokratien. Außerdem steigt mit weiterer nuklearer Aufrüstung die Gefahr, dass die roten Knöpfe in die Hände von korrupten Kräften fallen könnten, die womöglich nur an den Börsen auf den Ausgang dieses letzten Abenteuers der Menschheit wetten.

Martin Donat,
Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.