Beiträge von Wolfgang Ehmke
Erneuter Zwischenlagerprotest in Gorleben
Im Fokus des traditionellen Sonntagsspaziergangs von Atomkraftgegner:innen, der seit Oktober 2009 ohne Unterbrechung stattfindet, stand an diesem Wochenende der Antrag der Gorleben-Betreiberin BGZ, die Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle für zunächst weitere 20 Jahre bis ins Jahr 2054 genehmigen zu lassen. „Mit Blick auf die tatsächliche Dauer der Atommülllagerung greift der Antrag zu kurz,“ kritisiert die…
WeiterlesenEndlagersuche: Wunschtermin des Bundesumweltministers ohne Substanz
Spätestens im Jahr 2050 soll die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland beendet sein. Das sagte Umweltminister Carsten Schneider bei seinem Besuch des Zwischenlagers Lubmin. Eine Novelle des StandAG soll den Suchprozess beschleunigen. Die bisherige Frist bis 2031, die im Standortauswahlgesetz (StandAG) genannt wurde, sei „politisch gesetzt“ gewesen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg…
WeiterlesenUranabbau und Strahlenschäden
Was wenig bekannt ist: Bis zur Wiedervereinigung wurde in Sachsen und Thüringen Uranerz abgebaut. Die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut produzierte bis zur Wiedervereinigung 1990 Uran für die sowjetische Atomindustrie. Zu Spitzenzeiten in den 1950er Jahren waren dort bis zu 131.000 Bergleute beschäftigt. Bis zur Einstellung der Arbeiten 1990 waren noch Tausende Arbeiter:innen dort beschäftigt. Das…
Weiterlesen„Verlängerte Zwischenlagerung“ – BGZ stellt den Antrag für Gorleben
Wie angekündigt stellt die BGZ den Antrag nach § 6 AtG (Atomgesetz), die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle in Gorleben über das Jahr 2034 hinaus um 20 Jahre zu verlängern, das Schreiben umfasst lediglich vier Seiten. Auf der Statuskonferenz Zwischenlagerung, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand, erklärten BGZ-Firmenvertreter, dass auch für Ahaus ein entsprechender Antrag…
WeiterlesenWieder erhältlich: „Das Wunder von Gorleben“
Im Frühjahr erschien die Neuauflage des Buches, nach der Kulturellen Landpartie (KLP) war sie schon vergriffen. „Die Nachfrage vor allem bei den Vorträgen, Führungen und Lesungen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) an den Atomanlagen war unerwartet groß“, weiß der Autor, BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, zu berichten. Ab sofort ist das Buch wieder erhältlich, zunächst im Köhring-Verlag…
WeiterlesenGorleben-Verlängerung 20 Jahre
Ein Tag vor der Statuskonferenz Zwischenlagerung in Berlin lüftet die Gorleben-Betreiberin BGZ ihr Geheimnis: Sie will eine Verlängerung der Lagerung hochradioaktiver Abfälle um lediglich 20 Jahre für Gorleben beantragen. Dort lagern 113 Castorbehälter, die Genehmigung des Zwischenlagers läuft im Jahr 2034 aus. Sukzessive folgen Ahaus, Lubmin und alle anderen Zwischenlager – insgesamt gibt es in Deutschland…
WeiterlesenBI plant Protest in Berlin
Am kommenden Dienstag (23. Juni) macht sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf den Weg nach Berlin. Diesmal geht es nicht um einen Festakt wie kürzlich zum 40-jährigen Bestehen des Bundesumweltministeriums, sondern es geht um Protest: Auf der Statuskonferenz Zwischenlagerung werden Ministeriumsvertreter, das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und der Bundesanstalt für…
WeiterlesenBergwerk Gorleben: Besichtigung statt Besetzung
Der Rückbau des ehemaligen Endlagerbergwerks Gorleben kommt zügig voran, davon konnten sich Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und Aktivisten aus dem Kreis der Gorlebener Sonntagsspaziergänger:innen am Freitag (12. Juni) selbst ein Bild machen. In Begleitung des Standortleiters der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Torsten Rabe, und seines Kollegen Christian Islinger gab es für die achtköpfige…
WeiterlesenStreit um Windkraftgebiete: Horstbaum gefällt, Behörden ermitteln
Bei Riebrau in der Gemeinde Zernien wurde ein Rotmilan-Horstbaum gefällt. (Im Artikel der EJZ war der Standort zunächst irrtümlich als Sellien bezeichnet worden; eine Korrektur steht aus.) Der Baum befand sich in nur 200 Metern Abstand zur geplanten Windparkfläche. Der Landkreis ermittelt wegen möglichen Verstoßes gegen §44 BNatSchG. Bei nachgewiesenem Vorsatz ist das eine Straftat…
WeiterlesenZwischenlager Gorleben: Überflugverbot ohne Auswirkung
Seit dem 23. März 2026 14:00 Uhr gilt für das atomare Zwischenlager Gorleben ein Überflugverbot, das die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) erstritten hat, doch das wird offensichtlich ignoriert. „Immer wieder bekommen wir besorgte Anrufe und Zuschriften, weil weiterhin Flugbewegungen im Raum Gorleben stattfinden“, berichtet BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Am Donnerstag (4. Juni) um 9:53 donnerten wieder…
WeiterlesenRussische Drohne trifft Atommülllager nahe Tschernobyl
Erneut hat eine russische Drohne des iranischen Typs Shahed ein Gebäude des zentralen Lagers für abgebrannte Brennelemente in der Nähe des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl getroffen – das berichtet die Süddeutsche Zeitung (7.6.26). Demnach sei das Gebäude für die Annahme von Behältern bei dem Angriff in der Nacht teilweise zerstört worden, teilte der ukrainische Staatskonzern Energoatom…
Weiterlesen40 Jahre BMU mit BI-Beteiligung
Mit einer Festveranstaltung wurde am 2. Juni das 40. Jubiläum des Bundesumweltministeriums (BMUKN) gefeiert, das unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 6. Juni 1986 gegründet wurde. Fast alle Umweltministerinnen und Umweltminister, die es seit der Gründung des BMU gab – darunter auch die Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) – kamen am 2. Juni im…
WeiterlesenWir trauern um Johannes Kempmann
In den 80er Jahren engagierte sich „Hannes“ in der BI Umweltschutz, unter anderem als Pressesprecher. Es ging zu der Zeit um Dragahn und die ersten Atommülltransporte nach Gorleben. Der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht war von seinem Nein zu einer Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) im Landkreis Lüchow-Dannenberg wieder abgerückt – unter dem Eindruck der Massenproteste gegen Gorleben hatte…
WeiterlesenBI Homepage: Neuer Glanz in alter Güte
Fast rechtzeitig zur Kulturellen Landpartie (KLP) hat die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ihre Homepage herausgeputzt. Schon zuvor wurde der Anspruch eingelöst, die Homepage nahezu tagesaktuell zu gestalten, hinzu kamen in der vergangenen Zeit auch Blog-Beiträge zum Teil prominenter Autor:innen. „Wir haben die Seite ab sofort übersichtlicher gestaltet und bedienen damit das wachsende Interesse an atompolitischen…
WeiterlesenKritik am „Beteiligungskonzept“ der BGZ zur „verlängerten Zwischenlagerung“
Weiter umstritten bleibt das Vorgehen der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), die mit Blick auf die „verlängerte Zwischenlagerung“ in Gorleben erneut reine Informationsveranstaltungen als ein Beteiligungskonzept verkauft. Am Donnerstagabend (21.5.) ludt die BGZ zu einer Veranstaltung ins Gildehaus Lüchow ein. Der Hintergrund: Bekanntlich läuft die Genehmigung des Brennelementlagers in Gorleben im Jahr 2034 aus, die…
WeiterlesenAtomkraft, Endlagersuche und verlängerte Zwischenlagerung auf der KLP
Der Start für das größte selbstorganisierte Kulturfestival Norddeutschlands steht vor der Tür. Die Kulturelle Landpartie (KLP) hat bekanntlich ihre Wurzeln im Gorleben-Widerstand. Von Himmelfahrt bis Pfingsten, vom 14.-25.5.2026, ist die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg dabei, erstmalig auf dem Hof Wiese in Gedelitz und natürlich vor Ort an den Atomanlagen in Gorleben.
WeiterlesenAtomkraft forever?
In zahlreichen europäischen Ländern werden wieder milliardenteure Nuklearreaktoren geplant, EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen will die „Renaissance der Kernenergie“. Dabei ist kein einziges ihrer altbekannten Probleme gelöst: Atomenergie ist teuer und gefährlich, Endlager gibt es nicht. Ein Beitrag von Wolfgang Ehmke in der aktuellen Ausgabe der „Jungle World“. Hier die ungekürzte Langfassung:
Weiterlesen„Tage der Standortauswahl“
Seit 2019 richten deutsche Hochschulen in Zusammenarbeit mit der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) die „Tage der Standortauswahl“ aus, die Wissenschaftscommunity kommt zusammen, um mit der interessierten Öffentlichkeit über Fachfragen zu debattieren, die für die Atommüllendlagerung von Bedeutung sind. Die fünften Tage der Standortauswahl veranstalteten die Technische Universität Dresden und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) am…
WeiterlesenDebatte um die Windkraft in der Region
Das geplante Ausmaß des Ausbaus im Wendland stand am Montagabend im Dannenberger Ostbahnhof zur Diskussion. Eine technische Panne sorgte dafür, dass Dieter Schaarschmidt von der Energiegenossenschaft Wendland-Wind seinen Beitrag nicht präsentieren konnte. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hat jetzt alle Vortragsfolien für Interessierte auf ihrer Homepage veröffentlicht. „Wir sind uns sicher, dass die Kontroverse andauernd wird“,…
Weiterlesen40 Jahre Tschornobyl und Atomdebatte mobilisiert Atomkraftgegner:innen
Rund 60 Menschen folgten am Sonntag der Einladung zum 861. Sonntagsspaziergang in Gorleben. 40 Jahre Tschornobyl, der Hype um die Atomkraft und das Ausbremsen der Regenerativen durch Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) – dieses Bündel aus Rückbesinnung und die aktuellen Debatten waren der Treibsatz für den großen Zulauf.
WeiterlesenDeklaration von 32 Umwelt- und Sozialverbänden sowie Anti-Atom-Inis
Eine konsequente Energiewende gibt es nur ohne Atomkraft. In den letzten Jahren wird immer deutlicher, dass die Energiewende kein reines Umwelt- und Klimaschutzprojekt ist. Für Menschen in Europa geht es um Energiesicherheit, stabile Preise und die Unabhängigkeit von autoritären Regimen. Das Abschalten der letzten Atomkraftwerke vor drei Jahren war dafür ein wichtiger Schritt. Trotzdem profilieren…
WeiterlesenWendland = Windland? Ausbau ohne Maß?
Seit der Standortbenennung Gorlebens 1977 hat sich die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) für den Ausbau der Regenerativen als Alternative zur Atomkraft eingesetzt. Die drei Windanlagen auf dem Jeetzler Berg bei Lüchow stehen für dieses Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in einer Energiegenossenschaft zusammengeschlossen haben. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „An dieser Linie – Regenerative statt…
Weiterlesen40 Jahre Tschernobyl
Der SuperGAU in Tschernobyl vor 40 Jahren steht im Fokus für zwei Gedenkveranstaltungen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Am 16. April liest BI-Sprecher Wolfgang Ehmke aus der Groteske „Tanz den SuperGAU“, unterstützt von der Rezitatorin Doris Krohn. Über die aktuelle Lage vor Ort und die Kriegseinwirkungen in der Ukraine unterrichtet die Ärztin und BI-Vorständlerin Dr.…
Weiterlesen16. April: 40 Jahre Tschernobyl – „Tanz den SuperGAU“ – Lesung und Information
Wieder so ein Jahrestag, ein ganz schrecklicher – am 26. April 1986 kam es zur Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl. Das ist mittlerweile 40 Jahre her. Der SuperGAU war einer dieser Unglücksfälle, die zu einem Umsteuern in der Atompolitik führten. Nach dem Tsunami in Japan und der nächsten Katastrophe in Fukushima vor 15 Jahren war es…
WeiterlesenBGZ sagt Energiepreisen den Kampf an – April, April!
Der Irankrieg lässt die Energiepreise in die Höhe schnellen, wer jetzt Öl oder Gas für seine Heizung tanken muss, spürt das. Die BGZ, die Betreiberin des atomaren Zwischenlagers in Gorleben, greift deshalb zu einer spektakulären sozio-ökonomischen Aktion: Die Pilotkonditionierungsanlage (PKA) auf dem Zwischenlagergelände wird in Betrieb genommen. Die Brennstäbe in den fünf von insgesamt 113…
WeiterlesenAb sofort: Kleine Flugverbotszone in Gorleben
Seit dem 23. März 2026 14:00 Uhr gilt für das atomare Zwischenlager Gorleben ein Überflugverbot, merkwürdiger Weise ist das bis zum 31. Dezember 2026 23:59 Uhr (MEZ) befristet. Im Amtsdeutsch: „In diesem Gebiet gelten die Vorgaben für Flugbeschränkungsgebiete gemäß § 17 Absatz 1 Satz 2 Luftverkehrs-Ordnung. Das Gebiet wird durch einen Kreis mit dem Radius…
WeiterlesenNeue Daten zur Endlagersuche kommen erst im Herbst – BI: „Das Warten geht weiter“ – Kritik an der geplanten Novelle des Standortauswahlgesetzes
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) verschiebt einen weiteren Zeitplan: Den nächsten Zwischenstand bei der Suche nach geeigneten Endlagerstandorten will sie nun erst am 27. Oktober 2026 vorlegen – statt wie geplant am 24. Juni. Das gab BGE-Kommunikationschefin Dagmar Dehmer am Mittwochabend bei einer Veranstaltung des Planungsteams Forum Endlagersuche (PFE) bekannt. In der Pressemitteilung der BGE…
WeiterlesenBI stellt sich für 2026 neu auf
Die Stühle im Saal reichten kaum aus, über 70 BI-Mitglieder kamen am Sonntagnachmittag (15. März) zur diesjährigen Mitgliederversammlung in die Trebler Bauernstuben. Noch während der Mitgliederversammlung gab es Eintritte, zur Zeit sind es 1026 Mitglieder. Ein gutes Zeichen, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, zumal im Sommer die Gorleben-Betreiberin BGZ ihren Antrag stellen wird, das Brennelementzwischenlager über…
WeiterlesenBald auch CASTOR-Transporte durch Norddeutschland?
Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hatte bereits im Dezember 2024 die Durchführung von CASTOR-Transporten aus der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Brokdorf (Schleswig-Holstein) für das Jahr 2026 angekündigt. Nach den Transporten nach Biblis (November 2020), Philippsburg (November 2024) und Isar (April 2025) soll dies laut Bundesregierung der letzte Transport aus einem 2015 beschlossenen Bundesprogramm sein.
WeiterlesenKundgebung in Dannenberg: Entschlossenes Nein zum Atom
Zum 15. Jahrestages des Tsunami und der Atomkatastrophe von Fukushima konnte Herbert Schaper-Biemann für die Fukushima-Mahnwache am frühen Mittwochabend rund 60 Menschen begrüßen. Umrahmt von den Klängen der Gruppe Xamba erinnerten die Teilnehmenden an die Reaktorkatastrophe und gingen auch auf die gegenwärtigen Rufe nach einer Rückkehr zur Atomkraft ein.
WeiterlesenGorleben – nukleares kulturelles Erbe?
Wird das Gelände rund um das Beluga-Schiff in Gorleben ein Ort der Erinnerung? Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hatte in einem Forschungsprojekt diese Idee umrissen, als Teil eines nuklearen kulturellen Erbes. In einem Blogbeitrag erläutert das Öko-Institut den Hintergrund. Und die Bürgerinitiative Umweltschutz hatte ins Spiel gebracht, das Pförtnerhaus und den…
WeiterlesenPro-Atom – BI: „Ausgerechnet von der Leyen“
Zum Auftakt des Atomenergie-Gipfels hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) die Abkehr von der Atomkraft in Europa als einen „strategischen Fehler“ bezeichnet. Private Geldgeber, die in die Atomkraft investieren, sollten ihr Risiko abgesichert bekommen, und zwar in Höhe von 200 Mio. Euro. „Ausgerechnet von der Leyen“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) das…
WeiterlesenBI-Jahresmitgliederversammlung
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ist – nicht nur im Wendland – eine Institution. 1026 Mitglieder zählt der Verein aktuell. Oft wird angesichts seiner umfassenden und kontinuierlichen Arbeit vergessen, dass diese ehrenamtlich ist und dass Mitgliedsbeiträge und Spenden die finanzielle Basis sind. Am kommenden Sonntag (15. März) um 15 Uhr findet nun die Jahresmitgliederversammlung in…
Weiterlesen15 Jahre Fukushima 40 Jahre Tschernobyl – Die Atommüllkonferenz erinnert
Anlässlich der Jahrestage der Katastrophen 15 Jahre Fukushima und 40 Jahre Tschernobyl kritisiert die Atommüllkonferenz den zunehmend atomfreundlichen Kurs der Bundespolitik. Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie, sie ist die teuerste Art der Energieversorgung und kann keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
WeiterlesenWir sind am Ball
Der Schnappschuss: Ein BI-Mitglied beobachtet, wie ein Transporter mit einer Castor-Transporthaube am ehemaligen Erkundungsbergwerk Gorleben herumfährt. Zwischenzeitlich ruft eine Frau aus Splietau im BI-Büro an, die den Transport gestern (4. März) um 20.00 Uhr aus Gorleben kommend mit Richtung Dannenberg/Umgehung gesichtet hatte.
Weiterlesen„Wir bleiben in Bewegung“
Die Klimaaktionsgruppe Hitzacker und die BI laden alle aktiven Gruppen, die im Wendland für Klima, Demokratie und gegen Rechts aktiv sind, zu einem Austausch ein. Zu Beginn möchten wir über die aktuellen Rückschritte im Klimaschutz sprechen, die Ausbremsung der Energiewende und der Klimaziele sowie die mögliche Renaissance der Atomkraft.
WeiterlesenEndlagersuche ohne festen Zeitplan – verlängerte Zwischenlagerung – jetzt amtlich!
Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung, wo in Deutschland ein Atommüllendlager für hoch radioaktive Abfälle errichtet werden soll, das vermeldet der Deutschlandfunk. In einem Referentenentwurf zur Novelle des Standortauswahlgesetzes (StandAG) werde das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sieht in diesem Schritt „ein Stück Ehrlichkeit“.
WeiterlesenBeschleunigung bei der Endlagersuche – Tongestein wird Favorit
Die Endlagersuche für die tiefengeologische Lagerung hochradioaktiver Abfälle soll mächtig Fahrt aufnehmen. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) will Ende 2027 die Standortregionen benennen, die Zahl soll überschaubar sein. Gleichzeitig arbeitet das Bundesumweltministerium (BMUKN) an einer Novelle des Standortauswahlgesetzes, im Fokus steht die Frage, ob für die Untersuchung des Untergrunds ein Erkundungsbergwerk vonnöten ist, wie es…
WeiterlesenCastorlager Gorleben – ein Experimentierfeld
Seit rund 25 Jahren befasst sich Oda Becker mit den Problemen der Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle und vertritt Umweltverbände und Bürgerinitiativen als Gutachterin. Auf Einladung der Bäuerlichen Notgemeinschaft, der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und der Rechtshilfe Gorleben referierte die Diplom-Physikerin am Dienstagabend (24. Februar) vor vollem Haus im Dannenberger Ostbahnhof. Schwerpunkt ihres Vortrags war das Forschungsprogramm…
WeiterlesenBrennelementefabrik Lingen: Bundesregierung heißt Putin willkommen
Empfehlung der Bundesregierung zur Kooperation von Framatome ANF mit Rosatom im Emsland unverantwortlich / Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) ist jetzt in der Verantwortung und muss die Genehmigung verweigern Mitten im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine empfiehlt die Bundesregierung dem niedersächsischen Umweltministerium, den Einstieg der russischen Atombehörde Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen zu genehmigen.…
WeiterlesenCastorlagerung – für 100 Jahre sicher?
Das Trio Bäuerliche Notgemeinschaft, BI Umweltschutz und Rechtshilfe Gorleben hat die Dipl.-Physikerin Oda Becker für einen Vortrag gewinnen können. Oda Becker hat sich intensiv mit dem Forschungsstand der Gorleben-Betreiberin BGZ auseinandergesetzt und den Fokus auf die Alterungsprozesse und mögliche Störfälle im Zwischenlager gelegt. Außerdem wird sie auf neue Bedrohungsszenarien eingehen, gegen die ein atomares Zwischenlager…
WeiterlesenKatharina Reiche plädiert für die Atomkraft
Katharina Reiche macht sich stark für fossile und fissile Energien: Der Einsatz der CDU-Ministerin für die Nutzung von Gaskraftwerken wird jetzt noch getoppt durch ihren Beitrag auf der Münchener Sicherheitskonferenz zum Thema Atomkraft. Gemeinsam trat sie mit dem Cheflobbyisten der internationalen Atomenergie-Agentur (IAEO), Rafael Grossi, auf. Kernenergie bedeute auch Energiesicherheit, „technologische Diversifizierung ist der Schlüssel“,…
WeiterlesenVerlängerte Zwischenlagerung in Gorleben – „BGZ hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht“
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat jetzt eine Reihe von Fragen an die Gorleben-Betreiberin, die BGZ, adressiert, die sich aus der Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten verlängerten Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle ergeben. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hatte ihre Stellungnahme zum BGZ-Vorhaben schriftlich und auch mündlich auf dem sogenannten Scoping-Termin in Salzgitter vorgetragen.…
WeiterlesenZeitzeug:innengespräch: „Mit allen Mitteln – Erinnerungen an die Waldbrandkatastrophe Gorleben 1975.“
Gute 50 Jahre her und dennoch brandaktuell – der Waldbrand rund um Gorleben 1975. Bisher einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, was die vernichtete Fläche innerhalb eines Tages betrifft (über 2.000 Hektar Wald und landwirtschaftliche Flächen) – und prägend für die Entwicklung Lüchow-Dannenbergs ab Mitte der 1970er Jahre. Die Neu-Entstehung der Nemitzer Heide auf…
WeiterlesenGorleben – Ort eines nuklearen kulturellen Erbes
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) ist für den langfristigen Erhalt von Informationen und Wissen über die Risiken der Atomkraftnutzung zuständig. Dabei spielt die Langzeitdokumentation, also der Wissenstransfer über die unterirdische Lagerung des Atommülls, eine wichtige Rolle. Hinweise auf Orte, die als potentielles nukleares Erbe in Frage kommen, gab bereits eine „Kick-off“-Tagung…
WeiterlesenAtommüll in Deutschland: Weiter widerständig
Ein Ortsbesuch in Gorleben, Keimzelle der Anti-Atommüll-Bewegung, zeigt, wie unendlich die Suche nach Lagern für Verstrahltes ist. In Gorleben geht es gerade um die strahlende Zukunft, die „verlängerte Zwischenlagerung“. Und in Berlin geht es gerade um die „Optimierung der Endlagersuche“. In der taz erschien am 5. Februar eine Reportage von Reimar Paul.
WeiterlesenSuche nach salzigem Brunnenwasser
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bittet um Unterstützung bei einer Recherche. Gesucht wird nach „salzigem Brunnenwasser“. Nach der Standortbenennung Gorlebens vor 49 Jahren gab es derartige Hinweise vom Höhbeck und aus dem Dorf Seerau i.d. Lucie, erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Erklären könne man das für den Höhbeck mit hydraulischen Effekten, Seerau i.d. Lucie hingegen liegt…
WeiterlesenCSU spezial: Atomkraft ja – Atommüll nein
So lässt sich die Haltung der CSU schlicht umreißen und sie zieht sich wie ein roter Faden durch die kurze Geschichte der Endlagersuche, seitdem diese (noch mit Gorleben im Huckepack) mit der Verabschiedung des Standortauswahlgesetzes 2013 neu gestartet wurde. Als die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) 2020 den ersten Zwischenbericht vorlegte (und Gorleben im wissenschaftsbasierten Suchverfahren…
WeiterlesenZurück in die Zukunft – CSU will Atomkraft zurück
Die CSU will zurück zur Atomkraft und setzt dabei auf den Bau von kleinen Kraftwerken, den „Small Modul“-Reaktoren (SMR). In einem Positionspapier, das auf ihrer Winterklausurtagung oberbayrischen Kloster Seeon abgestimmt werden soll, heißt es: „Wir wollen den Turnaround bei der Kernforschung schaffen. Unser Land kann es sich nicht leisten, neue Technologien zu verschlafen“. Landesgruppenchef Alexander…
WeiterlesenAtomkritisches Neujahrstreffen in Gorleben
Rund 80 Menschen kamen trotz des Schmuddelwetters an die Atomanlagen in Gorleben zum Neujahrstreffen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Gut, dass es für solche Wetterlagen die Undine-von-Blottnitz-Hütte gibt, bei Punsch und Krapfen stieß man auf der ersten politischen Kundgebung im Jahr 2026 auf das nächste Widerstandsjahr an. „2026 will die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ)…
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