Wolfgang Ehmke
Mächtig Wellen geschlagen hat der Brief des Landshuter Landrats Peter Dreier (Freie Wähler) an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Sein Vorschlag: die 1.900 Castorbehälter, die bundesweit an den ehemaligen AKW-Standorten – aber auch in Ahaus – lagern, sollten allesamt nach Gorleben transportiert werden, weil es einfacher sei, ein einziges Atommülllager als derer 16 zu bewachen.
Nächtliche Drohnenflüge über einem Industriegebiet in Brunsbüttel sind offensichtlich immer noch nicht aufgeklärt. Es seien ab dem 4. August „verdächtige Feststellungen mit auffälligen Lichtern am Himmel“ gemacht worden, die „von Flugobjekten“ stammen könnten, teilte eine Sprecherin des niedersächsischen Innenministeriums mit. Um welche Art von Flugobjekten es sich handele, werde seitens der Staatsanwaltschaft Stade noch ermittelt.…
Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Schiffbarkeit der Elbe verbessert werden, um mehr Güter auf das Schiff zu verlagern. In den letzten 25 Jahren sind jedoch die Gütertransporte auf der frei fließenden Elbe kontinuierlich zurückgegangen und auf ein historisches Tief gesunken.
Die Undine-von-Blottnitz-Hütte am Zwischenlager Gorleben ist runderneuert. Rund 80 Atomkraftgegner:innen kamen am Samstag, um darauf anzustoßen. Rebecca Harms, BI-Mitbegründerin und ehemalige Grünen-Europaabgeordnete, erinnerte an das politische Wirken von Blottnitz´, die in den Anfängen des Gorleben-Protests sowohl in der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) als auch in der Bäuerlichen Notgemeinschaft eine führende Aktivistin war.
Die Endlagersuche wird sich wahrscheinlich bis zum Jahr 2074 verzögern. Zu diesem Schluss kommt das Öko-Institut, das im Auftrag der Atomaufsichtsbehörde BASE (Bundesamt für die Sicherheit nuklearer Entsorgung) https://www.base.bund.de/DE/themen/fa/soa/documents/PaSta.html den Zeitplan der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) überprüfte.
Es ist soweit: die Undine-von-Blottnitz-Hütte hat ein runderneuertes Dach! Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) lädt für den kommenden Samstag, 10. August um 14 Uhr ein zum Hüttenfest auf dem ehemaligen Salinas-Gelände. Rebecca Harms, BI-Mitbegründerin und Ex-Europaabgeordnete der Grünen, wird in einer Hommage an Undine von Blottnitz erinnern. Die Bäuerliche Notgemeinschaft hatte in dem Waldstück schräg…
Die kommunalen Vertreter der Zwischenlagerstandorte haben sich in dem Verband ASKETA zusammengeschlossen. Wiederholt forderten Vertreter:innen der Zwischenlagergemeinden in Süddeutschland Geld. https://www.br.de/nachrichten/bayern/kommunen-fordern-geld-fuer-atommuell-zwischenlager Vor Kurzem machte sich der Bürgermeister des ehemaligen AKW-Standorts Brunsbüttel, Marin Schmedtje, stark für Kompensationsleistungen in Millionenhöhe für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle und fand damit ein großes Medienecho.
Die Sommerausgabe der Zeitschrift der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) greift das Thema Atomkraft erneut auf. An den Stammtischen wird heiß diskutiert, ob Deutschland mit dem Atomausstieg richtig lag. Allzu verlockend scheinen die Möglichkeiten einer modernen Atomkraft. Oder ist das Fake?
Der frühere Bundesumweltminister und CDU-Politiker Klaus Töpfer ist tot. Er starb am Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit. Töpfer wurde 85 Jahre alt. Am 7. Mai 1987 erfolgte seine Ernennung zum Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Töpfer war nicht der erste Umweltminister der Bundesrepublik, „aber der erste, der das Amt geprägt…
„Was geht in Lubmin, was nicht in Gorleben? Das war unser erster Gedanke, als wir den NDR-Bericht zur Überprüfung von Castorbehältern in Lubmin lasen“, schreibt Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Im Zwischenlager an der Ostsee lagern 74 Behälter mit hochradioaktiven Abfällen, Betreiberin des Zwischenlagers sind die Energiewerke Nord (EWN). Vor Ort wird…
Die Endlagersuche soll beschleunigt werden – das war der Grundtenor einer Anhörung des Umweltausschusses des deutschen Bundestages am 5. Juni in Berlin. Die Anhörung ging auf eine revidierte Zeitplanung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) zurück, der zufolge ein Endlagerstandort rund 15 bis 30 Jahre später als ursprünglich angenommen feststehen würde.
Die Endlagersuche in Deutschland kommt nur langsam voran. Bis Ende 2027, so die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), sollen aber rund zehn oberirdisch zu erkundende Regionen benannt werden, sagt die neue Chefin der BGE, Iris Graffunder, jetzt im Gespräch mit der Braunschweiger Zeitung. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) verfolgt die Arbeitsschritte der BGE mit großem Interesse.…
Die Betreiberin der Atommülllager in Gorleben, die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), hält sich bedeckt: Wichtige Fragen auf ihrer Veranstaltung am 6. Mai zur Umgebungsmessungen blieben ohne Antwort. Einige der in Gorleben eingelagerten Transport- und Lagerbehälter verlieren in den kommenden Jahren ihre Zulassung, das beunruhigt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). „Wir zählen 38 von 113…
Zum zweiten Workshop „Varianten-Check“ lädt die Geschäftsstelle Gesamtkonzept Elbe für den 16. Mai ins Kultur- und Tagungszentrum Verdo in Hitzacker ein. „Leider hat der Veranstalter aus dem Auftaktworkshop nicht gelernt,“ kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) „Die Kontroverse um dieses Vorhaben begrüßen wir, aber es hätte in Form von Rede und Gegenrede erfolgen müssen“, meint…
Eine kleine Eiche aus dem Hambacher Forst wächst an den Atomanlagen in Gorleben heran. Als Ausdruck der Verbundenheit zwischen der Anti-Kohle und der Anti-Atom-Bewegung wurde der Baum im Herbst 2023 auf dem Vorplatz des Beluga-Schiffs in Gorleben gepflanzt. Dörthe Uhlendorf aus Wustrow hat die Pflanzaktion und das Aktionsgeschehen für die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) in einem…
Der Gorleben-Widerstand hatte schon immer einen Pflock direkt an den Atomanlagen einschlagen. Legendär ist das Hüttendorf auf der Bohrstelle 1004, die „Republik Freies Wendland“. Mit dieser Aktion sollten 1980 Tiefbohrungen zur „Erkundung“ des Salzstocks Gorleben verhindert werden. Weniger bekannt ist: In einem kleinen Waldstück schräg gegenüber des Zwischenlagergeländes entstand im Sommer 1994 das Widerstandsdorf „Castornix“.
Heute vor 38 Jahren kam es in Tschernobyl zur Reaktorkatastrophe. Das Tschernobyl-Forum, zu dem die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören, hat vor 14 Jahren die wahrscheinliche Zahl der Opfer durch Langzeitfolgen auf 4000 Tote geschätzt. 56 Menschen seien ganz sicher gestorben. https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/ukraine-tschernobyl-schaetzungen-ueber-todeszahlen-weichen-stark-voneinander-ab Wer gern Pilze verzehrt, wird immer noch vor einer Kontamination…
Am 15. April 2023 wurden die letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland ausgeschaltet. Ein Jahr später feierten Film- und TV-Stars den Atom-AUS!-stieg mit einem exklusivem Programm. Sie haben Dutzende der renommiertesten Künstler-Auszeichnungen erhalten: Grimme-, Film-, Fernseh-, Hörbuch- und Theater-Preise, den Blues-Award, Goldene Kameras. Für »Lesen ohne Atomstrom« haben sie sich als Ensemble zusammengetan, um den ersten…
Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Schiffbarkeit der Elbe verbessert werden, um mehr Güter auf das Schiff zu verlagern. In den letzten 25 Jahren sind jedoch die Gütertransporte auf der frei fließenden Elbe kontinuierlich zurückgegangen und auf ein historisches Tief gesunken. Trotzdem arbeitet die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) als nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für…
Ein Schwerpunkt auf der BI- Mitgliederversammlung (MV) am 10. März war die Debatte um die verlängerte Zwischenlagerung. Warum? Seit klar ist, dass sich die Endlagersuche deutlich länger dauert als bei der Verabschiedung des Standortauswahlgesetzes angenommen, wird man nicht mehr von einer Zwischenlagerung reden können. Wie steuern auf eine Langzeitlagerung zu. Es geht um weitere 100…
Nur wenig bekannt dürfte sein, dass für die weit verbreitete Wendlandsonne ein Markenschutzrecht besteht. „Wir haben für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. die Wendlandsonne im Jahr 2014 beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen, womit die Nutzung dieses graphischen Symbols von unserer Erlaubnis abhängt“, informiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke und fügt hinzu, dass es der BI…
Deutschland hat am 15. April letzten Jahres die Atomkraft abgeschaltet und die Lichter sind nicht ausgegangen, die Erneuerbaren boomen, die Strompreise sind wieder gesunken. Dass der Atomausstieg in Deutschland trotzdem längst nicht allumfassend vollzogen ist, liegt an Atomanlagen, auf die nur selten ein Schlaglicht fällt, und an Politikerinnen und Politiker, die die letzte Konsequenz vermissen…
Am 7. April wäre Marianne Fritzen 100 Jahre alt geworden. Ein Portrait von Wolfgang Ehmke. Ikone der Anti-Atom-Proteste? Am 19. März 1979 nahm Marianne Fritzen zum ersten Mal an einer Straßenblockade im Wendland teil. Dabei fotografierte Günter Zint die kleine 55-jährige Frau mit der Strickmütze, die sich von dem übermächtigen Polizeiaufgebot nicht vom Demonstrieren abhalten…
„Und Schmidt gleich mit!“ – Abertausende skandierten diese Slogans vor 45 Jahren, als der erste Gorleben – Treck die Landeshauptstadt Hannover erreichte. Und ja – es hatte unglaublich viel geregnet während des Trecks. https://material.bi-luechow-dannenberg.de/produkt/mein-lieber-herr-albrecht/ Hunderttausend waren auf der Straße, um gegen die Gorleben-Pläne und die Atomkraft zu demonstrieren. Mit einem ersten Erfolg! Der niedersächsischen Ministerpräsident…
678 Mal trafen sich Frauen und Männer zur „Fukushima-Mahnwache“ auf dem Marktplatz in Dannenberg. Punkt 18 Uhr. Es wurde der Opfer des Erdbebens, des Tsunami und der Atomkatastrophe in Fukushima Daiichi gedacht. Ein – vorläufig letztes Mal – am 11. März, dem Jahrestag der Katastrophe. In Zukunft wird es „nur noch“ am 11. März eine…
Am kommenden Sonntag treffen sich an den Atomanlagen in Gorleben – wie jeden Sonntag – Atomkraftgegner, um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks zu umrunden: Die Besonderheit, zum 750sten Mal.
Verwundert rieben sich die Fans von Isabelle Huppert die Augen, als sie im letzten Frühjahr ihr Idol wieder einmal auf der Leinwand sahen. Huppert als Gewerkschaftssekretärin? Im französischen Atomunternehmen Areva? Und dessen Chefs haben womöglich einen brutalen Überfall auf ihre eigene Belegschaftsvertreterin zu verantworten?! Doch der Thriller ist keine Fiktion. Er beruht auf jahrelangen Recherchen…
Intensive Debatten über Atomfabrik Lingen und CCS geführt Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e. V.) – die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ist Mitglied – sind aktuelle umweltpolitische Themen wie die Erweiterung der Atomfabrik Lingen und die CO2-Speicherung CCS (Carbon Capture and Storage) diskutiert worden. Daneben wurden formale Punkte beraten, ein neuer Vorstand…
Am kommenden Montag ist es 13 Jahre her: der Tsunami und die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Seitdem versammeln sich jeden Montag um 18 Uhr Menschen zu einer Mahnwache auf dem Marktplatz in Dannenberg. Als politisches Nachbeben vollzog die damalige Merkelregierung in Deutschland den Atomausstieg, in Japan hingegen kämpft man hingegen immer noch mit den Auswirkungen der…
Mitgliederversammlung? Schon wieder? Richtig, die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) lädt für Sonntag, den 10. März zur diesjährigen Mitgliederversammlung (MV) finden auch die Neuwahlen des Vorstands statt.
Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) präsentierte jüngst die Ergebnisse einer Umfrage im Umkreis der 16 Zwischenlagerstandorte, an denen sie Regie führt. Die BGZ wollte wissen, wie die Menschen im Umkreis der Zwischenlager radioaktiver Abfälle über ihre „besonderen Nachbarn“ denken.
Am 7. März 2024 findet an der TU Berlin ein multi- und transdisziplinäres Symposium unter dem Motto: “1 Jahr Atomwende – 100 Jahre Zwischenlagerung – 1 Mio. Jahre Endlagerung?“ statt. In diesem Rahmen werden verschiedene Akteure und Expert*innen Erkenntnisse und Perspektiven zu den gegenwärtigen sowie zukünftigen Herausforderungen der Atomenergie präsentieren und diskutieren; eine besondere Rolle…
Mit 12 Jahren Verspätung begann die Errichtung einer zehn Meter hohen Mauer rund um das Zwischenlager in Gorleben – als Schutz gegen „Bedrohungslagen im Nahbereich“.
Der parlamentarische Umweltstaatssekretär Chris Kühn wechselt an die Spitze des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und tritt die Nachfolge von Wolfram König an. Kühn hatte sich im Rahmen eines Wendlandbesuchs am 9. Oktober auf einer öffentlichen Veranstaltung in Trebel zum Thema verlängerte Zwischenlager fleißig Notizen gemacht, viele Fragen aber blieben unbeantwortet. Die…
Vieles, was bereits verschwunden war, scheint wieder in: Nachtzüge, Schallplatten, Klamotten – und auch die Atomkraft. Die neue Gorleben Rundschau (GR), die kostenlose Zeitschrift der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), widmet sich den Plänen, diese Form der Energieerzeugung immer wieder ins Spiel zu bringen.
Im Südwesten Englands errichtet das französische Energieunternehmen EdF das Atomkraftwerk Hinkley Point C mit zwei EPR-Reaktoren (Europäischer Druckwasserreaktor) zu je 1.600 Megawatt. Die wechselvolle Geschichte dieses Projekts wird aktuell von neuen Kostenschätzungen gekrönt. Zuerst die BBC und dann auch FAZ und Spiegel nannten schwindelerregende Zahlen: Umgerechnet 54 Mrd. Euro würden die beiden Reaktoren kosten. Die…
Ein breites Bündnis aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft ging am Rande der Grünen Woche in Berlin für Höfe und Klima und gegen Gifte, Gentechnik und Patente auf die Straße. Berlin, 20. Januar 2024: 8.000 Menschen finden sich vor dem Willy-Brandt-Haus in Berlin ein und fordern lautstark die Abkehr von einer Agrarpolitik, die Bäuer:innen und Gesellschaft gleichermaßen…
Die Recherchen des Correctiv- Magazins, die ein Treffen von AfD-Leuten sowie Mitgliedern der sogenannten „Werte-Union“ mit Rechtsextremen der Identitären Bewegung offenlegten, schlagen politisch hohe Wellen. Abertausende gehen in Deutschland seit Tagen auf die Straße, jenseits ihrer politischen Grundhaltungen, denn sie sind angewidert und alarmiert von den Plänen, Geflüchtete, Menschen mit Migrationsgeschichte und politische Gegner:innen aus…
Rund 50 Traktoren fahren am Sonntag (14. Januar) laut hupend durch Ahaus. Doch es geht nicht um Agrar-Beschlüsse. Das Ziel der Landwirte ist die Anti-Atom-Kundgebung. „Wir fürchten, dass in diesem Jahr die Genehmigung für die Castor-Transporte erteilt wird“, sagt Mitorganisator der Demo, Felix Ruwe.
Ende 1973. Im Wendland wurde bekannt, dass bei Langendorf an der Elbe ein Atomkraftwerk gebaut werden sollte. Auf einer öffentlichen Sitzung des Samtgemeinderats Dannenberg Mitte Dezember 1973 wird das Thema nur verschämt aufgerufen, als Änderung des Flächennutzungsplans zugunsten eines „Kraftwerks“. Die Preußen Elektra hatte bereits begonnen, Land aufzukaufen, Kommunalpolitiker aus Dannenberg hatten sich ins AKW…
Zum traditionellen Neujahrsempfang lud die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg am Neujahrstag um 14 Uhr an den Atomanlagen in Gorleben ein. Das Jahr 2023 brachte endlich den Atomausstieg in Deutschland, die Zivilgesellschaft hat die Atomkraft ausgeknipst, resümiert die BI. „Aber die Atom-Debatte ist damit nicht beendet. Wir müssen uns angesichts der Stimmungsmache pro Atom weiter einmischen.“
Es gibt sie immer noch: Atommülltransporte nach Gorleben. Die legendären Castor-Transporte sind zwar seit 2014 nach einer Novelle des Atomgesetzes gestoppt, aber direkt neben der Halle mit den hochradioaktiven Behältern befindet sich das Fasslager für schwach- und mittelaktive Abfälle. Auf Nachfrage der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) legte die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlager (BGZ) offen, dass…
Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer hat „Wort gehalten“, er hat heute (19.12) über den fundiert begründeten Antrag von Umweltverbänden entschieden, die gefordert hatten, den Planfeststellungsbeschluss zum Schacht KONRAD zu widerrufen. Das ehemalige Erzbergwerk wird mit einem großen Kostenaufwand zu einem Atommülllager umgerüstet. Doch die Enttäuschung ist da. Meyer hat nämlich für ein Weiter-So für das…
So überschrieb 1980 Wolfgang Hoffman in der ZEIT einen Beitrag über Eckhard Grimmel, der die Standortbenennung Gorlebens von Anfang an in Bausch und Bogen verdammte. Der Geographie-Professor aus Hamburg nahm wiederholt Stellung zur Einbahnstraße Gorleben. Dort sollte nach einem Fingerzeig des niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) ein nukleares Entsorgungszentrum errichtet werden. Das Herzstück: eine Plutoniumfabrik.…
Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht für die Atomkraft geworben wird. Gerade haben beim UN – Klimagipfel in Dubai 22 Staaten vereinbart, ihre AKW-Kapazitäten bis zum Jahr 2050 zu verdreifachen. Jetzt legt die CDU im Entwurf ihres Grundsatzprogramms nach und dringt auf eine Rückkehr zur Atomkraft. Der Vorwurf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI):…
Dubai ist weit weg, aber nichtsdestotrotz ein Thema für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Die internationale Kampagne Don’t Nuke the Climate, an der auch die BI beteiligt ist, hat zur diesjährigen COP 28 in Dubai, die am 30. November beginnt, zwei neue Kurzvideos produziert.
Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer sollte die Notbremse ziehen, meint die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in Übereinstimmung mit der AG Schacht Konrad. Meyer will bis Ende des Jahres über einen Antrag von Umweltverbänden entscheiden, die den Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses fordern. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) geht nach Presseberichten inzwischen davon aus, dass der Umbau des…
Die Rolle kommender Eiszeiten für die Endlagersuche wurde aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bisher nicht angemessen genug betrachtet. Eine Million Jahre sollen hochradioaktive Abfälle möglichst sicher von der Biosphäre abgesichert werden, doch in dieser – für Nichtgeologen unvorstellbaren – Zeitspanne werden wahrscheinlich 9 bis 10 Kaltzeiten große Teile Norddeutschlands und den alpinen Raum…
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bleibt dabei: „Das Forschungsprogramm der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) ist keine Antwort auf die deutlich verlängerte Lagerung hochradioaktiver Abfälle, die sich aus den Verzögerungen bei der Endlagersuche ergeben.“ Die BGZ müsse ihr Forschungsprogramm nachschärfen, fordert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke am Samstag im Rahmen einer Arbeitsgruppe des zweiten Fachforums Endlagersuche in…
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) hatte am gestrigen Dienstag, 14. November, zum 1. Workshop „Fakten-Check“ nach Hitzacker eingeladen. Mit der Veranstaltung sollte die Öffentlichkeit zur „Umsetzung des Gesamtkonzeptes Elbe“ im Bereich der sogenannten Elbe-Reststrecke zwischen Dömitz und Hitzacker informiert werden. Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. (LBU) und die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. kritisieren den…